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Mehr Sichtbarkeit für Radverkehr Kurmainzer Straße


Radpiktogramme zwischen Weißkirchener Straße und Am Schmidtstock wurden markiert  

In der Kurmainzer Straße ist der Radverkehr sichtbarer geworden. Im Abschnitt zwischen der Weißkirchener Straße und der Straße Am Schmidtstock wurden beidseitig Radpiktogramme auf der Fahrbahn markiert. Damit hat die Stadt Oberursel eine Maßnahme umgesetzt, die den Radverkehr stärker im Straßenraum hervorhebt und zugleich das Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden unterstützt. 

Der betreffende Abschnitt war sowohl im Radverkehrskonzept der Stadt Oberursel als auch im Konzept des Hochtaunuskreises untersucht worden. Im weiteren Verfahren wurde die Situation fachlich bewertet und mit Verkehrsplanungsbüros sowie dem ADFC erörtert. Ergebnis war eine Lösung, die den örtlichen Gegebenheiten Rechnung trägt und zugleich ein klares Signal für mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr setzt.

 „Öffentlicher Raum ist begrenzt – und gerade deshalb müssen wir ihn so gestalten, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse möglichst gut miteinander in Einklang gebracht werden“, sagt Bürgermeisterin Antje Runge. „Radfahrerinnen und Radfahrer, Autofahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Anliegerinnen und Anlieger nutzen denselben Verkehrsraum. Die Piktogramme in der Kurmainzer Straße machen deutlich: Radverkehr gehört sichtbar dazu. Sie sind ein pragmatischer Beitrag zu einer fairen Aufteilung des Straßenraums und zu einem respektvollen Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden.“

 Pragmatische Lösung unter Berücksichtigung der örtlichen Situation

 Auf die Einrichtung von Schutzstreifen wurde in diesem Abschnitt bewusst verzichtet. Nach fachlicher Bewertung hätten sie unter den gegebenen Bedingungen keine zusätzliche Sicherheit gebracht. Stattdessen machen die Radpiktogramme den Radverkehr im Straßenraum deutlich erkennbar, ohne die bestehende Verkehrssituation unnötig zu verengen oder andere Nutzungen zu verdrängen.

 Ein weiterer Vorteil der gewählten Lösung: Die vorhandenen Parkmöglichkeiten konnten erhalten bleiben. Damit verbindet die Maßnahme mehrere Anforderungen miteinander. Die Präsenz des Radverkehrs wurde gestärkt, die Aufmerksamkeit im Straßenraum erhöht und zugleich die Alltagssituation für Anliegerinnen, Anlieger und weitere Verkehrsteilnehmende berücksichtigt.

 Das Vorhaben war zuvor im Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss sowie im Ortsbeirat Weißkirchen behandelt und dort positiv bewertet worden. Mit der Markierung der Radpiktogramme hat Oberursel einen weiteren Baustein zur Förderung des Radverkehrs umgesetzt – praxisnah, ausgewogen und orientiert an den konkreten Bedingungen vor Ort.

  

Antje Runge

Bürgermeisterin