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Delegation aus Épinay-sur-Seine zu Gast in Oberursel
Vom 31. Juli bis 02. August 2026 war eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Épinay-sur-Seine zu einem offiziellen Besuch nach Oberursel (Taunus) eingeladen. Unter Führung der frisch gewählten Stadträtin für Internationale Beziehungen, Christelle Anya, kamen die beiden französischen Stadträtinnen Sonia Badene und Zaynab Bakarat in die Brunnenstadt. Begleitet wurden sie außerdem von der Verantwortlichen für Internationale Beziehungen aus der Verwaltung, Anne-Marie Luaki.
Bürgermeisterin Antje Runge begrüßte die Delegation und betonte: „Die Städtepartnerschaft mit Épinay-sur-Seine ist auch nach 62 Jahren sehr lebendig, Begegnungen auf Vereins- und Verwaltungsebene wie auch zahlreiche Schulaustausche sind ein Zeichen der gelebten Freundschaft.“
Die Delegation absolvierte ein abwechslungsreiches Programm, das nicht nur aus dem Besuch des Rheingauer Weinfestes bestand, sondern vor allem verschiedene fachliche Austausche beinhaltete. Begleitetet wurde die Delegation von Vertreterinnen und Vertretern des Magistrats und des Oberurseler Städtepartnerschaftsvereins VFOS.
Nach einer Stadtführung durch ehrenamtlichen Stadtrat Dietrich Andernacht mit Turmbesteigung von St. Ursula, erläuterte die Leiterin Maria Hergenreder das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Stadtbücherei, das besonders auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist. Besonders beeindruckt zeigten sich die französischen Gäste von den vielfältigen digitalen Angeboten, die verdeutlichen, dass die Bücherei weit mehr ist als ein Ort, an dem Bücher ausgeliehen werden können. Das Spektrum reicht über kleine Roboter zum Programmieren bis hin zum geplanten ‚Maker Room‘. Dieser befindet sich derzeit noch im Aufbau und soll künftig Raum bieten, um verschiedene kreative und digitale Techniken auszuprobieren.
Danach ging es zur Eröffnung der Oberurseler Feyerey, dem beliebten Mittelaltermarkt, der zum 16. Mal vom Ursellis Historica e.V. veranstaltet wurde. Die Gäste aus Frankreich dachten sogleich darüber nach, ob ein ähnliches Fest in Épinay-sur-Seine umsetzbar wäre. Nach einem Rundgang über das Festgelände ging es in die Portstrasse Jugend & Kultur, wo zusammen mit Stadtrat Andreas Bernhardt ein Treffen mit Mitgliedern des Oberurseler Jugendrates stattfand. Anne Höllein, die Leiterin der Portstrasse Jugend & Kultur, zeigte zuerst die Räumlichkeiten und erklärte die Angebote der offenen Jugendarbeit. Danach berichtete die für Jugend zuständige Stadträtin in Épinay-sur-Seine, Zaynab Bakarat, über ihre Projekte. Einig waren sich die Beteiligten in der Bedeutung der Teilhabe von jungen Menschen in den demokratischen Prozessen einer Stadt. Maksym Suray und Leonard und Christoph Wider erzählten von ihren Projekten aus dem Jugendrat. Am Ende dieses Austausches war man sich einig, dass sich die Jugendräte aus Oberursel und Épinay-sur-Seine noch näher kennenlernen wollen, um voneinander zu lernen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.
Abgerundet wurde der Tag durch den Besuch des „Orscheler Sommers“, wo die französischen Gäste begeistert zu Klängen der „Notte Italiana“ tanzten. Das vielfältige Programm des „Orscheler Sommers“ und somit eines wichtigen Teils des kulturellen Lebens in Oberursel wurde am nächsten Tag mit dem Latin-Frühschoppen im Rushmoor Park fortgesetzt. Gleich nebenan ging es dann zur 125-Jahr-Feier des TC Oberursel, so dass die Gäste auch einen Eindruck von der langen Tradition der Sportvereine erhielten. Der Besuch endete im Kommunikationszentrum Altstadt, wo ihnen der Geschäftsbereichsleiter Kultur und Gesellschaft, Martin Krebs, das Konzept des Kulturcafés erläuterte.
Die nächste Begegnung ist geplant vom 20. bis 22. November. Dann kommen Musizierende des Conservatoire d’Epinay und Arcana (Musikschulen in Epinay) zu einem gemeinsamen Konzert mit der Oberurseler Musikschule am 21. November in der Stadthalle nach Oberursel.
Antje Runge
Bürgermeisterin
