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Beteiligungsprozess in Stierstadt gestartet


Veränderte Nutzung eröffnet Chance für ein gemeinsames Zukunftskonzept

 Eine lebendige Dorfgemeinschaft braucht Orte der Begegnung. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, sich austauschen, Vereine aktiv sind und Nachbarschaft gelebt wird. Gerade in Stierstadt prägen ein starkes Vereinsleben und großes ehrenamtliches Engagement das Miteinander.

Die veränderte Nutzung des städtischen Gebäudes des Kleintierzuchtvereins nimmt Bürgermeisterin Antje Runge nach einem Vororttermin und breiter Ansprache aus der Bevölkerung zum Anlass, gemeinsam mit den Menschen vor Ort die zukünftige Nutzung der Gemeinschaftsräume in Stierstadt neu zu betrachten.

 „Veränderungen bieten immer auch die Chance, gemeinsam Neues zu entwickeln. Es geht nicht nur um ein einzelnes Gebäude, sondern um die Frage, wie wir Begegnung, Vereinsleben und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Stierstadt langfristig stärken können. Das gelingt nur gemeinsam mit den Menschen, die den Stadtteil gestalten und mit Leben füllen“, erklärt Bürgermeisterin Antje Runge.

 Den Auftakt bildet eine bauliche Untersuchung des derzeit mindergenutzten Gebäudes des Kleintierzuchtvereins. Sie soll klären, welche Möglichkeiten einer baulichen Aufwertung oder eines Umbaus grundsätzlich bestehen. Erst auf dieser Grundlage können weitere Entscheidungen über die Zukunft des Gebäudes getroffen werden.

 Im Anschluss soll ein Beteiligungsprozess starten. Bürgermeisterin Runge wird hierzu Vertreterinnen und Vertreter der Vereine, des Vereinsrings, der Kirchengemeinden, des Ortsbeirats sowie weitere Akteurinnen und Akteure zu einem Runden Tisch einladen. Ziel ist es, gemeinsam den Bedarf für ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept für die Vereins- und Gemeinschaftsräume sowie den öffentlichen Raum in Stierstadt zu entwickeln.

 Dabei soll nicht nur das Gebäude des Kleintierzuchtvereins betrachtet werden. Vielmehr soll das gesamte Raumangebot – insbesondere rund um den Heinrich-Geibel-Platz als zentralem öffentlichen Ort in Stierstadt – in den Blick genommen werden. Ebenso soll diskutiert werden, wie dieser weiter gestärkt werden kann und ob zusätzliche Begegnungsorte benötigt werden.

„Räume müssen heute möglichst vielen Menschen offenstehen. Eine rein monofunktionale Nutzung wird den Bedürfnissen häufig nicht mehr gerecht. Wenn ein Verein neuer Nutzer wird, ist wichtig, dass auch andere Vereine in dem Nutzungskonzept Platz finden und Zeiten erhalten. Deshalb wollen wir gemeinsam überlegen, welche Räume bereits vorhanden sind, wie sie besser gemeinsam genutzt werden können und wo möglicherweise neue Angebote erforderlich sind“, so Runge.

 Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Fehlen bestimmte Räume für Vereine, Initiativen oder Bürgerinnen und Bürger? Können bestehende Räume durch Mehrfachnutzung besser ausgelastet werden? Welche Angebote fehlen für unterschiedliche Generationen? Und wie können neue Formen des nachbarschaftlichen Engagements unterstützt werden?

 Für die Bedarfsermittlung sind verschiedene Beteiligungsformate denkbar. Die Ergebnisse sollen in ein Gesamtkonzept für die zukünftige Nutzung des öffentlichen Raums in Stierstadt einfließen.

Ziel ist es, die vorhandenen Potenziale des Stadtteils zu nutzen, das ehrenamtliche Engagement zu stärken und attraktive Begegnungsorte für alle Generationen zu schaffen. Wo Räume nicht durch Vereine genutzt werden, sollen sie künftig noch stärker zum gesellschaftlichen Leben im Stadtteil beitragen.

 „Stierstadt lebt von seinen engagierten Menschen. Gemeinsam wollen wir die Weichen dafür stellen, dass die Gemeinschaftsräume auch künftig Orte der Begegnung, des Austauschs und des Miteinanders bleiben“, betont Bürgermeisterin Antje Runge.

  

Antje Runge

Bürgermeisterin