Verkehr

Neue Verkehrsdaten

Neue Verkehrsdaten nach Zählung am 20. März 2018

Für den Aufbau eines Verkehrsmodells war am 20. März 2018 eine Verkehrszählung im gesamten Oberurseler Stadtgebiet durchgeführt worden. Mit Hilfe eines solchen Verkehrsmodells können Verkehrsströme für wichtige Verbindungsstraßen simuliert werden.

Die Hintergründe

Das Verkehrsmodell ist eingebunden in die VDRM (Verkehrs­datenbasis RheinMain), so dass auch Entwick­lungen im Umfeld Oberursels Berücksichti­gung finden. Die Zuständigkeit in der Verwaltung liegt bei Dr. Uli Molter, dem neuen Abteilungsleiter für die Verkehrsplanung. Dr. Molter: „Es ist im Modell möglich, den heutigen Zustand und diverse Planfälle wie neue Straßen (z.B. die Durchbindung zwischen Nassauer Straße und Weingärten­umgehung) bzw. neue oder erwei­terte Siedlungs­bereiche mit Wohnungen, Arbeits­plätzen oder Ein­zelhandelseinrichtungen zu simu­lieren. So können Veränderungen im Verkehrs­sys­tem (Zu- oder Ab­nahmen, Verlagerungen) modell­haft betrachtet und für die weitere Planung nutzbar gemacht werden.“

Zum Aufbau des Modells ist es notwendig, einen typischen „Verkehrstag“ (keine Schulferien, keine Feiertage, kein Wochenende, keine Großbaustellen etc.) in Oberursel mittels Verkehrszählungen zu erfassen.

Die Erhebungen haben am 20. März 2018 an insgesamt 20 Knotenpunkten in ganz Oberursel stattgefunden. Mittels Videokameras (die weder Gesichter noch Kfz-Kennzeichen erfassen können) wurden an den Knoten alle KFZ-Abbiegeströme erfasst, ausgewertet und auf Plausibilität geprüft. Ebenso wurden Hinweise der Polizei sowie Zeitungsberichte zu größeren Störungen oder Defekten im Erhebungszeitraum ausgewertet. Die Zählergebnisse decken sich mit denen kleinteiliger Untersuchungen u.a. im Bereich Hohemarkstraße und zu Stierstadt. Sie sind typisch für einen Oberurseler Werktag und fließen nun in die weitere Arbeit ein.

Ergebnisse

Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die Erhebung bildet das Verkehrsgeschehen durch KFZ in Oberursel gut und plausibel ab. Entsprechend dem bundesweiten Trend hat der Verkehr auch in Oberursel moderat zugenommen.“

Interessant sind die unterschiedlichen Belastungs­werte, Hauptverkehrsachsen sind:

  • Die Lahnstraße: mit 22.000 Fahrzeugen im Bereich zwischen A661 und Dornbachstraße, an der Kreuzung zur Hohemarkstraße hin immerhin noch 15.000. Hier – wie an anderer Stelle – zeigt sich: Bei der Masse der Verkehrsbewegungen handelt es sich um Ziel- und Quellverkehr, nicht um Durchgangsverkehr.
  • Die Homburger Landstraße: Von der A661 her kommend bewegen sich täglich 36.000 Autos Richtung Oberursel und verteilen sich in der Folge. Nach dem Abzweig in das Gewerbegebiet An den Drei Hasen (Willy-Brandt-Straße) sind es noch 28.000. Wichtig ist zum Beispiel die Erkenntnis, dass es in der Nassauer Straße nahezu keine Veränderung gegeben hat mit aktuell rund 21.000 KFZ in 24 Stunden im Vergleich zu den letzten Zählungen – auch wenn das subjektiv anders wahrgenommen wird.
  • Die Querschnittsbelastungen in der Frank­furter Landstraße (17.000), der Kurmain­zer und der Oberhöchstadter Straße jeweils etwa bei 14.000 gezählten KFZ, liegen deutlich unter den Werten der wichtigen Zufahrtsstraßen im Osten Oberursels.
  • Dagegen fallen andere innerörtliche Straßen deutlich ab. Die obere Taunusstraße in Stier­stadt wird täglich von 5.000  KFZ frequentiert, die Hohemarkstraße im oberen Bereich am Rosengärtchen von 6.200, wobei sich dies Richtung Innenstadt deutlich auf über 10 bis 13 Tausend verdichtet, die Feldbergstraße zwi­schen 6.000 und 10.000 Fahrbewegungen am Tag.

Trotz des Einwohnerwachstums in den letzten Jahren verzeichnet Oberursel nur eine moderate Zunahme des KFZ-Verkehrs. Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Einwohnerwachstum heißt heute also nicht gezwungener­maßen eine wie bisher übliche Zunahme im KFZ-Verkehr. Die Verkehrsbelastung kann durch gute Stadt- und Verkehrsplanung vermindert werden.“

Dr. Uli Molter: „Die Erhebung dient nun als Basis für den Aufbau des Verkehrsmodells Oberursel (VDRM). Auch für die Verkehrssimulation im Bahn­hofs­quartier werden die Daten für die späteren Detail­planungen beim Verkehr und Städtebau von Bedeu­tung sein.“

Hier geht's zum Verkehrsmodell

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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