Wohnbauflächen Marxstraße: Stadt Oberursel schafft Wohnraum und stärkt die Finanzierung des Gefahrenabwehrzentrums


Die Stadt Oberursel (Taunus) treibt die Entwicklung der städtischen Grundstücksflächen in der Marxstraße 24 bis 30 voran. Mit der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Nr. 265 „Entwicklung Wohnbaufläche Marxstraße“ werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um auf diesen Flächen künftig Wohnraum zu entwickeln und die Grundstücke zu vermarkten. Die Erlöse sollen zur Finanzierung des Gefahrenabwehrzentrums (GAZ) beitragen.

„Das Gefahrenabwehrzentrum ist ein für die Sicherheit unserer Stadt unverzichtbares Zukunftsprojekt“, erklärt Bürgermeisterin Antje Runge und ergänzt: „Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es entscheidend, dass wir solide wirtschaften. Indem wir städtische Grundstücke verantwortungsvoll entwickeln und vermarkten, schaffen wir nicht nur Wohnraum, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Gegenfinanzierung für Aufgaben der kommunalen Daseinsfürsorge. Bei allen potenziellen Zielkonflikten gilt dabei: Die Sicherheit der Oberurseler Bevölkerung hat Priorität.“

Entwicklung städtischer Flächen in der Marxstraße

Bei den Flächen handelt es sich um Grundstücke im Eigentum der Stadt Oberursel mit einer Gesamtgröße von rund 1,9 Hektar. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens sollen die bisherigen planungsrechtlichen Festsetzungen angepasst werden, um die Entwicklung von Wohnbauflächen zu ermöglichen. Effektiv stehen dabei rund 12.000 Quadratmeter für Wohnbebauung zur Verfügung.

Ziel des Verfahrens ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen und dabei städtebauliche, verkehrliche sowie umweltbezogene Belange zu berücksichtigen. Dazu zählen unter anderem der Erhalt und die Neuordnung von Fußwegeverbindungen, die Berücksichtigung des Urselbachs und die Schaffung von Ersatzretentionsräumen im Zusammenhang mit dem dortigen Überschwemmungsgebiet.

Erlöse für das Gefahrenabwehrzentrum (GAZ)

Ein zentraler Aspekt der Flächenentwicklung ist die finanzielle Verknüpfung mit dem Gefahrenabwehrzentrum. Für den Neubau der Feuerwehr Oberursel-Mitte und des Gefahrenabwehrzentrums an der Lahnstraße wurde bereits Baurecht geschaffen; der Bau hat im Jahr 2025 begonnen. Ergänzend entsteht für die Rettungswache Oberursel ein neuer Standort im Bereich Hammergarten, der dieses Jahr noch bezogen wird.

Weiteres Verfahren

In der Sitzung des Bau-, Umwelt und Klimaausschusses (BUKA) am 21. Januar 2026 wurde mehrheitlich beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, die Vorlage zu beschließen.

Mit der aktuellen Beschlussvorlage wird die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens beschlossen und der Magistrat beauftragt, einen Vorentwurf zu erarbeiten. Über die weiteren Schritte entscheiden die politischen Gremien im Rahmen des laufenden Verfahrens.

 

Antje Runge

Bürgermeisterin