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Königlicher Besuch
Goldene Kronen, bunte Umhänge und Kreide in der Hand: Als die Sternsinger am Dienstag durch das Oberurseler Rathaus ziehen, wird es kurz still im Haus der Verwaltung. Kinder und Jugendliche aus den Kirchengemeinden St. Ursula sowie St. Aureus und Justina sind als „Heilige Drei Könige“ unterwegs, singen Lieder und schreiben den traditionellen Segensspruch „20 C+M+B 26“ – „Christus mansionem benedicat“, „Christus segne dieses Haus“ – an eine Tür der Stadtverwaltung.
Bürgermeisterin Antje Runge hat auch in diesem Jahr die Sternsinger im Rathaus empfangen und zeigt sich beeindruckt von ihrem Einsatz: „Die Sternsinger erinnern uns daran, wie wichtig Zusammenhalt, Mitmenschlichkeit und Solidarität sind – gerade in Zeiten, die für viele Menschen herausfordernd sind. Ich freue mich sehr, dass sie mit ihrem Segen auch in diesem Jahr Station im Rathaus machen und ein Zeichen für Hoffnung und Frieden setzen.“
Starker Einsatz für Kinderrechte auf Schutz und Bildung
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht bundesweit unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Im Mittelpunkt steht der Einsatz gegen ausbeuterische Kinderarbeit und für das Recht auf Bildung. Schwerpunktland ist in diesem Jahr Bangladesch: Dort müssen nach Schätzungen rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, etwa 1,1 Millionen von ihnen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Partnerorganisationen des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ setzen sich vor Ort dafür ein, Kinder aus solchen Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
„Euer Besuch ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes – er bringt nicht nur den Segen nach Oberursel, sondern auch Hoffnung, Freude und ein starkes Zeichen der Solidarität. Als Sternsinger seid ihr unterwegs im Namen der Heiligen Drei Könige. Ihr zieht von Haus zu Haus, singt und sammelt Spenden für Kinder in Not auf der ganzen Welt, in diesem Jahr für Kinder in Bangladesch. Mit eurem Einsatz gegen Kinderarbeit zeigt ihr eindrucksvoll, dass auch junge Menschen Verantwortung übernehmen und mit kleinen Taten Großes bewirken können. Euer Einsatz verdient höchsten Respekt. Bei Wind und Wetter unterwegs zu sein, Zeit zu schenken und sich für andere einzusetzen, ist alles andere als selbstverständlich. Ihr macht deutlich, dass Nächstenliebe, Mitgefühl und Zusammenhalt Werte sind, die unsere Gesellschaft dringend braucht“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.
Sichtbares Zeichen der Verbundenheit

Bundesweit sind rund um den Jahreswechsel wieder mehr als 300.000 Mädchen und Jungen als Sternsinger unterwegs. Sie bringen den Segen in Häuser und Wohnungen, schreiben das Segenszeichen „20 C+M+B 26“ an die Türen und sammeln Spenden für Kinderhilfsprojekte in rund 90 Ländern weltweit. Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder: Seit ihrem Start im Jahr 1959 sind über 1,4 Milliarden Euro an Spenden zusammengekommen. Getragen wird die Aktion vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Auch in Oberursel besuchen die Sternsinger rund um das Dreikönigsfest Haushalte, Einrichtungen und Institutionen und bringen den Segen „Christus segne dieses Haus“. Der Besuch im Rathaus ist dabei ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen Kirchengemeinden, jungen Menschen und der Stadt.
„Im Namen des gesamten Magistrats danke ich euch von Herzen für euer Engagement. Danke auch allen Eltern, Betreuerinnen und Betreuern sowie den Kirchengemeinden, die diese Aktion Jahr für Jahr ermöglichen“, so Bürgermeisterin Runge. „Ich wünsche euch weiterhin viel Freude, offene Türen und freundliche Begegnungen auf eurem Weg. Möge der Segen, den ihr bringt, auch euch begleiten.“
Antje Runge
Bürgermeisterin
Fotos Copyright: Stadt Oberursel
Bild 1: Gruppenfoto mit Bürgermeisterin Antje Runge (ganz links) und den Sternsingern aus St. Ursula sowie St. Aureus und Justina vorm Rathaus.
Bild 2: Die Sternsinger haben den Segen ins Oberurseler Rathaus gebracht – hier beim Anbringen des Segensspruchs „20 C+M+B 26“ am Rathauseingang.
