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Freibad im TaunaBad – Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen


Damit Oberursel auch in Zukunft ein Freibad hat, muss jetzt gehandelt werden. Die Beckenanlage im TaunaBad ist seit 90 Jahren in Betrieb und hat das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Wird der Neubau nicht auf den Weg gebracht, droht die dauerhafte Schließung des Freibads. Stadt und Stadtwerke Oberursel bereiten den Neubau deshalb mit Nachdruck vor. Jetzt steht die politische Grundsatzentscheidung an. 

„Unser Freibad ist ein ganz besonderer Ort: ein Sommerbad im Grünen, in dem Kinder schwimmen lernen, Familien - auch die, die nicht vereisen können - ganze Ferientage verbringen und sich junge Menschen mit Freunden treffen. Gleichzeitig nutzen viele Oberurselerinnen und Oberurseler aller Generationen es zum regelmäßigen Schwimmen für Fitness und Gesundheit. Insbesondere Vereine bieten hier mit großem Ehrenamt ein umfangreiches Programm an und auch die DRLG nutzt das Bad. In Sommern mit immer mehr heißen Tagen ist ein Freibad zudem mit Wasser, Schatten und Grün weit mehr als ein Freizeitangebot: Es ist ein Ort zum Abkühlen und Durchatmen für alle, den wir für die nächsten Generationen erhalten wollen“, betont Bürgermeisterin Antje Runge. 

Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich

Die bestehende Beckenanlage stammt aus dem Jahr 1936. Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Sprungbecken sowie die zugehörige Technik haben ihre übliche Lebensdauer deutlich überschritten. Eine dauerhafte und wirtschaftlich vertretbare Instandsetzung ist nach Einschätzung der Stadtwerke Oberursel nicht mehr möglich. Ein Neubau ist daher der einzige Weg, den Freibadbetrieb in Oberursel langfristig zu sichern. 

Vereine beteiligt – Vorschlag: 25-Meter-Becken

Als ersten Schritt der Beteiligung haben die Stadt und die Stadtwerke die Hauptnutzer des Freibads einbezogen: Schwimm- und Wassersportvereine sowie die Schulsportkoordination haben ihre Anforderungen an den Neubau eingebracht. Zur Wahl stehen zwei Grundvarianten – ein Schwimmerbecken mit 25 oder mit 50 Metern Bahnlänge. Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage wird ein 25-Meter-Becken vorgeschlagen. Die Vereine halten eine 50-Meter-Bahn zwar für wünschenswert, aber nicht für zwingend erforderlich. 

Knapper Haushalt – Bund fördert mit 600.000 Euro

Ein Freibadneubau ist eine große Investition. Gerade bei einem knappen städtischen Haushalt müssen die Finanzmittel rechtzeitig geplant und die nötigen Beschlüsse gefasst werden. Für die Planung sind bereits 500.000 Euro im Haushalt eingestellt. Die Mittel sind noch gesperrt und sollen nach der politischen Grundsatzentscheidung freigegeben werden, damit die Planungsleistungen ausgeschrieben und im Jahr 2027 vergeben werden können. 

Unterstützung kommt vom Bund: Aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ sind 600.000 Euro für den Freibadneubau vorgesehen. Voraussetzung für das weitere Förderverfahren ist, dass die Mittel für die gewählte Variante in der städtischen Finanzplanung berücksichtigt werden. Die Finanzierung insgesamt steht unter dem Genehmigungsvorbehalt des Hochtaunuskreises.

Entscheidung im Oktober und November – Bürgerbeteiligung 2027

Nach der Beratung im Magistrat und in den zuständigen Fachausschüssen befasst sich der Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss (HFDA) am Donnerstag, 29. Oktober 2026, mit dem Freibadneubau. Die Grundsatzentscheidung soll die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 19. November 2026, treffen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das neue Freibad ein 25- oder ein 50-Meter-Becken erhält. Zudem geht es um mögliche zusätzliche Angebote und die Freigabe der Planungsmittel. 

Mit dem Beschluss ist die Beteiligung nicht abgeschlossen: Im kommenden Jahr folgt eine öffentliche Beteiligung, in der sich die Bürgerinnen und Bürger in die weitere Planung des neuen Freibads einbringen können. 

„Jetzt ist der Moment, in dem wir handeln müssen. Wenn wir die Entscheidung aufschieben, riskieren wir, dass Oberursel sein Freibad verliert. Ich werbe deshalb dafür, den Neubau jetzt auf den Weg zu bringen – mit einer Lösung, die gute Bedingungen für Schulen, Vereine und Familien schafft und die wir uns als Stadt auch leisten können. Die Förderung des Bundes ist dafür ein wichtiges Signal. Mein Ziel ist es, die Zeit zwischen dem Ende der alten Anlage und der Eröffnung des neuen Freibads so kurz wie möglich zu halten“, erklärt Bürgermeisterin Antje Runge.

  

Antje Runge

Bürgermeisterin