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Zwischenbilanz zur Umsetzung des Radverkehrskonzepts 2025

Radverkehrskonzept 2025 – Zwischenbilanz zur Umsetzung

Auf Grundlage des Radverkehrskonzepts 2025 ar­beitet die Stadt Oberursel kontinuierlich an der Maßnahmenumsetzung. In Verbindung mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt lautet das übergeord­nete Ziel, den Radverkehr als das umwelt- und klimafreundlichste Verkehrsmittel neben dem Fuß­verkehr zu stärken. Im besonderen Fokus sind dabei der Infrastrukturausbau sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

Inzwischen unterstützt auch das Land Hessen und der Bund diese Prioritätensetzung mit entsprechen­den Förderprogrammen. Beginnend 2020 sollen fol­gende Projekte mit Fördermitteln umgesetzt und damit die zukunftsorientierte Entwicklung des Ver­kehrsnetzes fortgesetzt werden:

  • M 22 und M 23 – Zeppelinstraße, Herzbergstraße, Erich-Ollenhauer-Straße

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2019 wurde in den genannten Streckenab­schnitten befristet eine Fahrradstraße eingerich­tet. Auch wenn die provisorische Ausgestaltung des Verkehrsversuchs noch keine optimalen ver­kehrsgestalterischen Voraussetzungen schaffte, waren die Reaktionen überwiegend positiv. Eine positive Resonanz ergab sich auch in Gesprä­chen mit den Bewohnern der Straßen, dazu fanden zwei Informationstermine vor Ort statt. Bei einer Fahrradstraße genießen Radfahrer Priorität, Pkw und/ oder Lkw müssen in dieser extra freigegeben werden. Die freigegebenen Fahrzeugarten müssen dann ihr Fahrverhalten nach dem Radverkehr ausrichten. Maximal darf mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h gefahren werden.

Aus dem Verkehrsversuch soll jetzt eine Dauer­lösung werden. Die genannten Streckenab­schnitte bieten sich wegen der Bedeutung für den Radverkehr explizit an, gerade SchülerInnen nutzen diese Verbindung zu den weiterführenden Schulen. In einem ersten Schritt wird ein Pla­nungsbüro mit einer Entwurfsplanung beauftragt, die neben einer Gestaltungsplanung auch eine Kostenschätzung erarbeitet. Beide Teile dienen als Grundlage eines Förderantrags. Detailpla­nung und Umsetzung erfolgen – entsprechende Beschlüsse der städtischen Gremien voraus­gesetzt – nach Bewilligung des Landeszuschus­ses.

  • Planung von Radverkehrsanlagen
    • auf der Hohemarkstraße in den Bereichen Rosengärtchen/ Hohemark (M6) und
    • zwischen Homm-Kreisel und Portstraße (M15)
    • im Bereich Borkenberg/ Sandweg (M10)
    • im Bereich Zimmersmühlenweg/ Höhe Netto- Markt und Abbiegespur (M62a)
  • Radabstellanlagen
    • im Bereich der Innenstadt und
    • des S- Bahnhaltepunkts Stierstadt

Diese Maßnahmen sind nicht Bestandteil des Radverkehrskonzeptes, sondern neu aufgrund aktueller Entwicklungen. Hintergrund ist die Not­wendigkeit, an wichtigen verkehrlichen Verknüpf­ungspunkten (Bahnhöfe, Haltestellen ÖPNV), aber auch an zentralen Stellen im Stadtgebiet, die stark von Radfahrern frequentiert werden, komfortable Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen.

  • M71 – Machbarkeitsstudie Radschnellweg Vordertaunus – Frankfurt

Ziel dieser Maßnahme ist die Schaffung einer attraktiven Radwegeverbindung zwischen den beteiligten Kommunen, um neben den Freizeit­fahrern auch für die große Zahl der Berufs­pendler, die den Weg zwischen ihrem Wohn- und Arbeitsort mit dem Rad zurücklegen, ein gutes Wegeangebot zu schaffen. Klar ist, dass mit modernen E-Bikes auch längere Strecken be­quem mit dem Rad zurückgelegt werden – auch dieser Entwicklung trägt der Radschnellweg Rechnung.

Inzwischen liegt die vom Regionalverband beauf­tragte  Machbarkeitsstudie im Entwurf vor, die im Ergebnis eine Streckenführung für den geplanten Radschnellweg darstellt und im nächsten Schritt in die Abstimmung mit den Beteiligten geht. Daran anschließen wird sich, aufbauend auf den Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung, eine Entwurfsplanung für die Gesamtstrecke.

Bei diesem Projekt handelt es sich um das zentrale Projekt für die künftige Radwegeinfra­struktur zwischen den beteiligten Kommunen.

„Dies sind nur die wichtigsten Maßnahmen, die wir aktuell in Angriff nehmen. Ziel ist es, ein Netz attrak­tiver und verkehrssicherer Radwege in Oberursel und zu unseren Nachbarkommunen zu schaffen, von denen letztlich die Gesamtheit der Verkehrs­teilnehmer profitiert. Profitieren wird langfristig auch die Oberurseler Bevölkerung durch eine reduzierte Lärm- und Schadstoffbelastung und wir kommen damit unseren Zielen des Klimaschutzes Stück für Stück näher“, so Erster Stadtrat Christof Fink bei der Vorstellung des Maßnahmenkatalogs zum Radverkehr.


Hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Maß­nahmen, die 2018 und 2019 umgesetzt wurden:

Radabstellanlagen und Wegeführung (M 65…)

hier wurden Radabstellanlagen an zentralen ÖPNV- Punkten in Oberursel

  • Bahnhof Oberursel: Anbringung von drei überdachten Radabstell­anlagen mit insgesamt 28 Radparkern
  • U-Bahn-Haltestelle Bommersheim: Anbringung von zehn Fahrradboxen und
  • S-Bahn-Haltestelle Weißkirchen/ Steinbach: Anbringung von einer überdachten Radabstell­anlage mit elf Radparkern, hierbei wurde auch die  Radverkehrsführung begradigt

in einem gemeinsamen Antrag über den Regional­verband zur Förderung angemeldet und im Novem­ber 2019 umgesetzt. Dabei reduzierten sich die Kosten der Stadt durch die Landesförderung von rund 78.000,- Euro um 58.000,- Euro auf rund 20.000,- Euro.

M25 Geh- und Radweg Nassauer Straße/ Bahn­hof

Die Maßnahme, Herstellung eines sechs Meter brei­ten Fuß- und Radwegs zwischen Nassauer Straße/ verlängerte Feldbergstraße und Nassauer Straße/ Einmündung Zeppelinstraße, wurde in der zweiten Jahreshälfte 2019 umgesetzt und in Betrieb genommen. Damit wurde eine verkehrssichere Lö­sung für eine Vielzahl von SchülerInnen geschaffen, die die weiterführenden Schulen im Quartier um die Liebfrauenstraße zu Fuß oder mit dem Rad an­steuern.

In diesem Fall reduzierten sich die Kosten der Stadt durch die Landesförderung von rund 290.000,- Euro um rund 190.000,- Euro auf 100.000,- Euro.

„Es ist manchmal ernüchternd, wenn man die lang­en Zeiträume zwischen dem Planungsbeginn und der Fertigstellung einer Maßnahme betrachtet. Da würde man gerne viel schneller vorankommen. Auf der anderen Seite ist es wichtig, die Beteiligten – und dazu gehören u.a. das Land als Fördermittel­geber, die Anwohner, die von Maßnahmen betroffen sind, und auch die unterschiedlichen politischen Gremien – bereits im Vorfeld einzubinden. Diesen Weg wollen wir auch in den kommenden Jahren mit Nachdruck weiterverfolgen, um auch beim Thema Verkehrswende deutlich nach vorne zu kommen“, so Erster Stadtrat Christof Fink abschließend.

Christof Fink

Erster Stadtrat


 

 

 

 

 

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