ehrung

Dr. Christoph Müllerleile erhält Ehrenplakette 

Ehrenplakette für Dr. Christoph Müllerleile

Bürgermeister Hans-Georg Brum verleiht heute im Rahmen einer Feierstunde die Ehrenplakette der Stadt Oberursel (Taunus) an Dr. Christoph Müllerleile in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Stadt.

Müllerleile ist Journalist und promovierter Politikwissenschaftler und stieg schon als Schüler in die politische Arbeit ein, war parallel stets kirchlich und politisch aktiv. Über Jahrzehnte war die CDU seine politische Heimat. In den 70er Jahren wurde er Vorsitzender der Jungen Union in Oberursel und gehörte dem Landesvorstand an. Von 1972-1977, 1997-2000 und 2001-2003 war er Stadtverordneter für die CDU. In den Sechzigerjahren wurde er Pfarrjugendführer der katholischen Jugend von St. Ursula und Liebfrauen und war von 1970 bis 1973 zugleich Vorsitzender des Oberurseler Jugendrings. In diesen Funktionen begründete er 1971 den Oberurseler Flohmarkt und ließ mit den Oberurseler Seifenkistenrennen 1969, 1970 und 1971 eine alte Tradition wiederaufleben.

1977 bis 1981 fungierte er als stellvertretender Sprecher der CDU in Bonn und ging 1981 als Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung mit der Familie für vier Jahre nach Jamaika. Von da ab wurden Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising sein Metier. Er arbeitete für die Ostpriesterhilfe, Deutsche Herzstiftung, Umweltstiftung WWF Deutschland und wurde Mitglied im Vorstand von CARE Deutschland. Zudem war er Mitbegründer des Deutschen Spendenrats und des Deutschen Fundraising Verbands; letzteren führte er von 1993 bis 2002 als Vorsitzender.

Zum Bruch mit der CDU kam es nach der Bürgermeister-Direktwahl 2003. Nach 40 Jahren Mitgliedschaft gab er sein Parteibuch Ende 2005 zurück. 2006 wechselte er zur FWG Hochtaunus, die er von 2006 bis 2016 im Kreistag vertrat, und zur Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG), deren Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament er von 2006 bis 2011 war. Von 2011 bis 2016 fungierte  er als Stadtverordnetenvorsteher. In seiner Amtszeit gab er den Anstoß für den Gebrauch von Tablet-Computern durch die Stadtverordneten – auch, weil  ihm Papierberge ein Gräuel sind. Außerdem sind seitdem alle Sitzungsdokumente von Bürgern im Internet frühzeitig einsehbar – Stichwort Transparenz. Nach seiner Position als Stadtverordnetenvorsteher war er von 2016 bis zum Sommer 2018 Stadtverordneter für die OBG und hat sich nun aus der aktiven Politik zurückgezogen.

Sein Herzensprojekt sind die Städtepartnerschaften: 1965 organisierte er die ersten Begegnungen zwischen Oberursel und Epinay-sur-Seine und wurde bereits 1974 mit der Partnerschaftsplakette der Stadt ausgezeichnet. 1991 war er Mitbegründer des Städtepartnerschaftsvereins und von 1999 bis 2010 auch dessen Vorsitzender.

Zudem engagiert er sich nebenbei in der Heimatforschung; besonders liegen ihm die Rettung der Altstadt und die Dokumentation besonderer Ereignisse im neueren Stadtgeschehen am Herzen, zuletzt zum Kampf um den Bau der Nordumfahrung und zur Entwicklung des Förderschulwesens in der Stadt. Elf Jahre lang leitete er den Förderverein der Hans-Thoma-Schule. Heute ist er noch Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule Oberursel und Schatzmeister der Initiative Opferdenkmal und der Kolpingsfamilie. Mit der von ihm gegründeten Initiative zur Rettung des Ehrenmals unterstützte er die Stadt bei der Erhaltung der auch künstlerisch wertvollen Mosaiksäule an der Christuskirche.

Bereits am 11. Oktober 2016 wurde er für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Ich habe Dr. Christoph Müllerleile immer als integer und ehrlich, engagiert und fleißig, unglaublich effizient, prinzipientreu und durchaus hartnäckig erlebt. Er ist fest verankert in den christlichen Werten, bodenständig und Oberursel (Taunus) immer sehr verbunden. Ich bin mir sicher, dass sich seine Familie, seine Frau und seine drei Töchter, auf die er sehr stolz ist, freuen werden, wenn er nun etwas kürzer tritt. Allerdings ist kürzertreten bei ihm so eine Sache - er möchte mehr schreiben, Vorträge halten, sich mehr dem Fundraising widmen-also eher der berühmte Unruhestand“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum in seiner Laudatio.

Ehrenplakette

Der Magistrat der Stadt Oberursel (Taunus) kann die Ehrenplakette der Stadt an Persönlichkeiten verleihen, die sich auf kommunalpolitischem, kulturellem, sozia­lem oder wirtschaftlichem Gebiet in hervorragender Weise um die Stadt Oberursel (Taunus) verdient gemacht haben. Die Ehrenplakette kann auch an Partnerstädte der Stadt Oberursel (Taunus) bzw. deren Bürger verliehen werden.

Die aus Bronze bestehende Ehrenplakette der Stadt Oberursel (Taunus) zeigt in Reliefausführung die zwei angesehenen Bürger der Stadt Eckardt und Wiederholt mit der großen Glocke der Kirche St. Ursula und dem Stadtwappen. Die Plakette trägt die Umschriftung „Für die Verdienste um die Stadt Oberursel (Taunus)“.

Eckardt und Wiederholt hatten im Jahr 1645 mit Mut und Geschick die Auslieferung der großen Glocke von St. Ursula trotz eines verlockenden Angebotes der Freien Reichstadt Frankfurt am Main verhindert und erwiesen damit der Stadt und ihren Bürgern einen unschätzbaren Dienst.

Die Plakette mit der Darstellung einer von beispiel­haften Bürgersinn und Heimatliebe getragenen Tat soll Symbol sein für alle außergewöhnlichen Ver­dienste, die sich Bürger und andere Persön­lichkeiten um die Stadt erworben haben. Die Ehrenplakette der Stadt Oberursel (Taunus) wird in Verbindung mit einer Urkunde verliehen.


Weitere Träger der Ehrenplakette sind

  • die Partnerstadt Epinay-sur-Seine (1969)
  • Margarete Portefaix (1974)
  • Karlheinz Pfaff (1978)
  • Rudolf Harders (1990) 
  • Albert Jung (1990)
  • Peter Schneider (2004)
  • Ilse Schwarz-Schiller (2008)
  • Dr. Martin Heubel (2011)
  • Dieter Rosentreter (2012)
  • Andrew Lloyd (2016)


Hans-Georg Brum

Bürgermeister

 

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