neue räume BSO

Erster Teil des neuen Bau- und Wertstoffhofs sind in Betrieb genommen

BSO nimmt ersten Teil des neuen Bau- und Wertstoffhofs in Betrieb

Der Bau & Service Oberursel (BSO) hat auf dem nicht-öffentlichen Teil seines Geländes einen Neubau für die Werkstätten, das Magazin und ein Archiv errichtet. Außerdem sind hier die Büroräume der Betriebsabteilung sowie die Umkleide und Sanitärräume für ca. 80 Perso­nen der 125 Stellen umfassenden BSO-Belegschaft untergebracht.

Der Neubau war notwendig, da die Betriebsgenehmigung der Werkstätten aus den 60er Jahren nicht mehr auf­rechterhalten werden konnte und andere Gebäude infol­ge des technischen Wandels und aus hygienischen Gründen nicht mehr zeitgemäß waren.

Die alten Gebäude wurden und werden niedergelegt. Ferner wurden betriebsfremde Hallen anderer städtischer Einrichtungen an andere Standorte verlagert, da die Betriebsflächen des BSO angesichts einer ständig ge­wachsenen Stadt und aufgrund erhöhter regulatorischer Anforderungen der Abfallwirtschaft zu knapp geworden waren.

Mit dem Bau wurde im März 2020 begonnen. Die Bauzeit der ersten beiden von sieben Bauabschnitten betrug 17 Monate. Vor Baubeginn mussten viele Aspekte des Gewässer- und Trinkwasserschutzes planerisch gelöst werden, da das Betriebsgelände des BSO an Flächen angrenzt, die der Trinkwasserversorgung der Stadt die­nen. Hinzu kam, dass aufgrund des Wachstums der Stadt die Genehmigungen für die Lagerung von Abfall­arten und -mengen aktualisiert werden mussten. „Ange­sichts der Größe der Stadt ist die Betriebsfläche von 1,5 ha sehr knapp. Diese Flächenknappheit führte dazu, dass wir bei den ersten beiden Bauabschnitten in die Höhe ausgewichen sind“, so BSO-Betriebsleiter Michael Maag.

Die große Zahl der Bauabschnitte hat drei Gründe:

  1. Zu Beginn der Planungen in 2017 wollte sich die Stadt die Möglichkeit eines gemeinsamen Wertstoff­hofes mit Bad Homburg offenhalten. Daher sollte es mindestens zwei Bauabschnitte geben, um die Ver­handlung mit der Nachbarstadt über den Wertstoffhof führen zu können, während mit der Modernisierung des Betriebshofes begonnen wurde.
  2. Der Umbau im laufenden Betrieb erfordert viele auf­einander abgestimmte Bauabschnitte, denn für die Bürgerinnen und Bürger sollte der Wertstoffhof wei­testgehend verfügbar bleiben. Auch die betrieblichen Abläufe (Belieferung, Ladung, Lagerung, …) des Betriebshofs haben Einfluss auf die Zahl der Bau­abschnitte.
  3. Die hohe Zahl der Bauabschnitte ermöglicht es, flexibel auf die finanzielle Situation der Stadt zu reagieren.

Die Kosten der Bauleistung betragen voraussichtlich 7,2 Millionen Euro brutto (Plan: 6,9 Mio. €). Hinzu kommen Kosten für Gesamtplanung, Projektsteuerung und Hallen­verlagerung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf zehn Millionen Euro brutto.

Im kürzlich bezogenen Neubau des BSO befinden sich die Werkstätten, das Magazin, ein Archiv sowie Büro- und Sozialräume (Umkleide- und Sanitärräume).

In der Kfz-Werkstatt (siehe Foto oben) wird der gesamte städtische Ma­schinen- und Fuhrpark incl. Fahrzeugen von Feuerwehr und Stadtwerke repariert bzw. gewartet (208 Kfz vom PKW bis zum 40t LKW, 10 Traktoren und 262 Maschinen (Fertiger, Großflächenmäher Rasenmäher, etc.).

In der Schlosserei-Werkstatt werden die Verkehrs­zeichen und Verkehrseinrichtungen der Stadt Oberursel gewartet und entsprechend der verkehrsbehördlichen Anordnungen aufgestellt. Des Weiteren werden hier Metallarbeiten für Fahrzeuge, Geländer, usw. vorgenom­men.

In der Schreiner-Werkstatt (siehe Foto oben) werden die Spielgeräte stä­dtischer Spielplätze repariert, Ladepritschen des Fuhr­parks erneuert, Spezialbauten für Kindertageseinrich­tungen gefertigt und deren Möblierung repariert, Bank­latten erneuert, Holzverschalungen für die Straßenbau­kolonne etc. gefertigt.

Das Magazin ist für die Beschaffung, Lagerung und Aus­gabe von Materialien, Werkzeugen, Geräten und Arbeits­kleidung und Schutzausrüstung zuständig.

Neuer Wertstoffhof

Der neue Wertstoffhof soll im Sommer 2022 eröffnet wer­den, Baubeginn ist im Frühjahr. Den Bürgerinnen und Bürgern werden dann erweiterte Öffnungszeiten und die Entsorgung zusätzlicher Abfallarten (Plastik, Flachglas, behandeltes Holz) angeboten. Bauschutt wird dann auch wieder angenommen. Dies ist wegen der Baustelle aus Platzmangel aktuell nicht möglich.

Bis zur Fertigstellung des neuen Wertstoffhofs (4. Bau­abschnitt) werden voraussichtlich noch 3,2 Millionen Euro brutto verbaut. Die erwarteten Gesamtkosten für die vier Bauabschnitte bleiben somit 200.000 Euro unter dem dafür geplanten Budget von 13,4 Millionen Euro brutto.

„Mit der Fertigstellung des Wertstoffhofs beenden wir das Großprojekt, obwohl die ursprünglich geplanten Fahr­zeughallen für die Abfallwirtschaft, den Straßenbau und die Grünpflege, ein Parkdeck für die Belegschaft sowie die Flächenumgestaltung des alten Wertstoffhofs noch fehlen. Das Bauvolumen für die Bauabschnitte 5-7 von 4,2 Millionen Euro brutto soll vorerst nicht investiert werden“, so Betriebsleiter Michael Maag. „Dieser Schnitt wurde notwendig, um die drei anderen Großprojekte der Stadt, die Errichtung des Gefahrenabwehrzentrums, die Erneuerung des Rathauses und die Modernisierung der Kläranlage, zu ermöglichen.“

In diesen vier Infrastruktur-Projekten ist der BSO als Projektmanager tätig, um die Terminplanung, Projekt­strukturierung und das Kostenmanagement des Projekt­portfolios flexibel auf die finanzielle Situation der Stadt anpassen zu können.

Mit zunehmendem Planungsfortschritt der vier Projekte hat die Betriebsleitung des BSO eine gute Übersicht bezüglich der anstehenden Ausgaben bis 2026 erhalten und in den Gremien der Stadt den Vorschlag gemacht, zugunsten der Gesamtziele vorerst auf die Bauabschnitte 5-7 zu verzichten. „Die Straßenbauer sind bis auf wei­teres auf dem ehemaligen Raab Karcher Gelände unter­gebracht, die Maschinen der Grünpfleger auf den Betriebsflächen der Friedhöfe verteilt und für die Beleg­schaft wurde unterhalb der Ludwig-Erhardt-Straße ein provisorischer Parkplatz aufgeschottert. Die Müllfahr­zeuge müssen im Freien stehen. Auf den Bau der Halle für die Abfallfahrzeuge werden wir aber nur eine sehr begrenzte Zeit verzichten können, da die Technik der Fahrzeuge witterungsempfindlich ist“, so Betriebsleiter Michael Maag.

Foto: Michael Maag, BSO-Betriebsleiter (links) mit Florian Steinhagen, KfZ-Werkstattleiter (Mitte) und Bürgermeister Hans-Georg Brum (rechts) beim Rundgang durch das neue Gebäude.

Michael Maag

BSO-Betriebsleiter

 

 

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