neuordnung der fläche

Bebauungsplan Nr. 262 „Quartier Hohemarkstraße“: ausgewogene Mischung von Wohnen und Gewerbe

Bebauungsplan Nr. 262 „Quartier Hohemarkstraße“: ausgewogene Mischung von Wohnen und Gewerbe

Für ein ca. 3,8 Hektar großes Gebiet zwischen Hohemarkstraße und Urselbach soll ein Bebau­ungsplan unter der Bezeichnung Nr. 262 „Quartier Hohemarkstraße“ aufgestellt werden. Die Einleitung dieses Bebauungsplanverfahrens steht auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses, der am 17. Juni 2020 tagt. Vorbehaltlich dessen Zustimmung könnte die Stadtverordneteversamm­lung darüber in ihrer Sitzung am 2. Juli 2020 abstimmen.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist erforderlich, da in diesem Quartier aufgrund auslaufender Altnutzung­en nachhaltige Veränderungen anstehen, die in einem städtebaulichen Konzept geplant und auf­einander abzustimmen sind. Die Umsetzung wird nicht sofort in einem geschehen, sondern schritt­weise in einem längeren Zeitrahmen erfolgen.“

Ziel des Verfahrens ist es, Planungsrecht zu schaffen, um eine vorausschauende und geordnete städtebauliche Entwicklung zu sichern. Für die städtebauliche Ordnung und Entwicklung einer ausgewogenen Mischung von Wohnen und Gewer­be und die Sicherung vorhandener gewerblicher Nutzungen ist die Durchführung eines Bebauungs­planverfahrens notwendig. Außerdem sollen die Bahnübergänge neu geordnet werden.

Lage

Das Plangebiet befindet sich im Nordwesten des Stadtgebietes zwischen Hohemarkstraße und Ursel­bach. Im Westen umfasst es das Gelände der ge­werblichen Nutzung auf dem Grundstück Hohe­markstraße 110, im Norden die Grundstücke Hohe­markstraße 108-106 und im Osten das Gelände der gewerblichen Nutzung auf dem Grundstück Neu­bronnerstraße 1. Unmittelbar südwestlich angren­zend liegt die Fläche des ehemaligen SEB-Schulungszentrums auf dem mit dem Bebau­ungsplanverfahrens Nr. 259 „Hohemarkstraße 104“ ein Wohngebiet entwickelt werden soll.

Bestehendes Planungsrecht/ Planungs­anlass

Der Flächennutzungsplan (RegFNP) stellt für das Plangebiet Mischbaufläche dar. Aktuell ist das Plan­gebiet größtenteils gewerblich genutzt, mit Ausnah­me eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses. Die Grundstücke im Plangebiet sind weitgehend bebaut.

Erschließung des Gebietes

Das Plangebiet liegt unmittelbar an der U-Bahnlinie U3, die U-Bahn-Haltestelle Kupferhammer ist fuß­läufig sehr gut erreichbar.

Die U-Bahnübergänge an der Hohemarkstraße sind aktuell nicht signalisiert. Durch die zukünftige Ent­wicklung werden diese häufiger frequentiert und sollen daher in Abstimmung mit der Verkehrs­gesellschaft Frankfurt gesichert werden. In diesem Zusammenhang wird geprüft, inwieweit eine Neuordnung der Bahnübergänge zwischen Kupfer­hammerweg und Borkenberg möglich ist. Auch werden eine Redu­zierung der Bahnübergänge und die Anlage einer neuen Bahnüberquerung über das Gelände der Firma Neubronner einschließlich deren Machbarkeit und finanzieller Auswirkungen unter­sucht.

Die Zufahrt zum Wohngebiet Vonovia in der Freiherr-vom-Stein-Straße und zur Firma Neu­bronner, die auch mit Schwerlastverkehr ange­fahren wird, soll entzerrt und optimiert werden.

Planungsziele

Ziel des Verfahrens ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines vernetzten Wohnquartiers und gewerblicher Nutzungen unter Berücksichtigung stadtklimatischer und klimarele­vanter Belange zu schaffen. Das Areal bietet Potential zur Schaffung von neuem Wohnraum in zentraler Lage mit einem Anteil von 30% preis­gedämpften Wohnraums.

Die entstehenden Auswirkungen auf die umliegen­den Verkehrswege, insbesondere auf die U-Bahn­linie U3 und deren Bahnübergänge, müssen be­trachtet werden. An dieser Stelle bietet sich die Möglichkeit, ein modernes und optimal funktionie­rendes Verkehrskonzept zu erstellen, von dem alle Verkehrsteilnehmer und die Umwelt profitieren.

Das Planungsziel des Bebauungsplans Nr. 151 einer parallelen Erschließungsstraße südlich der U-Bahnlinie soll weiter berücksichtigt werden und wird angepasst.

Weiteres Vorgehen

Ein zusammenhängendes Erschließungskonzept wird angestrebt, dabei sollen die Bebauungskon­zepte für die Gebiete der Bebauungspläne Nr. 259 und 262 aufeinander abgestimmt werden. Auf dieser Grundlage wird ein Bebauungsplanvorent­wurf erarbeitet, der den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Aufgrund der Plangebietsgröße wird der Bebau­ungsplan im Regelverfahren durchgeführt, ent­sprechend gibt es zwei Beteiligungsverfahren (früh­zeitige Beteiligung der Bürger bzw. der Behörden und die Offenlage mit Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden).

Vergleichbar zum Bebauungsplan Nr. 259 „Hohe­markstraße 104“ soll ein städtebaulicher Vertrag erstellt werden in dem geregelt wird, dass Inves­toren/ Grundstückseigentümer an den Kosten für die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens einschließlich der erforderlichen Gutachten beteiligt werden. Außerdem sollen auch die Veränderungen der Erschließung (Kosten der Planung/ Ausführung) geregelt werden. Der städtebauliche Vertrag wird den städtischen Gremien mit einer separaten Be­schlussvorlage vorgelegt.

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

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