Gemeinsam für eine lebendige Innenstadt: „heimat shoppen“ macht Station in Oberursel


Im Rahmen ihrer diesjährigen Kreisbereisung zur Initiative „heimat shoppen“ besuchte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main am Donnerstag, 3. September, die Oberurseler Innenstadt. Gastgeberin des Austauschs war Susanne Schneider von der Brinkmann Pflegevermittlung, die in diesem Jahr zugleich das zehnjährige Bestehen ihres Unternehmens feiert. Schneider engagiert sich außerdem als Säulensprecherin bei fokus O. für die Interessen der örtlichen Gewerbetreibenden.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die Zukunft der Innenstadt, die Bedeutung des lokalen Einkaufens und die enge Zusammenarbeit zwischen der IHK Frankfurt, der Stadt Oberursel, dem Citymanagement und dem Gewerbeverein fokus O. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Gewerbe diskutierten darüber, wie Oberursel als Einkaufs-, Dienstleistungs- und Erlebnisstandort weiter gestärkt werden kann.

„Wer vor Ort einkauft, die Gastronomie besucht oder Dienstleistungen in Anspruch nimmt, stärkt unmittelbar die lokale Wirtschaft und investiert damit in die Lebensqualität der eigenen Stadt. Oberursel zeigt, was möglich ist, wenn Stadt, Citymanagement und Gewerbeverein eng und verlässlich zusammenarbeiten. Gute Erreichbarkeit, eine hohe Aufenthaltsqualität und ein vielfältiges, hochwertiges Angebot sind die Grundlage für lebendige Innenstädte“, betonte Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main.

Die bundesweite Initiative „heimat shoppen“ macht darauf aufmerksam, welchen Beitrag der lokale Einzelhandel, die Gastronomie und die innerstädtischen Dienstleistungsbetriebe für attraktive und lebenswerte Stadtzentren leisten. Kurze Wege, persönliche Beratung und individuelle Einkaufserlebnisse sind Stärken, die der Onlinehandel nicht ersetzen kann. Gleichzeitig entscheiden die Kundinnen und Kunden mit ihrem Verhalten mit darüber, welche Geschäfte und Angebote in ihrer Stadt eine Zukunft haben.


Stabile Innenstadt und erfolgreiche Neuansiedlungen

Oberursel verfügt über eine stabile Innenstadtstruktur. Bei frei werdenden Gewerbeflächen handelt es sich überwiegend um Übergangsphasen zwischen unterschiedlichen Nutzungen und nicht um strukturellen Leerstand. Auch 2026 ist es gelungen, neue und vielfältige Angebote für die Innenstadt zu gewinnen. Dazu zählen Imagine – Schallplatten und mehr, Liebelei – Café und Feinkost, Vita Mia No. 26, Knotenpunkt, Baia Pilates, Caritas FAIRKAUF, bb.q Chicken und die Ariana Brunch Lounge.

„Eine lebendige Innenstadt ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Stadt schafft gute Rahmenbedingungen und sorgt für einen attraktiven öffentlichen Raum. Die Gewerbetreibenden überzeugen mit Qualität, besonderen Sortimenten, persönlichem Service und guten gastronomischen oder dienstleistungsbezogenen Angeboten. Entscheidend ist aber ebenso, dass die Menschen diese Angebote annehmen, in die Innenstadt kommen und bewusst vor Ort einkaufen“, erklärte Bürgermeisterin Antje Runge.

Die Stadt habe ein großes Interesse daran, bestehende Unternehmen zu unterstützen und weitere attraktive Betriebe für Oberursel zu gewinnen. Dabei gehe es nicht allein um die Belegung von Flächen, sondern vor allem um die Qualität und Vielfalt des Angebots.

Runge weiter: „Unsere Innenstadt soll mehr sein als ein Ort zum Einkaufen. Sie soll Raum für Begegnung, Austausch, Kultur, Gastronomie und gemeinsames Erleben bieten. Eine hohe Aufenthaltsqualität lädt Menschen dazu ein, länger in der Stadt zu bleiben und immer wiederzukommen. Davon profitieren der Handel, die Gastronomie, die Dienstleistungsbetriebe und letztlich die gesamte Stadtgesellschaft.“


Direkter Austausch mit den Gewerbetreibenden

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit des städtischen Citymanagements mit den Gewerbetreibenden und fokus O. Der kontinuierliche Austausch ermöglicht es, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen zu entwickeln und konkrete Verbesserungen für die Innenstadt anzustoßen. Die Kooperation mit der IHK Frankfurt erweitert dieses Netzwerk um fachliche Beratung, überregionale Erfahrungen und Kampagnen wie „heimat shoppen“.

„Als Unternehmerin erlebe ich täglich, wie wichtig persönliche Kontakte, Verlässlichkeit und ein starkes Netzwerk sind. fokus O., das Citymanagement und die IHK geben den vielen einzelnen Betrieben eine gemeinsame Stimme und schaffen zusätzliche Sichtbarkeit. Ich freue mich sehr, die Kreisbereisung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Brinkmann Pflegevermittlung bei uns begrüßen zu dürfen. Das Jubiläum zeigt zugleich, dass sich unternehmerisches Engagement und eine langfristige Verwurzelung in Oberursel lohnen“, sagte Gastgeberin und Säulensprecherin Susanne Schneider.


Stadt investiert weiter in ihr Zentrum

Die Stadt Oberursel arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihres Stadtzentrums. Sie nutzt dafür erfolgreich Fördermöglichkeiten wie das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ und die Städtebauförderung auf Grundlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Aktuell wird zudem ein neues Innenstadt- und Einzelhandelskonzept erarbeitet. Es soll die Grundlage für die weitere strategische Entwicklung des Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsstandorts bilden.

Zur Belebung der Innenstadt trägt auch der Altstadtmarkt bei, der von März bis Oktober regelmäßig Besucherinnen und Besucher anzieht und Handel, Gastronomie, regionale Angebote und Begegnung miteinander verbindet.

Darüber hinaus möchte Oberursel sein touristisches Profil weiter schärfen. Als Tor zum Taunus und Stadt mit historischer Altstadt, vielfältigen Veranstaltungen und attraktiven Freizeitangeboten bietet Oberursel gute Voraussetzungen, Tourismus und lokalen Handel noch stärker miteinander zu verknüpfen. Gäste und Tagestouristen sollen künftig noch gezielter auf die Einkaufs-, Gastronomie- und Dienstleistungsangebote der Stadt aufmerksam gemacht werden.

„Unser Ziel ist es, Oberursel sowohl für die eigene Bevölkerung als auch für Gäste als attraktive Einkaufs- und Erlebnisstadt weiterzuentwickeln“, fasste Bürgermeisterin Runge zusammen. „Dafür brauchen wir eine gute Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln, eine hohe Aufenthaltsqualität, engagierte Gewerbetreibende und Kundinnen und Kunden, die ihre Innenstadt aktiv nutzen.“


Hintergrund: „heimat shoppen“

Mit der Initiative „heimat shoppen“ stärken die Industrie- und Handelskammern deutschlandweit den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und die Dienstleistungsunternehmen. Die Kampagne zeigt, dass Einkaufen vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze sichert, die kommunale Wirtschaft stärkt und zum Erhalt lebenswerter Stadt- und Ortszentren beiträgt.

Das bundesweite Aktionswochenende findet 2026 am 11. und 12. September statt. Hessenweit beteiligen sich mehr als 120 Kommunen, davon 16 Städte und Gemeinden aus dem Bezirk der IHK Frankfurt am Main.


Antje Runge

Bürgermeisterin


Das Foto (Quelle: Stadt Oberursel) zeigt Bürgermeisterin Antje Runge (rechts) mit Susanne Schneider, Brinkmann Pflegevermittlung (links) und Ulrich Caspar, Präsident IHK Frankfurt am Main (Mitte).