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Fassaden begrünen - mit Pflanzen gestalten

Fassadenbegrünung

Eine Wandbegrünung mit Kletterpflanzen belebt eintönige Häuser, Gartenlauben, etc..

Mit geringem technischem Aufwand und ohne viel Geld können Wände, Fassaden und Mauern aus Beton, Natur- oder Kunststeinen durch Kletterpflanzen in "grüne Oasen" verwandelt werden.
Gerade dort, wo es an Platz für Bäume, Sträucher und Wiesen fehlt, kann man problemlos in die "Senkrechte" gehen. Fassadenbegrünung bringt viele Vorteile:

  • Sie verbessert das Stadtklima.
  • Sie filtert Schadstoffe.
  • Sie verringert die Staubbelastung.
  • Sie schützt das Gebäude vor extremen Witterungseinflüssen.
  • Sie spart Energie
  • Sie bewirkt die optische Auflockerung monotoner Fassaden.
  • Sie ist Lebensraum für viele Tiere.
  • Sie schafft eine lebenswerte Umwelt.

Den Vorteilen steht allerdings die Befürchtung bezüglich auftretender Bauschäden gegenüber. Diese Schäden lassen sich aber schon im voraus vermeiden, wenn man einige Grundregeln beachtet:

  • keine Begrünung mit selbstklimmenden Pflanzen bei Wandoberflächen wie Thermohäuten, Schindelverkleidungen und luftigen Putzen.
  • keine Verwendung von selbstklimmenden Pflanzen bei schadhaftem bzw. rissigem Mauerwerk.

Kletterpflanzen

Die Kletterpflanzen lassen sich grundsätzlich unterscheiden in Selbstklimmende und Gerüstranker.

Selbstklimmende
Die Selbstklimmenden (z.B. Wilder Wein, Efeu) brauchen keine Gerüsthilfe. Sie klettern mit Hilfe kleiner Haftwurzeln oder Haftscheiben, mit denen sie sich an der jeweiligen Stütze (Bäumen, Hauswänden oder Rankgerüsten) fest verankern.

Gerüstranker
Die Gerüstranker lassen sich unterscheiden in:

  • Rankenpflanzen
    Sie halten sich mit Hilfe von ausgebildeten Greiforganen (Ranken) an der Stütze fest. Auf Berührungsreiz umwachsen sie die Holz-, Kunststoff- bzw. Metallkonstruktion (z.B. Echter Wein).
  • Schlinger
    Diese Kletterpflanzen (z.B. Hopfen, Geißblatt) bilden keine besonderen Organe aus. Ihre junge Triebe umschlingen Stäbe, Drähte und andere dünne Gegenstände, wobei sie sich aufwärts drehen. Sie lassen sich von daher gut führen, nehmen aber waagrechte oder schwachgeneigte Führungen nicht selbständig an bzw. rutschen herunter.
  • Spreizklimmer
    Mit Hilfe von Stacheln, Dornen und kurzen Seitentrieben können sich diese Kletterpflanzen auf Rankgerüste legen. Sie bedürfen eines regelmäßigen Schnittes, da sie einen sehr starken Wuchs haben (z.B. Kletterrosen, Kletterbrombeere).

Spaliergehölze

Sie werden mit Hilfe des Schnittes und der Führung an einem Gerüst zu einer flächigen Wuchsform gezogen. Hier bieten sich insbesondere Obstgehölze an, die aber eine fachgerechte Behandlung (Schnittmaßnahmen, Düngungen, usw.) sowie einen geeigneten Standort benötigen.

Eine große Vielfalt an Pflanzen gibt die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, mehrere Sorten miteinander zu kombinieren.

Weitere Informationen:

Eine Auswahl an geeigneten Pflanzen finden Sie auf den Listen über einjährige und mehrjährige Arten.

Pflanzenliste - einjährige Arten
Kletter- und Rankpflanzen
 
Pflanzenliste - mehrjährige Arten
Kletter- und Rankpflanzen
 

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