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Eppsteiner Straße

Altlastensanierung

Als Grundstückseigentümer saniert die Stadt Oberursel seit 2012 eine Fläche in der Eppsteiner Straße, die durch die Firma Büscher und Gausmann in der Zeit zwischen 1955 und Mitte der 1970er Jahre erheblich im Wesentlichen mit LHKW (leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen) kontaminiert wurde. Die Schadstoffmenge im Erdreich wird auf rund 8 Tonnen geschätzt.

Kontakt
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  • Informationsbüro in der Eppsteiner Straße

    Das Informationsbüro wurde am 4. März 2014 im Ladengeschäft in der Eppsteiner Straße 11, eingerichtet. Während der Dauer der Altlastensanierung erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger dort aktuelle Informationen zum Stand der Maßnahme.

    Neben aktuellem Informationsmaterial, das Auskunft über den Sanierungsstand gibt, stehen auch Fachleute der städtischen Umweltabteilung zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Infos gibt es u.a.

    • zum weiteren Ablauf der Sanierungsmaßnahme
    • zu den Schadstoffen und zur Höhe des aktuellen Schadstoffaustrags
    • zur bereits ausgetragenen Gesamtmenge der Schadstoffe
    • zu Messergebnissen der Luft / des Grundwassers. 
         

    Auch für konkrete Fragen zur persönlichen Betroffenheit im Zusammenhang mit der Altlastenthematik ist das Informationsbüro für Bürgerinnen und Bürger der richtige Anlaufpunkt.

Öffnungszeit des Informationsbüros:

Geschlossen:
öffnet am Donnerstag um 16:30 Uhr
Donnerstag
- Uhr
Historie zum Grundstück
  • Historie zum Grundstück Eppsteiner Straße

    Auf dem hinteren Teil eines Grundstückes in der Eppsteiner Straße in Oberursel (Taunus) wurde in den 1950er Jahren bis Mitte der 70er Jahre eine chemische Fabrik mit Destillation und/oder Fasswäscherei betrieben. Im Rahmen der Altstadtsanierung erwarb die Stadt Oberursel (Taunus) im Jahr 1976 das Grundstück. Die darauf befindlichen Gebäude wurden niedergelegt. Aus der gewerblichen Nutzung rührt die heute noch nachweisbare Verunreinigung des Bodens und teilweise auch des Grundwassers mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW). Das gesamte Grundstück wurde über mehrere Jahre umwelttechnisch untersucht, wobei eine Boden und Schichtwasserkontamination mit LHKW festgestellt wurde.

  • Beschreibung der Sanierung

    Die Sanierung erfolgt mit der DLI-Methode (Dampf-Luft-Injektion), die vor Ort von VEGAS betrieben wird. Die Projektsteuerung hat CDM Smith übernommen.

    Im Bericht zum II. Quartal 2017 (s.u. Sachstandsberichte - Stand Juli 2017) wird erläutert, dass  - entgegen der ursprünglichen Erwartung - die Dampf- Luft-Injektion noch nicht zum Ende dieses Jahres abgeschaltet werden kann. Die Abschaltung und der anschließende Umstieg auf die kalte Boden-Luft-Absaugung soll nach heutigem Kenntnisstand zur Mitte des Jahres 2018 erfolgen. Gründe sind zum einen die Entwicklung des Schadstoffaustrags, dieser reduziert sich langsamer als prognostiziert, und zum anderen der ebenfalls verlangsamte Temperaturrückgang im Untergrund des Sanierungsareals. 

  • Projektplanung | Stand: Juli 2016
    • 2016 ab KW 29: 

    Errichtung von drei zusätzlichen Bodenluftbrunnen bis in eine Tiefe von ca. 5 m unter Geländeoberkante durch CDM Smith Consult GmbH
    Die drei zusätzlichen Bodenluftabsaugpegel dienen der Optimierung der Bodenluftabsaugung und führen somit zu einer schnelleren Abreinigung der oberen Bodenmeter von Chlorierten Kohlenwasserstoffen. Die Bohrarbeiten werden messtechnisch überwacht und die Emissionen soweit technisch möglich minimiert.

    01.06.2016 - Information des Bau- und Umweltausschusses

    Information des Bau- und Umweltausschusses am 23.09.2015

    Information des Bau- und Umweltausschusses am 06.05.2015

    Abschluss Bohr- und Umbauarbeiten | Wiederinbetriebnahme Dampf-Luft-Injektion

    Pressemitteilung vom 06.05.2015

Sanierungsverfahren
  • Sanierungsabschnitte

    Die Sanierung gliedert sich insgesamt in folgende Abschnitte:

    • die bereits im Sommer 2012 erfolgte Sanierung des Oberbodens
    • die im Frühjahr abgeschlossene "Bohrkampagne", bei der die für die Dampf-Luft-Injektion notwendigen Infiltrations- und Extraktionsbrunnen niedergebracht wurden
    • die nun laufende "Pilotphase" der Dampf-Luft-Injektion auf den "Feldern" 1 und 2
    • den abschließenden Sanierungsbetrieb auf den "Feldern" 3 und 4 und
    • die Wiederherstellung des Grundstücks.
  • Anlagenumbau

    Im Zuge des Anlagenumbaus werden die bisher oberirdisch liegenden Rohrleitungen soweit wie technisch machbar möglich unterirdisch verlegt. Darüber hinaus wird ein beschädigtes Abwasserrohr repariert. Diese Umbauarbeiten beginnen Mitte November. Die Sanierungsanlage wird dabei in Betrieb bleiben und kontaminierte Bodenluft sowie Grundwasser wird aus dem Untergrund weiterhin gefördert und abgereinigt. Alle Umbauarbeiten finden oberhalb einer sich auf der Sanierungsfläche befindlichen Kunststoffdichtungsbahn (HDPE-Folie) statt. Unter dieser Dichtungsbahn befindet sich eine Gasdrainage (Rohrleitungssystem), aus der die Bodenluft abgesaugt und abgereinigt wird. Die Neuverlegung der Anlagenrohrleitungen erfolgt oberhalb der Dichtungsfolie in der sich darüber befindlichen sauberen Schottertragschicht. Kontaminierte Bodenbereiche im Untergrund sind damit weiterhin gegenüber der Atmosphäre durch die Gasdrainage/Folie abgeschirmt. Zusätzlich wird ein Teil der Sanierungsfläche noch höher aufgeschottert, so dass die Rohrleitungen besser in zugänglichen Kanälen unter der Oberfläche verlegt werden können.

    Ein bautechnischer Eingriff in den ggf. kontaminierten Untergrund erfolgt also nicht!

  • Bauüberwachung

    Die Bohrarbeiten werden von CDM Smith – auch messtechnisch – überwacht. Das engmaschige Raumluftmonitoring wird fortgesetzt – ebenso wird während der Umbauarbeiten das begonnene Außenluftmonitoring fortgesetzt.

  • Dampf-Luft-Injektionsverfahren
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    Quelle: http://www.ufz.de/export/data/38/40405_TASK_Leitfaden_TISS.pdf

    Zur Sanierung der Bodenbelastung wurden verschiedene Sanierungsmöglichkeiten betrachtet. 
    Aufgrund der beengten räumlichen Lage und der Bodenverhältnisse wurde eine Kombination aus bautechnischem Verfahren (Bodenaushub bis 1 Meter unter Geländeoberkante) und Dampf-Luft-Injektionsverfahren als geeignetes Verfahren zur Bodensanierung an diesem Standort erachtet.

    Da dieses Verfahren bislang nur bei weniger tonhaltigen Böden angewandt wurde, wurde in Kooperation mit dem Institut VEGAS (Universität Stuttgart) und dem Helmholtz-Zentrum der Universität Leipzig eine Pilotsanierung projektiert, um die Eignung des Verfahrens nachzuweisen.

    Beim Dampf-Luft-Injektionsverfahren werden die Schadstoffe durch Erwärmung des Untergrunds mittels gleichzeitigen Einbringens von Dampf im Boden mobilisiert. Gleichzeitig werden die mobilisierten Schadstoffe mittels Bodenluftabsaugung und anschließender Filterung durch Luftaktivkohlefilter entfernt.

  • Erstellung neuer Brunnen

    Im Zuge der Umbaumaßnahmen werden auf der Sanierungsfläche ein neuer Vertikalbrunnen und vier Schrägbrunnen ab Januar 2015 neu erstellt werden. Auch aus Gründen des Arbeitsschutzes wird während der Bohrarbeiten aus dem Bohrloch die Luft abgesaugt und über eine Aktivkohleeinheit gereinigt. Darüber hinaus werden die Bohrarbeiten messtechnisch überwacht, so dass bei Überschreitung von Grenzwerten sofort eingeschritten werden kann. Diese Verfahrensanweisungen sind in der aktuellen Ausschreibung für die Bohrarbeiten explizit benannt und gefordert.

  • Umweltmonitoring

    Während der Sanierung wird ein umfangreiches Umweltmonitoring durchgeführt. So werden in den angrenzenden Gebäuden regelmäßig Raumluftmessungen durchgeführt und die Raumluft gereinigt. Messungen im näheren Umfeld zeigten bisher keine Auffälligkeiten.

    Auch das Grundwasser wird regelmäßig analytisch überwacht. Die Schadstoffbelastung zeigt derzeit noch konstante Werte. Ein Rückgang der Kontamination im Grundwasser wird erwartet, sobald der Schadstoffaustrag durch die Dampf-Luft-Injektion im jeweiligen Sanierungsfeld abgeschlossen ist.

Was bisher geschehen ist
Archiv | Sachstandsberichte, Stellungnahmen etc.
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