erweiterung auf klinikgelände

Klinik Hohe Mark: Neubau für die Innere Medizin

Klinik Hohe Mark: Neubau für die Innere Medizin

Die Klinik Hohe Mark plant einen Neubau für die Innere Medizin/ Suchtmedizin im Bereich der Friedländer Straße. Dazu wird der Bebauungsplan Nr. 196 A/ Klinik Hohe Mark geändert. Dies steht auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltaus­schusses am 17. Juni 2020.

Aufgrund der hohen Auslastung der Klinik Hohe Mark und der schwierigen baulichen Situation im Haus Altkönig plant die Klinik Hohe Mark einen Neubau für die Innere Medizin (Suchtmedizin). Der dreigeschossige Neubau soll in Fortsetzung der in den letzten Jahren entstandenen beiden Bauab­schnitte direkt an der Friedländer Straße an­geordnet werden.

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die Klinik hat ihren alten historischen Gebäudebestand in den zurückliegenden 10-15 Jahren zielgerichtet  saniert, modernisiert und um Neubauten erweitert. Der Neubau für die Innere Medizin ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Rahmenbedingungen für die Arbeit mit den Patienten zu verbessern.“

Parkähnliche Anlage mit historischen Bauten

Die Klinik Hohe Mark wurde 1904 als psychiatrische Privatklinik in Waldrandlage im Norden Oberursels gegründet. Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die Klinik Hohe Mark genießt bundesweit einen sehr guten Ruf. Das  parkähnliche Ensemble am Wald­rand bietet durch die ruhige, landschaftsnahe Um­gebung  hervorragende Voraussetzungen für eine gute Genesung der Patienten.“ Seit 1933 gehört die Klinik zum jetzigen Träger des Deutschen Gemein­schafts-Diakonieverbands (DGD) GmbH, Marburg, und ist ein freigemeinnütziges Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Auf dem Gelände verteilt stehen Gebäude aus unterschiedlichen Bauphasen. Städtebaulich prä­gend ist vor allem das Hauptgebäude, welches als Kulturdenkmal in der Denkmaltopographie aufge­nommen wurde. Das ursprüngliche Ensemble wurde in den 50er und 90er Jahren des 20. Jahr­hunderts durch mehrgeschossige, dem jeweiligen Zeitgeschmack entsprechende Gebäude ergänzt. Der ursprüngliche Charakter der Gesamtanlage ist immer noch ablesbar.

Bestehendes Planungsrecht

Für das Plangebiet ist seit 2011 der Bebauungsplan Nr. 196 A gültig. Planungsziel dieses Bebauungs­planverfahrens war die Schaffung der planungs­rechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung der Flächen nördlich der Friedländer Straße im Sinne einer aufgelockerten Wohnbebauung sowie für die Neuordnung und Umgestaltungen im Bereich der Klinik Hohe Mark südlich der Friedländerstraße.

Zwei Bauabschnitte dieses Bebauungsplanes wurden zwischenzeitlich realisiert. Für das aktuell geplante Erweiterungsvorhaben des 3. Bauab­schnittes ist eine Planänderung erforderlich, um eine zusammenhängende, überbaubare Fläche dar­zustellen. Die Einleitung des Bebauungsplanver­fahrens erfolgte mit Beschluss der Stadtverord­netenversammlung vom 26.03.2020. Mit der aktu­ellen Beschlussvorlage erfolgt die Fortführung und Konkretisierung des Verfahrens.

Planungsziele

Planziel der Änderung des Bebauungsplanes ist die Schaffung des Planungsrechtes für den 3. Bauab­schnitt der Klinik Hohe Mark. Der räumliche Gel­tungsbereich der Änderung umfasst nur das Gelände der Klinik Hohe Mark und die angrenzende Straßenverkehrsfläche und hat eine Größe von ca. 12 Hektar. Die beabsichtigten Planänderungen beziehen sich v.a. auf die Anpassung der Bau­grenzen und der überbaubaren Grundstücksflächen im „Sondergebiet Klinik“. Insgesamt ist eine Erhöhung der Grundfläche von ca. 600 m² vor­gesehen.

Planungsinhalte

Die Planungsinhalte wurden auf der Grundlage der Pläne der Architekten für den 3. Bauabschnitt mit der Klinik Hohe Mark abgestimmt. Die Inhalte sind weitgehend deckungsgleich mit dem gültigen Bebauungsplan Nr. 196 A.

Für das „Sondergebiet Klinik“ sind wie bisher be­stimmte Anlagen und Einrichtungen für den Betrieb der Klinik zulässig. Innerhalb des Sondergebietes werden die überbaubare Grundstücksfläche und die zulässige Grundfläche als absolute Größen auf­grund der Erweiterungsabsichten neu definiert. Die Zahl der zulässigen Vollgeschosse ist weiter überwiegend drei und orientiert sich am Bestand.

Die Festsetzungen Private Grünfläche, Zweckbestimmung Parkanlage, wird u.a. in Bezug auf die Nutzung durch „Theater im Park“ angepasst.

Aufgrund des Eingriffs in Gehölzstrukturen werden entsprechende Flächen und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgesetzt.

Durchführung des Verfahrens

Der Bebauungsplan Nr. 196 A – „Friedländer Straße / Klinik Hohe Mark“, 1. Änderung, kann aufgrund sei­ner Lage im beplanten Innenbereich und der maxi­mal überplanten Fläche als vereinfachtes und be­schleunigtes Verfahren nach § 13a BauGB durch­geführt werden.

Es ist geplant, die Offenlage des Bebauungsplans und die gleichzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange nach dem Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung durchzuführen.

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

 

 

 

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