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Daten zur Geschichte von Weißkirchen

Weißkirchen
Weißkirchen

Schriftliche Ersterwähnung von „Wizenkirchen“ in einer Abschrift eines Lehensverzeichnisses von 1250/1260. Aus dem Inhalt einer anderen Notiz ist das Vorhandensein des Ortes um 1171/1191 nachweisbar. Da die Ortsgründung vor diesem Zeitpunkt liegt, legte man 1980 das Jubiläumsdatum auf den 24.6.818 fest. Weißkirchen teilt in staatlicher Hinsicht das Schicksal Oberursels.

Im Mittelalter gehört der Ort kirchlich als Filiale zur Mutterkirche Krutzen (Crutzen) im Kalbacher Feld. Nach der Auflassung von Krutzen, spätestens 1535, übernimmt die Filialkirche Weißkirchen alle Rechte der Mutterkirche.

1524 Die Reformation hält Einzug, sie wird von der Gegenreformation 1604/1606 abgelöst. 1823 werden danach erstmals Kinder evangelischen Glaubens in die Schule aufgenommen. Kirchlich werden die evangelischen Einwohner zunächst von Kronberg, später von der 1847 gegründeten Gemeinde Oberursel betreut. Die 1955 gegründete Kirchengemeinde Stierstadt/Weißkirchen löst sich 1968 von der Oberurseler Gemeinde. Sie nennt sich seit 1992 Versöhnungsgemeinde.

1622 Brandschatzung von Weißkirchen. Während des Kriegs 1618-1648 kommt es mehrfach zu Plünderungen.

1780 Es befinden sich 54 Häuser im Ort, von denen 3 wüst liegen.
1860 Die „Homburger Bahn“ (Eisenbahn) von Frankfurt nach Homburg nimmt ihren Betrieb auf, eine der Stationen ist Weißkirchen. 1910 folgt die elektrifizierte Straßenbahn Frankfurt/Hohemark mit der Haltestelle „Weißkirchen“.

1945 Der Einmarsch amerikanischer Truppen am 29.3.1945 beendet die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Noch im Februar 1945 waren mehrere Personen bei einem Bombenangriff auf die Eisenbahnlinie und die seit 1891 im Ort angesiedelte „Erste Süddeutsche Ceresinfabrik“ umgekommen.

1965 Durch den Bau der späteren Gesamtschule als Volksschuloberstufenschule Stierstadt/Weißkirchen (eingeweiht 1965) erhält der Ort eine höhere Schule. Es folgt 1966/1967 der Neubau der heutigen Grundschule.

1972 Eingliederung der Gemeinde Weißkirchen in die Stadt Oberursel (Taunus) zum 1.4.1972 im Rahmen der Gebietsreform. Ein Ortsbeirat vertritt seit Oktober 1972 die Interessen des Stadtteils.

Heute befindet sich nördlich von Weißkirchen in Oberursel-Süd (rund um den Zimmersmühlenweg) das bedeutendste Gewerbegebiet in Oberursel. Viele große und namhafte Firmen haben hier ihren Sitz.

Derzeit leben im Ortsteil Weißkirchen rund 5.200 Menschen.

Texte: Andrea Bott (Stadtarchiv)

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