Stadtansicht

Oberursel (Taunus)

Das Tor zum Taunus

Geschichte am Urselbach


Lebensquell und Namensgeber der Stadt war der heute meist anmutig plätschernde Urselbach. Der Wortstamm des Stadt- und Bachnamens „ursella“ deutet auf die über 2000jährige Siedlungsgeschichte hin.

Im Mittelalter sind es die Weber, Tuchmacher und Tuchhändler die Oberursel zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blüte führen. Durch die zahlreichen Mühlen am Urselbach gelangte die Stadt während der Industrialisierung wiederum zu Wohlstand.

Heute sind es die privilegierte Lage am Taunus, die günstigen Verkehrsverbindungen des Rhein-Main-Gebietes und der Unternehmungsgeist der Bevölkerung, die Oberursel prosperieren lassen. Der Urselbach schenkt uns allen dazu seinen Erholungswert.

In weiten Bereichen wird Oberursel von Feldern und Wiesen umsäumt, und die Wälder des Hochtaunus reichen bis an die nördlichen Siedlungsgebiete. Das Veranstaltungs- und Vereinsleben ist abwechslungsreich und lebendig. Das Brunnenfest, bei dem man sich in den lauschigen Höfen rund um den Marktplatz trifft, und die Kerb setzen festliche Akzente. Immer wieder gerne gesehen ist auch der große Taunus-Karnevalszug am Faschingssonntag.

Es lohnt sich, in Oberursel zu leben und diese Stadt als Heimat lieben zu lernen.

  • Historische Altstadt

    Ausgangs- und Endpunkt eines Rundweges durch die Altstadt liegt im "modernen Bereich" der Stadt, in der Nähe des heutigen Rathauses, in der Korfstraße.

    Der "Historische Stadtrundweg" führt Sie vorbei am Alten Hospital und der Hospitalkirche durch die Strackgasse zum Vortaunusmuseum und dem Stadtarchiv.

    Durch den Bogen des "Historischen Rathauses" geht es durch die St. Ursula Gasse hinauf zur St. Ursula Kirche. Sie kommen vorbei an Überresten der Stadtmauer und schmucken Fachwerkhäusern . Vom Turm der St. Ursula Kirche genießen Sie einen wundervollen Blick über die Stadt und das Umland.

    Über das Hexentreppchen geht es hinunter zum Hollerberg und von dort zur Herrenmühle, eine der bedeutendsten Mühlen Oberursels. An der Bleiche vorbei durch die Obere Hainstraße und Wiederholtstraße werden Sie zum historischen Marktplatz  geführt.

    An der Stadtbücherei vorbei geht es durch die Eppsteiner Straße, die Ackergasse, die Schlenker- und die Weidengasse zurück zur Strackgasse.

  • Altstadtführung

    Der Bereich „Stadtmarketing, Tourismus und Stadt­geschichte“ der Stadtverwaltung Oberursel bietet einmal monatlich eine öffentliche Stadtführung an.
    Die Termine werden über die Presse und in unserem Online-Veranstaltungskalender veröffentlicht. 

  • Innenstadt

    Besuchen Sie neben unserer historischen Altstadt auch die Innenstadt von Oberursel - eine „Stadt der kurzen Wege“.

    Ein Einkaufsbummel in der Fußgängerzone „Vorstadt“ und den daran angrenzenden Einkaufsstraßen wird Ihnen einfach Spaß machen. Denn hier finden Sie eine Vielzahl von charmanten Geschäften und Boutiquen sowie Läden der täglichen Nahversorgung, die - teilweise noch von den Inhabern geführt - zum gemütlichen Einkaufserlebnis einladen.

    Zweimal in der Woche - mittwochs & samstags - bieten zusätzlich Händler aus Oberursel (und Umgebung) auf dem schon „traditionellen Wochenmarkt“ ihre frische Ware feil.

    Service und Qualität erwarten Sie auch in den vielen Restaurants, Cafés, Bistros und Kneipen, die Sie zu einem abendlichen Besuch in Oberursel stets „herzlich willkommen“ heißen.

    Die Oberurseler Innenstadt ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen.

Oberursel - die Stadt

Die Stadt und ihre einzelnen Stadtteile haben eine abwechslungsreiche Geschichte.

Oberursel zählt rund 47.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Als Siedlung "Ursella" wird die Stadt 791 n. Chr. in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erstmals erwähnt. Der Wortstamm des Ortsnamens deutet auf ein zwei- bis dreitausendjähriges Alter der Ansiedlung hin.

  • Verleihung der Stadtrechte

    Unter der Herrschaft der Herren von Eppstein wurden Oberursel 1444 die Stadtrechte verliehen. Zunächst eine rein bäuerliche Siedlung, entwickelte sie sich bis zum Dreißigjährigen Krieg zum bedeutenden Gewerbeort "Vor der Höhe", dem Taunus. Im Jahre 1535 gelangte Oberursel unter die Herrschaft des Grafen Ludwig von Stolberg-Königstein, der die Reformation einführte. Nicolaus Henricus gründete 1557 eine Buchdruckerei, die vor allem lutherische Streitschriften herausgab.  Die erste Lateinschule  in Oberursel wurde vor 1561 geschaffen. 1604/05 erfolgte die Rekatholisierung; evangelische Gottesdienste gab es erst ab 1847 wieder. Der Wohlstand der mittelalterlichen Stadt wurde getragen von der Tuchmacherei und dem Tuchhandel.


    Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Oberursel 1622 und 1645 niedergebrannt, nur drei Häuser blieben unversehrt. Die Einwohnerzahl reduzierte sich von ca. 1.600 auf ca. 600 Personen. Handel und Gewerbe kamen zum Erliegen. Im darauffolgenden Zeitabschnitt entstanden am Urselbach Mahl-, Öl- und Lohmühlen sowie Gerbereien , Stahlschleifereien, Eisen- und Kupferhämmer. Tuchmacherei und Tuchhandel konnten sich nicht mehr erholen.

  • Industrialisierung

    Mit der Gründung der Baumwollspinnerei an der Hohe Mark hielt 1858 die Industrialisierung in Oberursel Einzug. Weitere Fabrikansiedlungen folgten. Oberursel avancierte (Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts) zur "industriellsten Stadt unseres Landes" (Hessen-Nassau).

    Nachdem im Jahre 1860 die Eisenbahnlinie Frankfurt-Bad Homburg eröffnet wurde, kam 1899 die Kleinbahn zur "Hohe Mark" hinzu.

  • Wachstum | Stadtteile

    1919 hatte Oberursel 7.999 Einwohner/innen.
    1929 wurde die Gemeinde Bommersheim eingegliedert. Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt von Luftangriffen weitgehend verschont. 1972 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen. Die Einwohnerzahl erhöhte sich dadurch von rd. 25.000 auf rd. 37.000.

    Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe entwickelte sich nach 1945 rasch. Banken und Versicherungen ließen sich nieder. Schulen wurden gebaut, Siedlungsgebiete erschlossen, neue Verkehrswege geschaffen. Vielfältige Freizeiteinrichtungen entstanden, große Teile des Stadtwaldes wurden zum Naherholungsgebiet erklärt und genießen dadurch besonderen Schutz. Zum landschaftlich reizvoll gelegenen Freibad kann ein modernes Hallenbad hinzu. Altenheime und Begegnungsstätten für die Jugend wurden errichtet.

  • Altstadtsanierung

    Mit großem Engagement und erheblichem finanziellen Aufwand von privater und städtischer Seite wurde seit Anfang der siebziger Jahre die historische Altstadt saniert und großzügig renoviert. Fußgängerzonen entstanden in der Mitte der Stadt ebenso wie ein neues Kultur- und Verwaltungszentrum (Rathaus 1976, Stadthalle 1984). Im Jahre 1991 blickte die Stadt auf eine 1200jährige Geschichte zurück.


Geführten Stadtrundgang buchen

Bei Interesse kann auch ein geführter Stadtrundgang gebucht werden. 

Infos hierzu auf unserer Seite Stadtführung buchen

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