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Stadt Oberursel stärkt durch Mitgliedschaft bei regionalen Energiegenossenschaften Umstieg auf regenerative Energien vor Ort
Die Stadt Oberursel macht Tempo im Bereich Klimaschutz und unterstützt genossenschaftliche Energieprojekte in der Region. Diese projektieren und finanzieren Photovoltaikanlagen. Mit einer symbolischen Einlage von jeweils 500 Euro tritt die Stadt den beiden Energiegenossenschaften „Bürgerenergie Hochtaunus“ und „Neue Energie Taunus eG“ bei.
„Klimaschutz hat für Oberursel höchste Priorität. Der Ausbau erneuerbarer Energien gelingt nur gemeinsam – als Gemeinschaft von Kommune, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürgern. Energiegenossenschaften bieten als starke Partner eine zentrale Beteiligungsmöglichkeit für all jene, die nicht selbst im Eigenheim in die Energiewende investieren können. Sie stärken sowohl die Akzeptanz der Zivilgesellschaft wie auch die lokale Wertschöpfung“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.
Bürgerenergiegenossenschaft
Die Neue Energie Taunus eG mit Sitz in Oberursel wurde bereits im Jahr 2011 von der Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH und der Raiffeisenbank im Taunus eG gegründet. Sie bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an nachhaltigen Energieprojekten zu beteiligen. Dazu zählen unter anderem Solaranlagen auf Dächern in Oberursel sowie Beteiligungen an größeren Windkraft- und Freiflächenanlagen. Die Genossenschaft leistet damit einen konkreten Beitrag zur CO₂-Vermeidung und zur ökologischen Transformation der Energieerzeugung.
Die Bürgerenergie Hochtaunus, aktiv seit dem Jahr 2023, engagiert sich im gesamten Hochtaunuskreis für den Ausbau regionaler erneuerbarer Energien. Im Mittelpunkt stehen größere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen und privaten Gebäuden, Freiflächenanlagen, eine Bürgersolarberatung sowie Beteiligungen an Windkraftprojekten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Regionalität und lokaler Wertschöpfung. Mit dem Beitritt unterstreicht die Stadt Oberursel ihr Ziel, eine zukunftsfähige Energieversorgung aktiv mitzugestalten – solidarisch, nachhaltig und bürgernah.
Schneller Ausbau der Photovoltaik mit starken Partnern
Neben der Unterstützung regionaler Energiegenossenschaften setzt die Stadt Oberursel auch auf den konsequenten Ausbau von Photovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden. Dazu lädt Bürgermeisterin Antje Runge regelmäßig zu Planungstreffen ein. Der gesamte städtische Gebäudebestand, 54 Dächer, wurde auf sein Potential hin bewertet und die Eignungsliste wird sukzessive abgearbeitet, indem die Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH (SWO) derzeit PV-Anlagen auf den Liegenschaften des BSO (Bau & Service Oberursel) errichten. Bis Ende 2025 werden neun geeignete Dächer mit Photovoltaik mit einer Leistung von insgesamt rund 290 kWp belegt sein. Zuletzt waren das im Jahr 2024 die Dächer der Kita Regenbogenland (29,40 kWp), der Feuerwehr Bommersheim (19,32 kWp) und des BSO-Betriebsgebäudes (37,48 kWp). Für 2026 ist die Errichtung von sechs Anlagen auf städtischen Liegenschaften geplant, um das kommunale Solarpotenzial weiter auszuschöpfen.
Ein weiterer Erfolg ist die Beteiligung Oberursels am bundesweiten „Wattbewerb“: Seit dem Jahr 2021 konnte die installierte PV-Leistung um deutliche 260 Prozent gesteigert werden – das entspricht dem 3,6-fachen des damaligen Niveaus. Aktuell liegt die installierte Leistung bei 292 Wattpeak (Wp) pro Einwohnerin und Einwohner – ein Spitzenwert im Vergleich zu vielen anderen Städten ähnlicher Größe.
Diese Entwicklung ist Ergebnis eines intensiven Zusammenspiels von Stadtverwaltung, BSO, SWO sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Energieberaterinnen und -berater der Stadt und der Lokalen Oberurseler Klimainitiative (LOK) leisten zusätzlich wichtige Aufklärungsarbeit. Oberursel zeigt konsequent, wie kommunaler Klimaschutz gelingt – konkret, kooperativ und mit messbarem Erfolg.
Antje Runge
Bürgermeisterin