Quartier Liebfrauen: Ergebnisse des digitalen Workshops im November

Quartier Liebfrauen: „Straße der Zukunft“ – Ergebnisse des digitalen Workshops im November

Ca. 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger ver­folgten in einem digitalen Workshop Mitte November 2021 die Präsentation der Planungsbüros

  • IKS Mobilitätsplanung: Schwerpunkt Bewohner­parken
  • PGV Alrutz: Schwerpunkt Fahrradstraße und
  • Designstudio Janina Albrecht: Schwerpunkt Straßenraumgestaltung

für das Quartier Liebfrauenstraße, das räumlich durch die Nassauer Straße, Berliner Straße, Erich-Ollenhauer-Straße/ Freiligrathstraße und die Bleibis­kopfstraße begrenzt wird. Die Planungsbüros waren von der Stadt beauftragt worden, Lösungen u.a. für folgende Fragestellungen zu finden:

  • Wie können die Radverkehre, die mit Ziel zu den weiterführenden Schulen in diesem Gebiet vorherrschend sind, sicher und attraktiv geführt werden?
  • Wie kann der Bereich um das Gymnasium Oberursel verkehrssicherer gestaltet werden?
  • Wie kann der Kfz-Durchgangsverkehr aus die­sem Gebiet herausgehalten werden?
  • Wie kann eine anwohnerverträgliche Parkraum­gestaltung geschaffen werden und
  • mit Blick in die Zukunft: Wie kann der Straßen­raum mit hoher Aufenthaltsqualität gestaltet werden, um ihn auch als Begegnungsraum für die Menschen des Quartiers nutzen zu können?

In ihrer Präsentation stellten die Büros einen auf­einander abgestimmten Vorschlag zur künftigen Entwicklung des Straßenraums im Quartier Lieb­frauen vor, der zu den folgenden, wesentlichen Aus­sagen kam:

  • Einrichtung von Fahrradstraßen, beginnend mit der Achse Erich-Ollenhauer-Straße/ Herzberg­straße/ Zeppelinstraße, die dem Fahrradverkehr Vorrang einräumt, aber gleichzeitig u.a. von der Anwohnerschaft mit ihren Fahrzeugen genutzt werden kann.
  • Nutzung von gestalterischen Elementen entlang der Fahrradstraße, um bereits im ersten Schritt die Wahrnehmbarkeit dieser Maßnahme und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Mit besonderen Interessen verfolgten die Teilnehmenden dabei auch den Blick in die Zukunft, der die Herzberg­straße grafisch im Jahr 2030 nach einer durch­geführten Grundsanierung zeigte. Grün und ab­wechslungsreich gestaltete Aufenthaltsräume und Materialien, die die klimatischen Verände­rungen antizipierten, bildeten ein inhaltliches aber auch optisches Highlight. So wird versucht, die Ecke Freiligrathstraße/ Erich-Ollenhauer-Straße unter Einbeziehung des Spielplatzes als innerstädtischen Platz zu entwickeln.
  • Schaffung einer Struktur von Kfz-Einbahnstraßen mit Blick auf die Vermeidung von Durchgangs­verkehren. Rad Fahrende und zu Fuß Gehende können alle Straßen in allen Richtungen nutzen.
  • Schaffung von bewirtschafteten Parkzonen und Bewohnerparken, um auch das Thema Park­plätze sinnvoll zu regeln. In den Untersuchungen des Büros IKS zeigte sich u.a.:

Grundsätzlich reicht die Anzahl der nach dem Umbau verfügbaren Parkplätze aus, um den Bedarf des Wohngebiets zu decken, wenn man auch die Möglichkeiten Bewohnerparken und Parkraumbewirtschaftung sinnvoll nutzt. Dazu wurden konkrete Vorschläge vorgestellt.

Erster Stadtrat Fink bedankte sich bei den Teil­nehmenden für die inhaltlich tiefgehende Diskussion im Anschluss an die Präsentation und skizzierte das weitere Vorgehen: „Nachdem das Ergebnis des Workshops auch in den städtischen Gremien diskutiert worden ist, werden wir die Hinweise und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Workshop aufgreifen. In der dann folgenden Vor- und Entwurfsplanung werden die Hinweise und Überlegungen in ganzheitlichen Konzepten  konkre­tisiert. Erste Schritte zur Umsetzung wollen wir schon in 2022 gehen; daneben werden wir die Entwurfsplanung  2022 durchführen, um im Jahr 2023 mit entsprechenden Haushaltsmitteln auch in die gestalterische Umsetzung der Maßnahmen zu kommen. Wir planen und bauen jetzt Straßenräume für die kommenden 50 Jahre. Deswegen werden wir natürlich auch die „Vision 2030 – Herzbergstraße Straße der Zukunft“ in den nächsten Jahren intensiv weiterverfolgen. Aus meiner Sicht ist der als Aufenthaltsraum von hoher Qualität umgestaltete Verkehrsraum für Anwohnerinnen und Anwohner ein großes Stück mehr an persönlicher Lebens­qualität und macht unsere Stadt fit für zukünftige klimatische Bedingungen.“

Detailinformationen zu den Workshop sowie Mitschnitte von diesen finden Interessierte unter diesem link: https://www.oberursel.de/de/leben-wohnen/verkehr-mobilitaet/bewohnerparken/

Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Hinweisen und weiteren Anregungen unter der

E-Mail­adresse verkehr@oberursel.de an die zustän­digen Beschäftigten der Stadtverwaltung Oberursel wenden.

Christof Fink

Erster Stadtrat