stadtplanung

Planungsrecht für Wohnquartier "Neumühle"

Planungsrecht für Gewerbe- und Wohnquartier „Neumühle“

Auf den Grundstücken Zimmersmühlenweg 82-84 und In den Schwarzwiesen 11 im Gewerbegebiet Süd, zwischen Zimmersmühlenweg und Ludwig-Erhard-Straße, soll ein gemischtes Gewerbe- und Wohnquartier entstehen mit verschiedenen Büroge­bäuden, einem Schulkomplex, mehreren Geschoss­wohnungsbauten sowie Einfamilienhäusern als Reihen- bzw. Doppelhäuser.

Die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 233 „Neu­mühle“ (zwischen Zimmersmühlenweg und Ludwig-Erhard-Straße) zur Umsetzung dieser Ziele wurde von der Stadtverordnetenversammlung im April 2018 beschlossen. In ihrer nächsten Sitzung am 13. Dezember 2018 entscheiden die Stadtverordneten über die Durchführung des Verfahrens – vorbehalt­lich der Zustimmung des Bau- und Umwelt­ausschusses in seiner morgigen Sitzung.

Das Plangebiet ist über den Zimmersmühlenweg und die Straße „In den Schwarzwiesen“ erschlos­sen. Es ist beabsichtigt, eine zusätzliche direkte Verkehrsverbindung für den motorisierten und den nicht-motorisierten Individualverkehr an der Ludwig-Erhard-Straße zu schaffen. Mit dem S-Bahn-Halte­punkt Stierstadt besteht eine sehr gute Anbindung an den ÖPNV.

Die Erschließung ist bereits jetzt als gesichert einzu­schätzen. Ein Verkehrsgutachten wurde erstellt.

Bestehendes Planungsrecht

Mit der Durchführung des Bebauungsplan­ver­fahrens Nr. 233 „Neumühle“ (zwischen Zimmers­mühlenweg und Ludwig-Erhard-Straße) sollen die planungs­rechtlichen Voraussetzungen für die Ent­wicklung eines gemischten Gewerbe- und Wohn­quartiers mit Schulstandort geschaffen werden.

Der Bebauungsplan Nr. 233 über­plant den seit 1982 rechtskräftigen Bebauungsplan Nr. 125 A voll­ständig. Grundstücke bzw. Grundstücksteile am nördlichen und südlichen Rand werden in den neu­en Geltungsbereich aufgenommen. Das im Gel­tungsbereich des seit 1987 rechtskräftigen Bebau­ungsplans Nr. 125 liegende, mit einem Büroge­bäude bebaute, Grundstück Ludwig-Erhard-Straße 21 und das Gewerbegrundstück In den Schwarz­wiesen 22 werden auf Grund des stadträumlichen Zusammenhangs in den neuen Bebauungsplan Nr. 233 einbezogen. Beide Grundstücke sind bebaut. In der zwischen den Gebäuden liegenden Freifläche bzw. privaten Verkehrsfläche soll die öffentliche Straßenverkehrsfläche zur Anbindung an die Lud­wig-Erhard-Straße realisiert werden.

Im Regionalen Flächennutzungsplan 2010 des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain (RegFNP) ist die Fläche als „gewerbliche Baufläche, geplant“ dargestellt. Die Bebauungspläne Nr. 125 und

Nr. 125 A setzen als Nutzungsart GE für Gewerbe­gebiet und GI für Industriegebiet fest. Das geplante Vorhaben kann nicht auf der Grundlage dieses Planungsrechtes umgesetzt werden.

Planungsziele

Die Ziele des Bebauungsplanverfahrens sind:

  • die Entwicklung des Geländes zu einem ge­mischt genutzten Quartier
  • die Schaffung von Gewerbeflächen
  • die Standortsicherung einer Schule und
  • die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum.

Planungsinhalte

Die Planungsinhalte wurden nach erfolgtem Be­schluss zur Einleitung des Verfahrens konkretisiert. Der Bebauungsplanvorentwurf wird nun den städti­schen Gremien zum Beschluss vorgelegt.

Im Geschosswohnungsbau soll kostengünstiger Wohnraum bereitgestellt und über einen Städte­baulichen Vertrag gesichert werden. Um diesem Ziel Rechnung zu tragen, wird eine dichtere Bebau­ung zugelassen. Die nach der Baunutzungsverord­nung höchstzulässige Geschoßflächenzahl (GFZ) von 1,2 kann aus diesem Grund und wegen der Lage des Plangebiets direkt am S-Bahnhaltepunkt Stierstadt auf 1,3 angehoben werden.

Insgesamt wird die Zahl der Wohneinheiten über den Städtebaulichen Vertrag auf 97 beschränkt, incl. der Reihenhäuser und Einzelhäuser.

Weiteres Verfahren

Der Bebauungsplan Nr. 233 „Neumühle“ (zwischen Zimmersmühlenweg und Ludwig-Erhard-Straße) wird im Regelverfahren nach § 2 BauGB durch­geführt. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und die Einholung der Stellungnahmen der Behör­den und sonstiger Träger öffentlicher Belange sollen voraussichtlich im Januar 2019 erfolgen.

Voraussichtlich wird der Bebauungsplan im 3. Quartal 2019 der Stadtverordnetenversammlung zum Satzungsbeschluss vorgelegt werden können.

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

 

 

 

 

 

 

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