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Französische Kultur begeistert die Jugend

Jugend ist begeistert vom kulturellen und musikalischen Austausch in Partnerstadt Epinay-sur-Seine

Für ein Wochenende Anfang Juni war die Jugendforumsgruppe aus dem Jugendbüro in die französische Partnerstadt Epinay-sur-Seine gereist. Die zehn Jugendlichen hatten sich seit langer Zeit zusammen mit dem Leiter des Jugendbüros Achim Hasselberg auf diese Fahrt vorbereitet und freuten sich sehr, als es endlich losging.

Nach dem Eintreffen am „Place d´Oberursel“ ging es zum Kulturzentrum der Stadt, dem „Pole Musical d´Orgemont“. Bachir Ghabra, Mitarbeiter der Epinayer Stadt­verwaltung, empfing die Gruppe sehr herzlich und machte sie mit dem Gitarristen Stefan Afonco bekannt, der zugleich ein paar Gitarren und ein Klavier hervorzauberte und direkt zur Probe für das gemeinsame Konzert am selben Abend überleitete. Da die Oberurseler Gruppe selbst sehr an Musik interessiert ist, machten alle entweder als Instrumentalisten oder Sängerinnen und Sänger mit. Die Oberurseler hatten auch einige Noten dabei z.B. „Je veux“ von Zaz, aber auch deutsche Songs wie „Wir sind groß“ von Mark Foster. Beim darauf­folgenden Konzert, dem „Atelier Débranchés“ (zu übersetzen mit „ausgestöpselte Musik“) staunte die Gruppe nicht schlecht, als die Franzosen von sich aus Nenas „99 Luftballons“ in recht gutem Deutsch intonierten. Die Epinayer unterstützten die Auftritte der Jugendgruppe, übrigens Open Air bei herr­lichem Wetter, mit großem Applaus und sehr netter Moderation. Beim anschließenden Abendessen mit einigen der Musiker kamen die Unterhaltungen und gemein­samen Fotos wie von selbst zustande.

Da es für alle der erste Besuch in der Partnerstadt war, ging es am nächsten Tag darum, die Stadt kennenzulernen. Die sympathische Stadtführerin Laurie Coppin, die sich als Leiterin des Archivs sehr gut auskennt, erzählte sehr viele interessante Dinge über den Ort, über Bauwerke und wichtige Perso­nen, die sich hier aufhielten. Vom Rathaus, einem Schloss von 1760, ging es durch Parks, dann an der Seine entlang, durch Straßen mit Häusern aus Natursteinen bis zum über 100 Jahre alten Bahnhof. Das war wunderschön und so waren alle sehr erholt, um auch den quirligen Teil der Stadt mit großen Einkaufszentren und Hochhäusern kennen­zulernen. Doch viel Zeit blieb dafür nicht, denn es stand die Teilnahme am Spiel „Mystères à la mairie“ im Schlossgebäude des Rathauses an. Bei diesem Spiel waren die Oberurseler in einem von drei Teams zusammen mit Familien aus Epinay. Verschiedene Rätsel und Hinweise waren im Raum, aber auch im Schlosspark verteilt. Mit Köpfchen, Phantasie, Geschick, Logik und Kombinationsgabe ist das eigentlich zu lösen. Dieses Quiz war sehr anspruchsvoll und trotz guter Französischkennt­nisse von vielen in der Gruppe, gelang es leider nicht, alle Lösungen zu finden. Aber es war ein schönes Erlebnis, zusammen mit den Familien aus Epinay daran teilnehmen zu dürfen. 

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Rexhep, Julian, Stephi, Lotti, Jaquelin und Clara beim Lösen des Quiz im Schloss


Es waren zwei wunderbare Tage in einer vitalen und interessanten Stadt, die Jugendlichen lernten sehr sympathische und herzliche Menschen kennen und freuen sich jetzt schon, wenn vielleicht im nächsten Jahr eine Jugendgruppe aus Epinay nach Oberursel zu Besuch kommt.

Christof Fink

Erster Stadtrat

 

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