Bauprojekte

Sportanlagen Weißkirchen

Oberurseler Straße: Neustrukturierung der Sportanlagen für Projekt „bezahlbarer Wohnraum“

Die Stadtverordnetenversammlung hat mit Be­schluss vom 30. März 2017 den Magistrat beauf­tragt zwei miteinander zusammenhängende Pro­jekte zu sondieren.

  1. Für den 1. FC Weißkirchen einen Kunstrasen­platz einschließlich einer modernen Flutlichtan­lage (LED-Technik) auf dem südlichen Rasen­platz an der Oberurseler Straße anzulegen.
  2. Vorbereitungen zu treffen, ob und unter welchen Voraussetzungen auf dem nördlichen Fußball­feld Wohnungsbau im bezahlbaren Bereich verwirklicht werden können.

Zu beiden Punkten liegen Ergebnisse vor, die im Bau- und Umweltausschuss am 7. März 2018 disku­tiert werden und zu einer neuen Beschluss­empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung führen sollen.

Bürgermeister Hans-Georg Brum zu den Überle­gungen des Magistrats: „Ein Kunstrasenplatz kann unproblematisch auf dem nördlichen wie auch auf dem südlichen Fußballfeld angelegt werden, aber die Realisierung eines neuen Wohngebietes auf der nördlichen Sportplatzfläche stößt auf erhebliche Schwierigkeiten in Bezug auf die Einhaltung der Schallschutzwerte für ein allgemeines Wohngebiet.“

Folgende besondere Problembereiche sind bei dieser Konstellation erkennbar:

  • Gewerbebetriebe an der Oberurseler Straße
  • Sportnutzung insgesamt (Fußball/ Leichtathletik/ Tennis)
  • Verkehrslärm der Ludwig-Erhardt-Straße
  • Betriebshofs des Bau- und Service Oberursel

Während einzelne Punkte sicher zu bewältigen gewesen wären, führte die Summe der Lärmquellen dazu, dass das Vorhaben in der jetzigen Struktur überdacht werden musste.

Ergebnis: Sportplatz auf dem nördlichen – Wohnbebauung auf dem südlichen Fußballfeld

Aus den genannten Gründen wird vorgeschlagen, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 30. März 2017 zu revidieren und bei den weiteren Planungen die Nutzung zu wechseln: die Wohnbebauung mit rund einem Hektar Grund­stücksfläche wird auf dem südlichen Fußballfeld vorgesehen, für den Kunstrasenplatz wird das nördliche Spielfeld ertüchtigt.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die neue Wohnbebauung schließt sich stadt­planerisch organisch an die bestehende Wohn­bebauung südlich der Vereinsheime an.
  • Die Aufenthaltsbereiche der neuen Wohnungen können optimal nach Süden ausgerichtet werden und wenden sind damit vom Spieltrieb des Fußballplatzes ab.
  • Die neue Wohnbebauung liegt zunehmend in der Gegenlage von nicht störendem Gewerbe an der Oberurseler Straße.

Damit gelingt es, ein attraktives Mischgebiet mit Wohnen, Sport-, Freizeit und Gewerbe zu schaffen, in dem die gegenseitigen Beeinträchtigungen der Betroffenen auf ein Minimum zu reduziert werden.

  • Die angestrebte Wohnbebauung zur „Schaffung bezahlbaren Wohnraums“ an der Oberurseler Straße wird auf rechtssichere Grundlage ge­stellt.
  • Das Wohnen auf dem früheren Sportplatz wird nicht durch die vorhandenen Gewerbebetriebe und den Bauhof belästigt.
  • Auch der Sportbetrieb und das aktive Vereins­leben der Weißkirchener Vereine stören das Wohnen nicht.

Durch die überarbeitete räumliche Anordnung wer­den die für derartige Gebiete typischen Nutzungs­konflikte zwischen Wohnen, Sport, Freizeit und dem Gewerbe von vornherein vermieden

Bürgermeister Hans-Georg Brum hierzu abschlie­ßend: „Wenn uns die Stadtverordneten in der Sitzung am 22. März 2018 in unserer Argumentation folgen, werden wir die veränderten Rahmenbeding­ungen mit den Vereinen besprechen und in diesem nächsten Schritt auch die angrenzende Anwohner­schaft einbinden. Mir ist daran gelegen hier ein Projekt mit bezahlbarem Wohnraum zu realisieren. von dem alle Beteiligten profitieren und das als Verbesserung sowohl für das Wohnumfeld als auch für die sportlichen Aktivitäten wahrgenommen wird. Die einzelnen Betroffenen können alle ihren eigenen Interessen nachgehen, ohne andere damit zu stören.“

 

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

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