Stadtansicht

Weißkirchen

Weißkirchen - Das Tor zu Oberursel

Weißkirchen liegt an der Stadtgrenze zu Frankfurt und ist somit das Tor zu Oberursel. Eingerahmt von landwirtschaftlich genutzten Feldern und Streuobstwiesen ist Weißkirchen geprägt von seiner Lebensqualität.

Besonders die Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr ((U-Bahn, S-Bahn und Stadtbus) sowie die zentrale Lage machen den Stadtteil zu einer begehrten Wohnlage.

Aber auch das vielfältige und traditionsreiche Vereinsleben trägt zur Attraktivität von Weißkirchen bei und fördert den Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn der Bevölkerung.Hierzu tragen auch die katholische Kirchengemeinde St. Crutzen und die evangelische Versöhnungsgemeinde bei, die im christlichen Geiste bewährte ökumenische Kontakte pflegen.

Hervorzuheben ist vor allem die Kinder- und Jugendbetreuung sowohl in den kommunalen und kirchlichen Einrichtungen als auch die Nachwuchsarbeit in den Vereinen und dem Jugendtreff. Dies macht Weißkirchen vor allem für junge Familien attraktiv.

Aber auch mit innovativen Ideen (zum Beispiel dem regelmäßig stattfindenden Wochenmarkt) wird die Lebensqualität in Weißkirchen stetig verbessert. Daten zur Geschichte von Weißkirchen.

Daten zur Geschichte
  • 1171/1191 - Vorhandensein des Ortes nachweisbar

    Schriftliche Ersterwähnung von „Wizenkirchen“ in einer Abschrift eines Lehensverzeichnisses von 1250/1260. Aus dem Inhalt einer anderen Notiz ist das Vorhandensein des Ortes um 1171/1191 nachweisbar. Da die Ortsgründung vor diesem Zeitpunkt liegt, legte man 1980 das Jubiläumsdatum auf den 24.6.818 fest. Weißkirchen teilt in staatlicher Hinsicht das Schicksal Oberursels.

    Im Mittelalter gehört der Ort kirchlich als Filiale zur Mutterkirche Krutzen (Crutzen) im Kalbacher Feld. Nach der Auflassung von Krutzen, spätestens 1535, übernimmt die Filialkirche Weißkirchen alle Rechte der Mutterkirche.

  • 1524 - Einzug der Reformation

    Die Reformation hält Einzug, sie wird von der Gegenreformation 1604/1606 abgelöst. 1823 werden danach erstmals Kinder evangelischen Glaubens in die Schule aufgenommen. Kirchlich werden die evangelischen Einwohner zunächst von Kronberg, später von der 1847 gegründeten Gemeinde Oberursel betreut. Die 1955 gegründete Kirchengemeinde Stierstadt/Weißkirchen löst sich 1968 von der Oberurseler Gemeinde. Sie nennt sich seit 1992 Versöhnungsgemeinde.

  • 1622 - Brandschatzung und Plünderungen

    Brandschatzung von Weißkirchen. Während des Kriegs 1618-1648 kommt es mehrfach zu Plünderungen.

  • 1780 - 54 Häuser

    Es befinden sich 54 Häuser im Ort, von denen 3 wüst liegen.

  • 1860 - Die "Homburger Bahn"

    Die „Homburger Bahn“ (Eisenbahn) von Frankfurt nach Homburg nimmt ihren Betrieb auf, eine der Stationen ist Weißkirchen. 1910 folgt die elektrifizierte Straßenbahn Frankfurt/Hohemark mit der Haltestelle „Weißkirchen“.

  • 1945 - Einmarsch amerikanischer Truppen

    Der Einmarsch amerikanischer Truppen am 29.3.1945 beendet die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Noch im Februar 1945 waren mehrere Personen bei einem Bombenangriff auf die Eisenbahnlinie und die seit 1891 im Ort angesiedelte „Erste Süddeutsche Ceresinfabrik“ umgekommen.

  • 1965 - Bau einer höheren Schule

    Durch den Bau der späteren Gesamtschule als Volksschuloberstufenschule Stierstadt/Weißkirchen (eingeweiht 1965) erhält der Ort eine höhere Schule. Es folgt 1966/1967 der Neubau der heutigen Grundschule.

  • 1972 - Eingliederung in die Stadt Oberursel

    Eingliederung der Gemeinde Weißkirchen in die Stadt Oberursel (Taunus) zum 1.4.1972 im Rahmen der Gebietsreform. Ein Ortsbeirat vertritt seit Oktober 1972 die Interessen des Stadtteils.

    Heute befindet sich nördlich von Weißkirchen in Oberursel-Süd (rund um den Zimmersmühlenweg) das bedeutendste Gewerbegebiet in Oberursel. Viele große und namhafte Firmen haben hier ihren Sitz.

    Derzeit leben im Ortsteil Weißkirchen ca. 5.000 Menschen.

Texte: Andrea Bott (Stadtarchiv)

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