städtischer verkehrsraum

Nahmobilitätsplan ist jetzt fertig gestellt

Nahmobilitätsplan Oberursel

Im Herbst 2019 startete der Nahmobilitäts-Check in Oberursel. Dieses Planungsinstrument dient der Optimierung des städtischen Verkehrsraums.

Im Fokus sind dabei:

  • die Optimierung des öffentlichen Raums insbesondere für Fußgänger
  • die Verknüpfung von Fuß- und Radverkehr insbesondere mit dem ÖPNV
  • die Anbindung der Stadtteile, der Gewerbe­gebiete und Schulstandorte.

Das übergeordnete Ziel ist es, den Anteil der inner­städtischen Wegstrecken, die von den Einwohner­innen und Einwohnern zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt werden, in den kommen­den Jahren zu erhöhen.

Der Nahmobilitätscheck für die Stadt Oberursel wur­de durch die Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität mit einem Betrag von 13.800 Euro unterstützt. Der Eigenanteil der Stadt Oberursel betrug 10.000 Euro. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Fachbüro Planungsgemein­schaft Verkehr (PGV) und dem Planungsbüro plan & rat erarbeitet.

Im Rahmen von Workshops und einem Stadtspa­ziergang wurden Bürgerinnen und Bürger sowie die politischen Gremien in die Planungen zur künftigen Gestaltung öffentlicher Räume mit einbezogen.

Der nun fertiggestellte Nahmobilitätsplan für Ober­ursel betrachtet zunächst den Status quo mit Bezug auf die Nahmobilität. Hierbei lässt sich feststellen, dass Oberursel als eher "autoaffin" gilt und vor allem das Gehweg-Parken ein großes Problem für Fußgänger darstellt.

Es existieren mit dem Radverkehrskonzept, dem Klimaschutzteilkonzept „klimafreundliche Mobilität“ sowie dem noch laufenden Projekt „integrierte Mobi­lität in Oberursel* (pimoo) bereits Maßnahmen­kataloge, Strategien sowie Konzepte, die unter anderem zum Ziel haben, die Nahmobilität und die Aufenthaltsqualität in Oberursel zu verbessern.

Mit dem nun vorliegenden Nahmobilitätscheck wur­den erstmalig die zu Fuß Gehenden in den Fokus genommen.

Der Nahmobilitätsplan beschreibt darüber hinaus 19 weitere Lösungsansätze. Wichtige Leuchtturmpro­jekte und Maßnahmen sind:

  • Einrichten von Elternhaltestellen (Beginnend mit einer Grundschule)
  • Busüberfahrt Bärenkreuzung (bessere Wahr­nehmbarkeit)
  • Bahnübergang Adenauerallee (Bank, Bücher­schrank, W-Lan Hotspot etc.)
  • Wohin mit dem Auto? Unterbinden von Kfz-Parken auf Geh- und Radwegen (Kampagne mit Aufklebern, Verstärken der Ordnungskontrollen)
  • Erarbeitung Fußverkehrsnetz

Mit der angewendeten Methodik (Erarbeiten von Leitlinien, Festlegen von Standards, Workshops, Stadtspaziergang), aber auch den aufgezeigten und aus dem Beteiligungsprozess abgeleiteten Hand­lungsansätzen und Maßnahmen zur Förderung der Nahmobilität sind wichtige Erkenntnisse gewonnen worden. Der Nahmobilitätsplan stellt damit die Richtschnur für die weitere Förderung der Nah­mobilität in Oberursel dar.

„Der Nahmobilitätsplan zeigt uns Wege zu einer attraktiven Gestaltung öffentlicher Räume. Durch die Umsetzung der erarbeiteten Lösungsansätze und der Anwendung des Nahmobilitätsplans bei zukünftigen Baumaßnahmen im Verkehrsraum wer­den ansprechende Angebote für alle Menschen und alle Verkehrsarten geschaffen. Gleichzeitig wird entscheidend zur Zielerreichung des Klimaschutz­konzeptes beigetragen und die Verkehrswende in Oberursel vorangetrieben. Die Stadt erhält durch den fertiggestellten Nahmobilitätsplan darüber hi­naus Zugang zu Förderprogrammen des Landes Hessen, welche die Umsetzung von Einzelmaßnah­men maßgeblich finanziell unterstützen“, so Erster Stadtrat Christof Fink.

Den vollständigen Nahmobilitätsplan und alle Maßnahmenblätter gibt es hier:

https://www.oberursel.de/de/leben-wohnen/verkehr-mobilitaet/mobilitaetsverhalten/nahmobilitaet-check/

Christof Fink

Erster Stadtrat