Stadt Oberursel verlängert die künftigen Betriebszeiten der Stadtbuslinie 42


Die Stadtverordnetenversammlung hat am 3. September 2026 beschlossen, den Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) mit der Verlängerung der Betriebszeiten auf der Linie 42 zu beauftragen. Die zusätzlichen Fahrten sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt steht das Abendangebot: Wer in der Innenstadt arbeitet, einkauft, einen Termin wahrnimmt oder seine Freizeit verbringt, soll künftig länger ohne eigenes Auto mobil bleiben. Zugleich ist die Innenstadt aus Stierstadt und dem Norden der Stadt auch zu späterer Stunde besser erreichbar.

„Mit der Verlängerung der Betriebszeiten auf der Linie 42 verbessern wir die Mobilität dort, wo sie bislang an ihre Grenzen stößt – in den Abendstunden. Davon profitieren besonders Pendlerinnen und Pendler, ältere Menschen, Jugendliche und Familien ohne eigenes Auto. Ich freue mich, dass dank des guten Vergabeergebnisses zusätzliche Angebote geschaffen werden, ohne den bestehenden Finanzierungsrahmen zu überschreiten“, sagt Bürgermeisterin Antje Runge.

Länger zwischen Innenstadt und Stadtteilen unterwegs

Die längeren Betriebszeiten stärken die Verbindung in beide Richtungen: Stierstadt und Oberursel-Nord sind abends länger an die Innenstadt angebunden, zugleich können Fahrgäste von dort länger in Richtung Innenstadt fahren. Das erleichtert Arbeits-, Alltags- und Freizeitwege und verbessert die eigenständige Mobilität insbesondere für Menschen ohne Auto.

Bessere Anschlüsse am Bahnhof Stierstadt

Von den zusätzlichen Abendfahrten profitiert auch die Verknüpfung mit der S-Bahn. Im künftigen Stadtbusverkehr sind am Bahnhof Stierstadt fahrplanmäßige Umstiege auf die S-Bahn von und nach Frankfurt vorgesehen. Die längere Bedienung der Linie 42 stärkt diese Verbindung und macht Reiseketten in den Abendstunden verlässlicher.

Zusatzangebot bleibt im vorgesehenen Finanzierungsrahmen

Die Verlängerung der Betriebszeiten ist eine freiwillige Zusatzleistung der Stadt. Möglich wird sie durch das positive Ergebnis der Vergabe des Stadtbusverkehrs ab 1. Januar 2027. Für die zusätzlichen Abendfahrten werden anfänglich rund 35.000 Euro pro Jahr prognostiziert; der bislang vorgesehene Finanzierungsrahmen von rund 400.000 Euro jährlich wird damit nach aktuellem Stand nicht überschritten.

Eine entsprechende Vorlage wurde am 3. September 2026 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Bei der Betriebszeitenverlängerung handelt es sich um eine freiwillige zusätzliche Leistung der Stadt. Die verkehrliche Grundversorgung ist auch ohne die Erweiterung grundsätzlich über den VHT sichergestellt. Die zusätzlichen Fahrten sollen das bestehende Angebot jedoch qualitativ verbessern und die eigenständige Mobilität vieler Bürgerinnen und Bürger erleichtern.

 

Antje Runge

Bürgermeisterin