Information

Eine-Welt-Verein erhält Bürgermedaille

Bürgerempfang 2018: Eine-Welt-Verein Oberursel e. V. erhält Bürgermedaille der Stadt Oberursel (Taunus) am 20. November

Der Magistrat der Stadt Oberursel (Taunus) wird beim diesjährigen Bürgerempfang am Dienstag,
20. November 2018, in der Stadthalle die Bürgermedaille an den Eine-Welt-Verein Oberursel e. V. verleihen.

Die Ehrenordnung sieht vor, dass der Magistrat auf Vorschlag des Bürgermeisters hin die Bürgermedaille der Stadt an Persönlichkeiten und Institutionen verleihen kann, die auf ehrenamtlicher Basis besonderen Einsatz gezeigt haben. „Der Eine-Welt-Verein engagiert sich für Menschen, die in weniger entwickelten Regionen der Welt leben. Sie bieten Hilfe zur Selbsthilfe und setzen sich ein für Solidarität und mehr Gerechtigkeit. Dem Verein ist es auch gelungen, die in Oberursel gegründeten Projekte mit den Menschen in der „Einen Welt“ zu vernetzen und hierfür viele Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gewinnen. An der Auszeichnung unserer Stadt als „Fairtrade-Town“ hat der Verein ebenfalls einen großen Anteil. Mit der Bürgermedaille möchten wir dieses Engagement auszeichnen“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum.

Eine-Welt-Verein Oberursel e. V.

Seit mehr als 40 Jahren bestehen in Oberursel (Taunus) Gruppen und Initiativen, die Beziehungen zu Partnern in Afrika, Asien, Ost-Europa und Lateinamerika unterhalten und dort Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Auch der Eine-Welt-Verein versteht sich seit der Gründung 1993 als eine dieser Initiativen. Die Vereinsmitglieder engagieren sich für Völkerverständigung und die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Partnern in den sogenannten Entwicklungsländern. Sie setzen sich für eine weltoffene und solidarische Gesellschaft ein, in der alle Menschen in Würde leben und arbeiten können.

In den ersten Jahren richtete der Verein, mit damals 20 Mitgliedern, hauptsächlich Veranstaltungen rund um entwicklungspolitische Themen aus. Die Mitgliederzahl hat sich bis heute mehr als verdoppelt und auch die Themen sind andere geworden. Über 20 Hilfsprojekte in Schwellenländern werden heute gemeinsam mit Kirchengemeinden, Schulen und Privatleuten finanziell und ideell unterstützt.

Im Einzelnen lassen sich die Vereinsziele so benennen:

·   Aufbau und Pflege von Beziehungen zu Vereinen und Bürgern mit Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Osteuropa
    und Lateinamerika

·   Projekte und Aktivitäten zur Förderung nachhaltiger Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere im Bereich des Fairen
    Handels

·   Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur Vermittlung von Kenntnissen über globale Zusammenhänge sowie das
    Alltagsleben und die Probleme in den Partnerorganisationen und –ländern

·   Unterstützung des gegenseitigen Austauschs und die Betreuung von Besuchern aus den Partnerorganisationen in
    Oberursel.

Die vier Säulen des Vereins sind Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Fundraising, Verwaltung sowie die Organisation des Weltladens. „Womit wir bei der großen Erfolgsgeschichte des Eine-Welt-Vereins angekommen sind“, so Bürgermeister Hans-Georg Brum.

Sieben Jahre lang wurden fair gehandelte Produkte von Ehrenamtlichen sieben Jahre lang an einem kleinen Markstand auf dem Samstags-Wochenmarkt verkauft, mit Einnahmen von maximal 200 Euro pro Woche. Mit dem Weltladen, der im April 2008 in der Unteren Hainstraße eingerichtet wurde, wurde das Angebot an fair gehandelten Waren auf eine neue Basis gestellt. Fair bedeutet hierbei, zu den  Kleinproduzenten werden partnerschaftliche Handelsbeziehungen aufgebaut, sie erhalten für ihre Produkte Preise über dem Weltmarktniveau, außerdem werden Sozial- und Umweltkriterien eingehalten. Der Laden ist bis heute ein Erfolgsmodell mit steigenden Umsätzen, mittlerweile wurden Nebenräume für weitere Schaufenster und ein zusätzliches Büro angemietet. 2018 lag der Umsatz bei 130.000 Euro. Das Geschäft wird, bis auf eine 450-Euro-Kraft, ausschließlich von Ehrenamtlichen betrieben, 42 Helferinnen und Helfer lösen sich im Schichtdienst ab.   

Durch den Laden und den direkten Kontakt mit den Kunden wird ein weiteres Ziel des Vereins direkt umgesetzt – in Kundengesprächen können die Entwicklungen der weltweiten Wirtschaft anhand des Handels mit fairen Produkten aufgezeigt werden. Und durch den Kontakt zu jungen Menschen kann der Eine-Welt-Gedanke in die Zukunft getragen werden.

Um weiter für die Situation der Menschen in den Schwellenländern zu sensibilisieren, schreibt der Verein regelmäßig Förderpreise aus, in diesem Jahr für ein Projekt, das sich nachhaltig für den globalen Süden einsetzt.

„Der langjährige Vorsitzende Franz Schneider hat 2013, nach 20 Jahren, den Vorsitz in andere Hände gelegt. Dem Verein ist damit auch ein „Generationenwechsel“ gelungen. Ines Greve fungiert nun gemeinsam mit Stellvertreter Peter Matthäy als Vorsitzende. Aktuell unterstützt der Verein die Stadt Oberursel in der Steuerungsgruppe des Fairtrade-Town-Prozesses und bringt sich in schulischen Projekten ein, ohne das große Ziel einer Partnerschaft von Oberursel (Taunus) mit einer Stadt in der „Einen Welt“ aus dem Auge zu verlieren. Man sieht, der Eine-Welt-Verein hat noch viel vor und die Verleihung der Bürgermedaille ist sicher Motor und Antrieb für die nächsten Jahre“, so Hans-Georg Brum abschließend.      

 

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

 

 

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.