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Oberursel bringt Zukunft der Innenstadt auf die Straße


Bürgermeisterin Antje Runge und Nassauische Heimstätte/ProjektStadt laden am 25. Juli zu Gesprächen über Weiterentwicklung des Stadtzentrums vor Ort ein

Mit der Aufnahme der Stadt Oberursel in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ von Bund und Land Hessen wurde im Jahr 2025 ein wichtiger Grundstein für die Weiterentwicklung der Oberurseler Innenstadt gelegt. Damit aus dieser Fördermöglichkeit konkrete Projekte entstehen können, braucht es nun einen gemeinsamen fachlichen Rahmen: ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz ISEK. Die Nassauische Heimstätte wurde im Juni 2026 von der Stadt Oberursel für die Entwicklung des ISEK beauftragt. 

Das ISEK beschreibt und bündelt, welche Ziele die Stadt für zentrale Bereiche des Stadtzentrums verfolgt, welche Maßnahmen dafür sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge Projekte in den kommenden Jahren vorbereitet und umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt stehen unter anderem öffentliche Räume und Freiflächen, Gebäude, Infrastruktur sowie eine klimaangepasste und ökologisch nachhaltige Entwicklung.

Es ist damit nicht nur ein Planungsinstrument, sondern auch die Grundlage, um Fördermittel gezielt einzusetzen und die Entwicklung des Stadtzentrums langfristig, nachvollziehbar und auch gemeinsam mit der Stadtgesellschaft zu gestalten.

 Direkt zu den Menschen

 Am Samstag, 25. Juli 2026, ist die Nassauische Heimstätte mit ihrer Marke ProjektStadt gemeinsam mit der Stadt Oberursel von 10 bis 14 Uhr an drei zentralen Orten in der Innenstadt vor Ort.

Mit einem mobilen Informationsangebot sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Hinweise, Erfahrungen und Ideen zur Weiterentwicklung des Stadtzentrums einzubringen. Auch Bürgermeisterin Antje Runge wird die Aktion begleiten und vor Ort für Gespräche zur Verfügung stehen.

 „Die Zukunft unserer Innenstadt entsteht nicht am Schreibtisch allein. Sie entsteht dort, wo Menschen leben, arbeiten, einkaufen, sich begegnen und ihre Stadt im Alltag erleben. Deshalb ist es uns wichtig, frühzeitig und niedrigschwellig mit den Oberurselerinnen und Oberurselern ins Gespräch zu kommen. Das ISEK gibt uns den fachlichen Rahmen, um die nächsten Jahre gut zu strukturieren. Entscheidend ist aber, dass wir die Perspektiven der Menschen aufnehmen, die unsere Innenstadt kennen und nutzen. Ihre Meinung ist gefragt“, sagt Bürgermeisterin Antje Runge.

 Drei Stationen mitten im Stadtzentrum

 Die mobile Aktion macht an drei zentralen Orten im Oberurseler Stadtzentrum Station: an der Adenauerallee (Höhe Eisdiele) in der Vorstadt/Ecke Kumeliusstraße sowie auf dem historischen Marktplatz während des Altstadtmarkts.

 Damit ist das Angebot bewusst an Stellen präsent, an denen viele Menschen im Alltag unterwegs sind oder sich am Wochenende in der Innenstadt aufhalten. Angesprochen sind Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie Gewerbetreibende, Besucherinnen und Besucher der Innenstadt, Familien, Jugendliche, ältere Menschen sowie alle, die das Zentrum regelmäßig nutzen oder sich für seine Entwicklung interessieren.

 Als Gesprächseinstieg dient ein Plan des Fördergebiets. Dort können Teilnehmende markieren, welche Orte ihnen gut gefallen, welche Bereiche sie kritisch sehen und welche Orte sich aus ihrer Sicht unbedingt weiterentwickeln sollten.

Ergänzend besteht die Möglichkeit, Hinweise und Anregungen auf Moderationskarten festzuhalten. Die Rückmeldungen werden anschließend dokumentiert, geordnet und in den weiteren Prozess eingebracht.

 Informationen digital abrufbar

 Ergänzend werden Informationen digital über die städtische Internetseite www.oberursel.de sowie über die digitale Bürgerbeteiligungsplattform www.oberursel-mitmachen.de zur Verfügung gestellt. So können sich auch Menschen informieren, die am 25. Juli nicht persönlich vor Ort sein können.

 „Die Oberurselerinnen und Oberurseler sind Expertinnen und Experten für ihre Innenstadt. Sie wissen, wo Aufenthaltsqualität entsteht, wo Wege funktionieren, wo Orte Potenzial haben und wo es Verbesserungsbedarf gibt. Dieses Wissen ist für den weiteren Prozess wertvoll und soll in die Zukunftsplanung einfließen“, betont Runge.

 Hintergrund: Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“

 Das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden dabei, Quartiere und Zentren zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Fördermittel können unter anderem dazu dienen, öffentliche Räume aufzuwerten, Freiflächen zu verbessern, Gebäude zu revitalisieren, Brachflächen neu zu nutzen und Infrastruktur an heutige und künftige Anforderungen anzupassen.

 Für Oberursel eröffnet das Programm die Möglichkeit, das Stadtzentrum über mehrere Jahre hinweg strategisch, nachhaltig und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft weiterzuentwickeln. Thematisch gehören hierzu unter anderem die Entwicklung des Rathausareals, die Gestaltung des Urselbachs und dessen Umfelds sowie an vielen Stellen die Einrichtung von Barrierefreiheit.

  

Antje Runge

Bürgermeisterin