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Bahnhofsareal

Verkehrskonzept zum Bahnhofsareal

Straßenachse Nassauer Straße / Weingärtenumgehung / Gablonzer Straße - Planungsstand 30.11.2016


  • Die Historie

    Die Planungen für den Straßenanschluss der Nassauer Straße an die Weingärtenumgehung gehen zurück bis in die 70er Jahre. Damalige Pläne einer autobahnähnlichen Verbindung quer durch die Stadt konnten sich in der Bürgerschaft nicht durchsetzen und wurden von den Planungen eines 430 Meter langen Tunnels unter dem Bahnhofsvorplatz mit neuem Stadteingang an der Berliner Straße in den 90er Jahren abgelöst. 
    Mit über 40 Mio. Baukosten lautete das Urteil „nicht bezahlbar“ für diese Planung Anfang des 20. Jahrhunderts.

  • Die Planung

    Verkehrslösungen ohne Tunnel wurden in den Folgejahren entwickelt und intensiv in der Bürgerschaft diskutiert. 
    Kernstück der aktuellen Planung ist ein Einbahnstraßensystem, das ab der Feldbergstraße den stadtauswärtsfahrenden Verkehr nahe an die S-Bahngleise führt und erst nach der bestehenden Bebauung am Ende der Nassauer Straße den Schwenk auf die Drei Hasen Brücke macht. Der stadteinwärts fahrende Verkehr bleibt ab der Brücke auf der Nassauer Straße und nutzt deren vorhandene Infrastruktur bis zur Feldbergstraße, wo beide Fahrbahnen wieder zusammen finden.

  • Die Planung auf dem Prüfstand der 7 wichtigsten Kriterien

    2013 wurden die Verkehrslösungen rund um die Nassauer Straße intensiv mit Anwohner, Gewerbetreibenden, Vertretern der Schulen und Interessenverbänden (ADFC) diskutiert.
    Aus dieser Diskussion ergab sich ein Kriteriencluster, an dem sich die weiteren Planungen orientieren sollten:

  • 1 | Umwelt / Anwohner, Lärmminderung in allen Bereichen

    Das Einbahnstraßenpaar sorgt für eine Halbierung des Verkehrs auf der Nassauer Straße. Eine deutliche Minderung des Verkehrslärms ist die logische Folge. Zusätzlich kann durch geschickt platzierte Baufelder eine weitere Lärmminderung für die bestehenden Wohnbaugrundstücke erreicht werden. 
    Oberste Priorität hat die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte. Absolute Werte müssen hier noch gerechnet werden. Aber im Vergleich zu allen bisherigen Entwürfen hat die aktuelle Planung deutlich mehr Potenzial für niedrige Werte. 
    Für die Entwicklung der Einbahnstraßen wird deutlich weniger Fläche für den eigentlichen Verkehrsraum benötigt. Spielräume entstehen um nachhaltig bestehendes Wohnumfeld zu verbessern und neues Wohnumfeld attraktiv zu gestalten.

  • 2 | Verkehrliche Effizienz für alle Verkehrsteilnehmer / gute Umsteigebeziehungen zum ÖPNV

    Die Umsteigebeziehungen zwischen den ÖPNV Systemen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes werden durch die Vergrößerung des Platzbereiches in Richtung Osten deutlich verbessert.
    Gute, nach Möglichkeit auf eigenen Spuren geführte Abbiegebeziehungen werden den Verkehrsfluss verbessern und dem täglichen Stau in den Spitzenstunden entgegenwirken. Auch davon profitiert der ÖPNV (Stadtbus).

  • 3 | Gute Erreichbarkeit der Innenstadt

    Wesentlicher Punkt ist, die Erreichbarkeit der Innenstadt nicht zu verschlechtern, sondern nach Möglichkeit noch zu verbessern.
    Dies gelingt durch Einbahnstraßenlösung sehr gut, indem ausreichend Querverbindungen geschaffen werden, über die in kurzen Abständen zwischen den Einbahnstraßenpaaren gewechselt werden kann. Umwegfahrten werden dadurch weitgehend vermieden.
    Auch hier gilt es den Verkehr flüssig zu halten und damit die Attraktivität der Stadt insgesamt zu steigern.

  • 4 | Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer / insbesondere Schulwegsicherheit

    Der Schülerverkehr fokussiert sich heute auf die viel befahrene Nassauer Straße. Mit der neuen Planung wird es möglich, die Fuß- und Radwegebeziehungen der Schüler in weiten Teilen unabhängig vom fahrenden Verkehr zu halten und an den entscheidenden Stellen ampelgeregelt und sicher über die Straße zu führen. Wesentlich ist hier, eine Einbahnstraße ist im Vergleich zu einer Straße mit Gegenverkehr schneller und sicherer zu überqueren. 
    Besonderer Vorteil der Planung: Schülerverkehre, die Oberursel mit S- und U-Bahn erreichen, gelangen zum Gymnasium oder der Hochtaunusschule ohne die U-Bahngleise überqueren zu müssen.

  • 5 | Hohe Aufenthaltsqualität

    Neben der Verkehrsführung der neuen Straßenachsen entstehen ergänzend zum Bahnhofsvorplatz weitere Aufenthaltsflächen, die sich stadtgestalterisch positiv auswirken und zusätzlich zur Sicherheit des gesamten Fußgänger- und Radfahrverkehrs beitragen werden.
    Stadtgestalterisch entstehen Potentiale, die den gesamten Bereich zwischen Nassauer Straße und den Bahngleisen aufwerten werden.

  • 6 | Kosten / Folgekosten / Erlöse

    Durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur (Nassauer Straße) bleiben die Investitionen im Rahmen und damit bezahlbar. Teure Kunstbauwerke wie Brücken und Unterführungen sind entbehrlich, das Queren von Einbahnstraßen ist sicherer und mit einfachen Mitteln (Zebrastreifen / Fußgängerampel) zu gewährleisten. Die in der Planung entstehenden Bauflächen sind günstig geschnitten und durch ihre Lage in Bahnhofsnähe und der Nähe zur Autobahn gut vermarktbar.

  • 7 | Nutzbarkeit der Flächen

    Die zur Verfügung stehenden Flächen werden durch die neue Planung optimal genutzt. Neben den Verkehrsanlagen für den fließenden Verkehr entstehen ausreichende Möglichkeiten auch straßenparallel Stellplätze anzulegen, bzw. den Stellplatzbedarf in dem geplanten Parkdeck in Bahnhofsnähe zu befriedigen. Insofern beinhaltet die aktuelle Planung ein wirtschaftlich ausgewogenes Verhältnis zwischen den Flächen für die erforderliche Infrastruktur und den Grundstücksflächen, die entwickelt und vermarktet werden können. 

  • Fazit und Ausblick

    Die vorstehende Planung wurde in einer Bürgerversammlung am 07.12.2016 in der Stadthalle vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. 
    Bis zum 02.01.2017 hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, der Stadt Oberursel schriftlich Anregungen und Hinweise zur Planung zu geben.

    Unter Berücksichtigung der vorgetragenen Anregungen wurde die Planung an den Bau- und Umweltausschuss und die Stadtverordnetenversammlung  2017 weitergegeben.

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Plan zur Anbindung der Weingärtenumgehung | Stand 30.11.2016
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