Sanierung Maasgrundweiher

Maasgrundweiher: Sanierung der Uferbefestigung steht zum Beschluss

Nachdem Staatssekretär Oliver Conz, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, im Januar einen Förderbe­scheid über 180.000,- Euro für Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Maasgrundweihers übergeben hatte, steht deren Umsetzung nun auf der Tagesordnung der Gremien.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Bau- und Um­weltausschusses (11.03.) und des Haupt- und Finanzausschusses (12.03.) wird die Stadtverord­netenversammlung über die Uferrandsicherung, die ökologische Aufwertung des Gewässers und die damit im Zusammenhang stehenden Kosten in ihrer Sitzung am 26. März 2020 entscheiden.

Schon seit 2014 finden umfangreiche Maßnahmen an den beiden Weihern im Stadtpark (Rushmoor­weiher und Maasgrundweiher) statt. Durch gezielten Sauerstoffeintrag über eine Belüftungsanlage konn­te eine Reduzierung der Schlammmenge und eine Verbesserung der Wasserqualität erreicht werden. Mit den Fördermitteln des Landes Hessen kann nun die nächste Phase der ökologischen Aufwertung des Maasgrundweihers beginnen.

Besonderes Augenmerk in der Planung wurde da­bei auf die Optimierung des Gewässers gelegt. Nach­weislich gelangen Nährstoff- und Sedimentfrachten aus dem Maasgrundbach über den Urselbach in die Nidda. Um die ökologischen Ziele für den Wasser­körper Nidda bis spätestens 2027 zu erreichen, müssen deshalb an geeigneten Stellen der in die Nidda entwässernden Bäche entsprechende Maß­nahmen ergriffen werden, die die biologische und strukturelle Gewässerqualität verbessern und die Selbstreinigungsfunktionen des Gewässers stärken. Dies kann über spezielle Maßnahmen auch im Maasgrundweiher, der im Hauptstrom des Maas­grundbaches liegt, angestoßen werden.

In Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro wur­den hierzu Schwerpunkte ausgearbeitet. Die Ufer­ränder des Weihers und der Insel sollen mittels stark offenporigen Materials (Steinschüttungen und Xylitwalzen) gestaltet und gesichert werden, um so möglichst viele Nährstoffe zu binden, zurückzuhal­ten und umzusetzen. Die zur Sanierung verwen­deten Materialien, wie z.B. Xylitwalzen, sind lang­lebig, der Haltbarkeitszyklus beläuft sich auf mehr als 30 bis 40 Jahre und liegt damit in der Größen­ordnung anderer Materialien.

Im Uferbereich sollen ökologisch aktive Zonen ge­schaffen werden, in denen spezielle Feucht- und Nassstauden nach dem Prinzip der Pflanzenkläran­lagen arbeiten. Mittels schwimmender Pflanzinseln wird der wasserreinigende Effekt noch zusätzlich verstärkt.

Diese Maßnahmen, die der ökologischen Optimie­rung des Maasgrundweihers dienen und zur Ver­besserung der Gewässerstruktur und der biolo­gischen Gewässergüte des Gewässers beitragen, werden durch das Hessische Ministerium für Um­welt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucher­schutz zu 75% gefördert.

Damit ist allerdings nicht das Gesamtprojekt finan­ziert, da sich die Landesförderung auf die Maßnah­men zur ökologischen Aufwertung des Gewässers konzentriert. Die Kosten für die nach Jahrzehnten fälligen Sanierungsmaßnahmen am Weiher sind in vollem Umfang von der Kommune zu tragen. Dazu gehört die Baustelleneinrichtung, das Herrichten der  Baustraße, die Erneuerung der Uferböschung und des Weiherüberlaufs sowie die Entfernung und Ent­sorgung der Restschlammmengen, die aktuell nach der erfolgten Sanierung mittels Sauerstoffeintrag noch im Weiher liegen. Auch der Einbau eines Tiefenabflusses (Mönch), der für einen gezielten Abfluss von tieferen Wasserschichten aus dem Weiher in den Maasgrundbach sorgen soll, muss von der Stadt übernommen werden.

Die Gesamtkosten der Maßnahme bewegen sich in einer Größenordnung von 500.000 Euro, von denen ca. 320.000 Euro von der Stadt zu tragen sind. Ge­genüber der ersten Kostenschätzung erhöht sich der städtische Anteil damit um 190.000 Euro. Gleichwohl ist die ökologische nachhaltige Sanie­rung auch die wirtschaftlichste Form der Sanierung, da nur für diese der Landeszuschuss in Höhe von rund 180.000 Euro gezahlt wird.

Sollte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung grünes Licht geben, könnte die Umsetzung der Maßnahme ab Herbst 2020 beginnen, nach dem Ablassen des Wassers. Ab Mitte 2021 könnte den OberurselerInnen dann wieder ein ökologisch und optisch attraktives Naherholungsgebiet in neuer Qualität zur Verfügung stehen.

Auf die Stadt Oberursel kommt zeitnah auch die Sanierung des Rushmoor-Weihers zu. Auch hier be­steht dann mit Blick auf die Begründung des Förder­bescheids die Chance, Mittel des Landes Hessen in Anspruch nehmen zu können.

Christof Fink

Erster Stadtrat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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