Autsch - sind Wespenstiche gefährlich?
Hornissen und Wespen besitzen einen Wehrstachel, der nur dann eingesetzt wird, wenn es zu Störungen im Nestbereich kommt.
Alle Verteidigungsaktionen dienen ausschließlich dem Schutz der Brut. Normalerweise stechen die Tiere nicht unmotiviert. Ihr ganzes Interesse gilt der Aufzucht der Nachkommen, für die ihnen nur vier bis fünf Monate verbleiben.
Jeder unmotivierte Angriff würde unnötig viel Energie verbrauchen. Doch damit müssen diese Tiere sehr haushalten, da jedes einzelne Individuum nur eine Lebenserwartung von sechs bis acht Wochen hat. Die Stiche sind nicht gefährlicher als die von Bienen.
Der Aberglaube, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd und drei einen Menschen töten könnten, ist wissenschaftlich widerlegt.
Sogar kleinere Tiere, wie z.B. Mäuse, können mehrere Stiche unbeschadet überstehen.
Dem Menschen werden selbst mehrere Stiche in den Kopf oder andere schmerzempfindliche Körperteile nicht gefährlich.
Lediglich bei Personen die stark allergisch auf Wespen- oder Hornissengift reagieren, kann es zu Atem- und Kreislaufbeschwerden kommen. Bei diesen Reaktionen, die ca. zehn bis fünfzehn Minuten nach dem Stich auftreten, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. Derartige Allergien sind jedoch äußerst selten.
Oft wird schon die Schmerzreaktion und das Anschwellen der betreffenden Stelle als Allergie missdeutet.
Kühle Umschläge und eine Salbe gegen Insektenstiche schaffen Linderung.
Mit Wespen leben - einige Tipps:
- Wespen und Hornissen leben nur eine Saison. Nach dem Absterben der Kolonie kann das leere Nest entfernt werden.
- Alte Nester werden nicht wieder bezogen.
- Vermeiden Sie Erschütterungen des Nestes.
- Halten Sie die Flugbahn frei. Änderungen der Einflugrichtung mit Hilfe von Fliegendraht.
- Stochern Sie nicht mit einem Stock im Nest herum.
- Versuchen Sie nicht das Nest abzuflämmen (Lebensgefahr!)
- Decken Sie Obst, Kuchen und andere Speisen ab.
- Lehren Sie die Kinder auf Tiere zu achten - wie auf Autos und fremde Hunde.
- Verschließen Sie Hohlräume an Ihrem Haus rechtzeitig.
- Sie können Fenster mit Fliegendraht sichern, falls die Tiere in der Nähe des Hauses nisten.
Bedenken Sie:
Alle wildlebenden Tierarten stehen unter dem Schutz des Naturschutzrechtes.







