Stellungnahme der Stadt Oberursel zum Netzentwicklungsplan im Herbst 2023


Die Frist zur Abgabe der Stellungnahmen endete am 20. November 2023.

Auch wenn die Stadt Oberursel die Energiewende unterstützt und den Netzausbau für notwendig hält, werden die damit verbundenen Einschränkungen und Belastungen für Oberursel durch ein bis zu 20 Hektar großes Umspannwerk kritisch gesehen.

Der Magistrat macht daher in der finalen Stellungnahme an die Bundesnetzagentur, die viele der Anregungen der Öffentlichkeit vom Infomarkt berücksichtigt, deutlich, dass die Stadt Oberursel durch die mit dem Netzentwicklungsplan Strom 2037 mit Ausblick 2045, Version 2023 vorgelegten Planungen eine sehr hohe und überproportionale Belastung erfährt. Auch wenn der genaue Standort für das geplante neue Umspannwerk noch nicht bekannt ist, so ist dieser wohl im Bereich des bestehenden Umspannwerkes avisiert, was die Interessen der Stadt Oberursel stark berühren würde.

Deswegen fordert die Stadt Oberursel im Zusammenhang mit der Standortsuche für das neue Umspannwerk, folgende Kriterien zu berücksichtigen:

  • möglichst kleiner Ausbau des Umspannwerkes in ortsferner Lage (z.B. entlang der A5)
  • Erweiterungsmöglichkeiten der Stadt dürfen durch Planung des Umspannwerks oder Verlegung von Leitungen nicht eingeschränkt werden
  • Eine Verlegung und Erweiterung der heute östlich der A5 verlaufenden Höchstspannungsleitung auf die Westseite der A5 wird abgelehnt
  • Erhalt landwirtschaftlicher Flächen und damit Existenzsicherung für landwirtschaftliche Betriebe
  • Schutz angrenzender Wohngebiete vor Beeinträchtigungen
  • Erhalt der angrenzenden Flächen als Erholungsraum und größtmögliche Eingrünung.

Die Stellungnahme des Magistrats an die Bundesnetzagentur zum NEP kann unter folgendem Link aufgerufen werden: