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Stadtführungen im April: Altstadt, Kelten und Camp King
Am Samstag, 4. April, lernen Sie auf einem geführten Rundgang ab 14 Uhr die Altstadt kennen. Egal, ob Sie neu in Oberursel sind oder schon lange hier leben: Die spannende Führung mit viel Wissenswertem vom Mittelalter bis zur Neuzeit lohnt sich! Treffpunkt ist am Vortaunusmuseum, Marktplatz 1, in Oberursel. Die Kosten betragen fünf Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zur ersten Führung in diesem Jahr unter dem Motto „Das keltische Leben am Fuße des Feldbergs“ sind Interessierte auf den Keltenrundwanderweg am Samstag, 11. April, ab 14 Uhr, eingeladen. Start ist am Haupteingang des Taunus-Informations-Zentrums an der Hohemark. Die Führung dauert bis circa 17 Uhr, für die Teilnahme wird gutes Schuhwerk empfohlen. Die Kosten betragen sieben Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führungen werden monatlich bis einschließlich Oktober angeboten.
Zur Führung „Camp King“ sind Sie am Samstag, 25. April, eingeladen. Jürgen Friedrich berichtet ab 14 Uhr über die Geschichte des Geländes im Oberurseler Norden. Treffpunkt ist am Kinderhaus im Jean-Sauer-Weg, die Kosten betragen fünf Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das ehemalige Camp King ist ein Erinnerungsort, der durch seine unterschiedliche Nutzung in den Jahren 1933 bis 1993 die Geschichte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Als Siedlungshof 1933 bis 1945 gegründet, wurde das ehemalige Camp King während des zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangenenlager für alliierte Flieger Dulag, Durchgangslager (Luft) und Auswertestelle West 1939 bis 1945 genutzt. Nach Kriegsende wurde das Gelände von den US-amerikanischen Streitkräften unterschiedlichen Nutzungen zugeführt, unter anderem als US-Army Interrogation Center 1945 bis 1949, European Command Intelligence Center 1945 bis 1968 und Verkehrsmanagement der US-Forces in Western Europe 1968 bis 1993. Nach dem Abzug der Amerikaner im Jahr 1993 wurde das Gelände wieder Teil von Oberursel, so dass ab 1998 die heute existierende Wohnsiedlung entstanden ist, in der die Vergangenheit noch an vielen Punkten zu sehen und zu spüren ist. Weitere Informationen zum Camp King gibt es unter www.campkingoberursel.de.
Am Sonntag, 26. April, bietet die Historikerin Angelika Rieber um 14.30 Uhr die Stadtführung „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Oberursel“ an. Der Stadtrundgang informiert über die Geschichte der jüdischen Gemeinde und die Schicksale von Familien, die bis zu ihrer Flucht bzw. der Deportation in der Taunusstadt lebten. Zahlreiche Oberurseler jüdischer Herkunft konnten das Ende der Naziherrschaft und des Zweiten Weltkriegs nicht mehr erleben. Sie wurden Opfer der Shoa. Der Stadtrundgang erinnert sowohl an die Integration jüdischer Nachbarn in das Leben der Stadt als auch an die Diskriminierung und Verfolgung während der NS-Zeit und die Befreiung vom Nationalsozialismus.
Der Rundgang führt zu verschiedenen Erinnerungsorten in der Oberurseler Innenstadt. Das Opferdenkmal am Hospitalplatz nennt die Namen der Opfer der Shoa, der politischen Verfolgung und der NS-Euthanasie. Seit 2022 erinnern Stolpersteine sichtbar vor den Häusern, in denen die Opfer gelebt haben, an die Menschen, die von Oberursel aus in die Vernichtungslager und Tötungsanstalten verschleppt, in Gefängniszellen zu Tode kamen oder in ihrer Verzweiflung Suizid begangen haben. Für die Nachfahren der Verfolgten haben solche Erinnerungsorte eine große Bedeutung, denn sie weisen uns sowohl auf das Miteinander vor und teilweise auch während der NS-Zeit hin, auf die Schicksale der Opfer, aber auch auf das Überleben derjenigen, die ins Ausland fliehen konnten.
Start ist am St. Ursula-Brunnen auf dem Marktplatz, Dauer ca. 90 Minuten, die Kosten betragen fünf Euro. Die Führung ist eine Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus
Informationen zu den Stadtführungen und den touristischen Angeboten der Stadt Oberursel gibt es in der Tourist-Information im Vortaunusmuseum unter Tel. 06171 502 232 oder per E-Mail unter tourismus@oberursel.de sowie unter www.oberursel.de.
Antje Runge
Bürgermeisterin
