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10 Jahre „Oberursel repariert“
Das Netzwerk Bürgerengagement (NBO) feiert ein besonderes Jubiläum: Seit zehn Jahren ist das Projekt „Oberursel repariert“ ein fester Bestandteil des sozialen und nachhaltigen Lebens in Oberursel. Bürgermeisterin Antje Runge würdigt das Engagement: „‚Oberursel repariert‘ steht beispielhaft für gelebtes bürgerschaftliches Engagement, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn. Seit zehn Jahren bringen hier Menschen ihr Wissen, ihre Zeit und ihre Begeisterung ein – freiwillig und mit großem Erfolg. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Ehrenamt, Fachkompetenz und Unterstützung der Stadt zusammenkommen.“
Von der Idee zum monatlichen Reparaturtreff
Die Idee zu einem monatlichen, ehrenamtlichen Reparaturtermin entstand Mitte 2015 durch einen Engagementlotsen des NBO. Aus dieser Idee entwickelte sich ein Projekt, das heute aus dem städtischen Kalender nicht mehr wegzudenken ist. Bis zum Jahresende 2015 waren zahlreiche organisatorische Themen zu klären: die Suche nach Freiwilligen – die schließlich über den Amateurfunk Club gewonnen wurden –, Haftungsfragen, Hausordnung und Gefahrenanalyse. Auch die Frage nach geeigneten Räumlichkeiten spielte eine zentrale Rolle. Hier stellte die Stadtverwaltung direkt den Hieronymisaal im Oberurseler Rathaus zur Verfügung. Dies ermöglichte es zugleich, den Gästen Kaffee und Kuchen anzubieten und eine einladende Atmosphäre zu schaffen. Am 06.02.2016 wurde erstmals repariert. Gestartet wurde mit vier Reparierenden, allesamt Ingenieure und Elektrotechniker. Seitdem wird jeden ersten Samstag im Monat (außer im Januar) von 10 bis 13 Uhr im Hiero-Saal repariert.
Zur 5-Jahresfeier Mitte 2021 wurde das Projekt von Staatsminister Axel Wintermeyer persönlich im Rathaus geehrt. Zudem erhielten die anwesenden Reparierenden Poloshirts als Spende.
Erfolgreiche Reparaturen dank engagierter Problemlöser
Heute zählt das Projekt 28 Mitarbeitende, davon 24 aktive Reparierende. In der Zeit von Februar 2016 bis heute wurden vom gesamten Team 4.011 ehrenamtliche Einsatzstunden erbracht. Seit Projektstart wurden rund 3.000 überwiegend elektrische Geräte untersucht. Mit einer Erfolgsquote von etwa 70 Prozent konnten weit über 2.000 Geräte wiederhergestellt werden.
Neben Staubsaugern, Küchen- und Kaffeemaschinen fanden sich im Laufe der Jahre auch zahlreiche außergewöhnliche Reparaturfälle: darunter ein Röhren-„Volksempfänger“, eine elektrische Babywippe oder sogar ein Skelett aus der Anatomie. Die Reparierenden werden regelmäßig von den Gästen mit neuen „Problemfällen“ überrascht.
Zum 10-jährigen Jubiläum blickt das NBO auf ein Jahrzehnt gelebter Nachhaltigkeit, technischer Kompetenz und ehrenamtlichen Engagements zurück – und freut sich auf viele weitere Jahre „Oberursel repariert“.
Antje Runge
Bürgermeisterin
Foto (Quelle: NBO): „Oberursel repariert“
