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Bezahlbarer Wohnraum als gemeinsame Aufgabe: Zusammenarbeit mit OWG soll intensiviert werden

Zusammenarbeit mit OWG soll intensiviert werden – bezahlbarer Wohnraum als gemeinsame Aufgabe

Bei einem gemeinsamen Termin im Rathaus haben Bürgermeisterin Antje Runge und Birgit Welter, Vorständin der Oberurseler Wohnungsgenossen­schaft eG (OWG) (Foto: vorne rechts), und Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Zulauf (Foto: rechts hinten) erste Gespräche aufgenommen. Auch Arnold Richter (Foto: vorne links), Leiter des Geschäftsbereichs Stadt­entwicklung, nahm teil.

Beide Seiten waren sich einig in der gemeinsamen Zielsetzung, dass für Oberursel deutlich mehr bezahlbarer Wohnraum gebaut werden muss. Klar verortet werden konnten aber auch die Restriktio­nen, die diesem Vorhaben leider oft entgegen­stehen. Bürgermeisterin Antje Runge: „Die in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Boden­preise und die ebenfalls gestiegenen Baupreise sind eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, um vermehrt bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es kann nach meiner Auffassung nur dann gelingen, wenn wir mit mehreren Akteuren unsere Kräfte bün­deln und bei der Entwicklung von Bauflächen und bei der Vergabe von Wohnungen alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.“

Vielfältige Erfahrungen auf dem Gebiet des bezahl­baren Wohnraums bringt vor Ort die OWG mit, die als Genossenschaft nicht ausschließlich gewinn­orientiert arbeitet, sondern dem genossenschaft­lichen Gedanken verpflichtet ist.

Birgit Welter beschreibt, wie mehr genossen­schaftlicher Wohnungsbau entstehen kann: „Beson­ders die steigenden Baupreise, die kaum noch kalkulierbar sind, bereiten uns Sorgen. Sie wirken sich zwangsläufig auf die Mieten im Neubau aus. Um dem entgegenzuwirken versuchen wir bei den älteren Bestandsgebäuden, die Mieten auf einem moderaten Level zu halten und bei Neubauten einen Mix an Wohnpreisen zu realisieren. So können wir insgesamt mietpreisdämpfend wirken.“

Die OWG stellte im Gespräch geplante Projekte vor, die in den kommenden Wochen auf ihre Reali­sierungsmöglichkeit geprüft werden. Darüber hinaus wurde ein regelmäßiger Gedankenaustausch ver­einbart. „Wir wollen uns mindestens halbjährlich auf dem Laufenden halten, was aus meiner Sicht sehr wichtig ist, da es im Wohnungsbau kein ‚weiter so‘ geben darf. Wir müssen ein stärkeres Augenmerk darauf haben, dass auch zukünftig Bürgerinnen und Bürger mit kleinem oder mittlerem Einkommen in unserer Stadt erschwingliche Wohnpreise finden“, so Bürgermeisterin Antje Runge.

Antje Runge

Bürgermeisterin