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Stadtarchiv Oberursel

Herzlich willkommen

Das Stadtarchiv sammelt Schriftgut, Zeitungen, Fotos, Plakate, Ansichtskarten usw. zur Oberurseler Geschichte.

In der Archivbibliothek befinden sich darüber hinaus Werke allgemeinen bzw. überregionalen Inhalts.

Die Unterlagen können im Stadtarchiv eingesehen werden. Vorherige Anmeldung ist empfehlenswert.

  • Grundlagen der Archivarbeit und Aufgaben

    Das Stadtarchiv dient der dauernden Aufbewahrung von historisch oder rechtlich relevanten Informationen zur Stadtgeschichte Oberursels und der Stadtteile.

    Rechtliche Grundlage der Arbeit des Stadtarchivs ist das Hessische Archivgesetz. Die Archivsatzung regelt das Verhältnis zur Stadtverwaltung und die Rechte der Archivbesucher. Der Besuch im Stadtarchiv ist kostenlos. Für schriftliche Auskünfte und Reproduktionen können Gebühren im Rahmen der Verwaltungskostensatzung der Stadt Oberursel (Taunus) anfallen. Die Benutzung des Stadtarchivs erfolgt durch Benutzungsantrag.

    Aus der Vielzahl der schriftlichen oder digitalen städtischen Unterlagen werden nach wissenschaftlichen Methoden die archivwürdigen, dauernd aufzubewahrenden Unterlagen herausgesucht (archivische Bewertung) und anschließend in das Stadtarchiv übernommen. Dort werden sie für die Benutzung aufbereitet, d. h. verzeichnet, konservatorisch behandelt, in säurefreie Archivmappen „umgebettet“ und in Archivkartons eingelagert.

    Die Unterlagen werden in „Findbüchern“ (Repertorien), auf Karteikarten oder in digitaler Form verzeichnet, damit sie für Benutzer und Stadtverwaltung auffindbar sind. Die Ordnung der Archivalien erfolgt nach dem „Provenienzprinzip“, also nach aktenbildenden Stellen. Einen Sonderfall stellt das nach Sachbetreffen (Pertinenzprinzip) gegliederte „Korf’sche Repertorium“ dar, das bereits 1904/06 angelegt wurde.

    Damit das gesamte politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben angemessen dokumentiert wird, sammelt das Stadtarchiv zusätzlich zu den amtlichen Unterlagen Zeitungen, Zeitungsausschnitte, Stadtpläne, Postkarten und Fotos sowie Nachlässe. Außerdem existiert eine Archivbibliothek mit Büchern zur Allgemeinen, Regional- und Lokalgeschichte.

    Nachfolgend werden die Unterschiede in den Aufgaben des Archivs „Einst und Jetzt“ aufgezeigt:

    1904/06: Ordnung von Schriftgut nach Sachbetreffen

    Heute: nach Provenienzen

    1904/06:Verzeichnung der Einzelvorgänge

    Heute: summarische Verzeichnung von Akten

    1904/06: Anfertigen eines Findbuchs

    Auch heute!

    1904/06: Neuorganisation des Schriftguts in Aktendeckeln mittels Fadenheftung

    Heute: konservatorische Maßnahmen, Umbetten in Archivmappen

     Im Gegensatz zu heute:

    1904:06: Keine Bewertung der Archivwürdigkeit von Schriftgut

    1904:06: Keine Benutzerberatung

    1904:06: Keine Auskunftserteilung

    1904:06: Keine Einsichtnahme in Archivalien durch Interessierte

    1904:06: Keine Öffentlichkeitsarbeit (heute: Publikationen und Ausstellungen)

    1904:06: Keine Beratung der Verwaltung bei der Aktenführung

     

     

     

  • Die Geschichte des Stadtarchivs

    Sanitätsrat Dr. med. Ferdinand Neuroth dürfte die Gründung eines Archivs initiiert haben. 1902 war er als Stadtverordneter in den Magistrat gewählt worden.

    Am 8. Februar 1904 wurde im Magistrats-Protokoll vermerkt:

    Bei der Stadtverordnetenversammlung soll ein Credit von 150 M[ark] beantragt werden […] behufs Einrichtung des Archivs und es soll der Bibliothekar [August] Korf mit der Arbeit beauftragt werden. Dies wurde in der Stadtverordnetensitzung vom 11. Februar 1904 genehmigt. Am 27.8.1906 forderte der Magistrat:

    Dem August Korf ist zu eröffnen, daß die Fertigstellung der von ihm übernommenen Arbeiten im städtischen Archiv, wie von ihm zugesagt, bis zum 1. October d. J[ahres] erwartet wird und die Abgabe sämmtlicher [!] Sachen an diesem Tage zu erfolgen hat. Am 22. Oktober 1906 bewilligte der Magistrat die Zahlung einer Restforderung an den mit der Ordnung des Archivs beauftragten August Korf.

     

    Das Findbuch, das August Korf dem Magistrat 1906 vorlegte, diente vor allem der Verwaltung als Hilfsmittel. Noch stand das Archiv nicht der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Findbuch von August Korf schlummerte zusammen mit den Archivalien bei der Stadtverwaltung und wurde erst 1967 mit der Einstellung des Realschullehrers und Archivars Rudolf Acker reaktiviert und öffentlich nutzbar gemacht.

    Initiator zur Schaffung eines Stadtarchivs war Reinhard Michel, 1966-1968 Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Oberursel. Er konnte Bürgermeister Heinrich Beil, Stadtrat Wilhelm Wollenberg und Baurat Hans Hoyer für diese Idee gewinnen. Am 1. August 1967 trat Rudolf Acker sein Amt an. Er führte während seiner Amtszeit die verstreut lagernden alten Akten der Stadtverwaltung im Haus Marktplatz 1 (heute: Vortaunusmuseum) zusammen.

    Am 28. April 1970 schied Rudolf Acker aus dem Dienst der Stadt Oberursel aus. Sein Nachfolger, der Journalist und Archivar Wilhelm Jung. Er trat sein Amt im Stadtarchiv am 1. April 1970 an und führte es bis zum 31.12.1972. Bereits am 2. Januar 1972 hatte der ausgebildete Bibliothekar und Archivar Dr. Rolf Rosenbohm die Stelle des Archivars in Oberursel angetreten, zunächst noch mit Wilhelm Jung an seiner Seite. Ihm gelang es, bis zu seinem Ausscheiden am 30. September 1981 ein modernes Kommunalarchiv mittlerer Größe einzurichten, das Auskünfte erteilen und Benutzer beraten konnte. Unter seiner Leitung wurde eine Archivbibliothek und eine Zeitgeschichtliche Sammlung aufgebaut. Er verzeichnete erste modernere Archivalien.

    1980 folgte der Umzug des Stadtarchivs in das Haus Schulstr. 32. Dr. Rolf Rosenbohm wurde am 30. September 1981 in den Ruhestand versetzt. Danach trat eine Vakanz ein, die durch städtische Mitarbeiter überbrückt wurde. Erst am 1. August 1982 konnte die ausgebildete Archivarin Andrea Bott ihren Dienst antreten. Schwerpunkt ihrer Arbeit war -und ist immer noch - die Öffentlichkeitsarbeit durch Publikationen und Ausstellungen sowie die Ordnung und Verzeichnung moderner Archivalien. Zudem begann 1986 die Mikroverfilmung der Oberurseler Zeitungsbestände. Seit 2017 liegt das (erweiterte) Korf’sche Repertorium als PDF-Version vor.


Kontakt
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Stadtarchiv in Oberursel

Stadtarchiv
Schulstraße 32
61440  Oberursel

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