13. TAG DER ARCHIVE: Führung durch das Oberurseler Stadtarchiv am 7. März


Alle zwei Jahre findet auf Initiative des VdA - Verband Deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. – der Tag der Archive statt, in diesem Jahr bundesweit unter dem Motto „Alte Heimat – neue Heimat“.  Am ersten Märzwochenende ist es wieder soweit und auch das Oberurseler Stadtarchiv, Schulstraße 32, beteiligt sich mit einer Führung am Samstag, 7. März, um 14 Uhr, um den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihr Stadtarchiv kennenzulernen und sich über die Arbeit zu informieren. „Unser Archiv ist das Gedächtnis der Stadt. Zum einen ist es gesetzlich für die Übernahme von Unterlagen aus den städtischen Dienststellen zuständig, zum anderen sammelt das Stadtarchiv auch Unterlagen von privater Herkunft, z. B. von Privatpersonen, Vereinen oder Firmen. Damit trägt das Stadtarchiv zur Transparenz des Verwaltungshandelns bei und ist ein Teil unserer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“, unterstreicht Bürgermeisterin Antje Runge die Bedeutung von Archiven. Sie ergänzt: „Außer, dass die Informationen zur Stadtgeschichte helfen, aktuelle politische Maßnahmen in einen historischen Kontext zu setzen, sind auch Schulklassen und Personen, die ihre Familiengeschichte erforschen, häufig Gast im öffentlichen Archiv oder auf den digital zur Verfügung gestellten Seiten. Das diesjährige Motto ‚Alte Heimat – Neue Heimat‘ ist höchst aktuell und in unseren Magazinräumen mit rund. 900 laufenden Metern Unterlagen sind zahlreiche Zeugnisse über Migration, Flucht, Ankommen und Heimat in Oberursel zu finden.“

Das Stadtarchiv Oberursel verwahrt Akten und Dokumente aus 700 Jahren Stadtgeschichte wie auch Fotografien, Postkarten, Stadtpläne, Zeitungsausschnitte und vieles mehr. Es verwahrt Unterlagen zur Geschichte der Stadt Oberursel und der eingemeindeten Orte Bommersheim (1929), Oberstedten (1972), Stierstadt (1972) und Weißkirchen (1972) Die ältesten Unterlagen stammen aus dem 14. Jahrhundert.

Besucherinnen und Besucher erwartet ein Einblick in ausgewählte Originaldokumente, die die Aufgabe von Stadtarchiven dokumentieren. Die Geschichte von Migration, Wandel und Identität in unserer Region wird am Beispiel der Heimatvertriebenen thematisiert, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs ihren Weg nach Hessen und Oberursel gefunden haben. In Stierstadt gründete eine Gruppe sudetendeutscher Glasfachleute eine Glashütte, aus der die Hessen-Glaswerke GmbH hervorgingen. Die Veranstaltung wird mitgestaltet von Udo Dönch, Enkel des Firmenmitgründers Otto Fischer und Fachmann für den Werkstoff Glas, der über die Firmengeschichte erzählt und für Fragen zur Verfügung steht. Die ausgestellten Archivalien können bis 17 Uhr angesehen werden. Stadtarchivarin Sylvia Goldhammer steht für Fragen zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch können aus Platzgründen nur 15 bis 20 Personen teilnehmen. Kommen Sie daher rechtzeitig, wir freuen uns auf Ihren Besuch! Bei größerer Nachfrage wird eine zweite Führung zu einem späteren Zeitpunkt angeboten.


Samstag, 07.03., 14 bis 17 Uhr

Führung: 14 bis circa 15 Uhr mit Sylvia Goldhammer M. A. und Udo Dönch

Kontakt: stadtarchiv@oberursel.de

Informationen: https://www.oberursel.de/stadtarchiv

 


Antje Runge

Bürgermeisterin