Bahnhofsprojekt - Aktueller Stand
Aktueller Stand
Drei Jahre sind vergangen, seitdem die Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (SEWO) das Bahnhofsareal mit dem Bahnhofsgebäude gekauft hat – am 25.11.2011 wurde ein weiterer, entscheidender Meilenstein bei diesem wichtigen Stadtentwicklungsprojekt erreicht: die Einrüstungen wurden abgebaut, endlich gibt es einen freien Blick auf das – von außen – bereits weitgehend fertig sanierte Gebäude. Schon jetzt lässt sich erahnen, in welchem Glanz das Bahnhofsgebäude bei der für Herbst 2012 geplanten Neueröffnung erstrahlen wird!
Die grundlegenden Bautätigkeiten am Bahnhofsgebäude sind nun beendet, ab jetzt geht es vor allem an die Feinheiten im Inneren des Gebäudes. Der SEWO ist es gelungen, einen interessanten und erfolgversprechenden Mietermix etablieren zu können. Die sanierte Immobilie ist durch ihre Neunutzung um ein Vielfaches aufgewertet und wird dem gesamten Bahnhofsareal ein völlig neues Gesicht geben. Die Mieter des Bahnhofsgebäudes werden mit ihren vielfältigen Angeboten für eine stetige Frequenz sorgen, beginnend um 5:00 Uhr jeden Tag mit der Öffnung des DB Service Stores und bis in die Abendstunden hinein. Für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes werden keine Gelder aus dem städtischen Haushalt verwendet. Sämtliche Sanierungsarbeiten wurden von der SEWO in Eigenregie – in enger Abstimmung mit der Stadt und den politischen Gremien – und durch eigene finanzielle Mittel durchgeführt.
Bei der Konzeption des Gebäudes war eine ingenieurtechnisch durchdachte Vorgehensweise besonders wichtig. Auch wenn das Bahnhofsgebäude im 20. Jahrhundert die Funktion eines technischen Bahnbetriebsgebäudes hatte, wurde es äußerlich im Villenstil gestaltet. Die angewandte Ingenieurtechnik im Bahnhof des 21. Jahrhunderts zeigt sich beispielsweise durch den Einbau der Stahlbetontragstruktur mit neuen Decken und Tragekonstruktionen, aber auch durch die zeitgemäße und aufwändige, technische Gebäudeausstattung, die ca. 35% der Baukosten ausmacht. Die Gebäudetechnik war erforderlich, um die Nutzung des Gebäudes als Tanzschule, Restaurant, Bistro, Verkaufsfläche und Sprachschule mit Multifunktionssaal zu nutzen. Ein weiteres, wichtiges Element des Bahnhofsgebäudes ist das Wechselspiel zwischen neuen alten (die Rundbogenfenster), sanierten alten (die Fassade) und modernen Bauelementen (die großen Fassadenöffnungen an Südseite und der kubische Anbau mit dem Service Store und den öffentlichen WCs),“
Was bisher realisiert wurde
Beispielhaft sollen einige der sehr aufwändigen Arbeiten innerhalb der vergangenen Monate dargestellt werden: Das gesamte Tragwerk wurde erneuert, um die erforderliche Statik des Gebäudes zu gewährleisten. Beispielsweise wurden neue Decken eingezogen.
Drei neue Technikzentralen für Lüftung und Klimaanlagen wurden – in den Dachspitzen über den Mietbereichen nur durch die in die Dachhaut eingeschnittenen Lüftungsöffnungen von außen wahrnehmbar – installiert. Diese sind Voraussetzung für die neuen Nutzungen im gastronomischen Bereich wie auch für die Durchführung von größeren Veranstaltungen der Tanzschule und der Erlebnis Lounge. Die Herausforderung lag hierbei darin, diese moderne Technik in die historische Hülle des Bahnhofsgebäudes zu integrieren.
Die zum Schrankenwärterhäuschen hin orientierte Westfassade des Bahnhofsgebäudes wurde komplett mit den im historischen Bahnhof verwendeten Steinen Taunusquarzit und Natur-Sandstein erneuert. An anderen Stellen wurde die Fassade ausgebessert. In Südrichtung wurde die Bahnhofshalle mit einer großen, quadratischen Öffnung versehen, die eine Außenterrasse erschließt und die Blickbeziehung nach Bommersheim ermöglicht.
Das Bahnhofsgebäude wurde mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet, welches von den Stadtwerken im Contracting-Modell betrieben wird. Der durch das BHKW erzeugte Strom wird in das städtische Stromnetz eingespeist.
Aufwändige Elektroinstallationsarbeiten wurden durchgeführt um zum Beispiel moderne Beleuchtungstechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik und das Abrechnungssystem der Gastronomie zu ermöglichen. Insgesamt ca. 50 km Kabel wurden dabei verarbeitet!
Ein Highlight des Gebäudes ist der in der Bahnhofshalle befindliche Tanzsaal der Tanzschule Pritzer. Auf dieser Ebene sind die historische Holzbalkendecke, die nach historischem Vorbild sanierten Bleiverglasungen und die historische Stahlkonstruktion aus der Nähe erlebbar.
Die nächsten Arbeitsschritte
Nach und nach beginnen die Arbeiten am Innenausbau, um die neu geschaffenen, ca. 2.000 Quadratmeter Fläche für die neuen Mieter herzurichten. In Abstimmung mit den Mietern erfolgen jetzt sukzessive die Herstellung der Böden, Decken und Wände und die Installation der jeweils erforderlichen Technik.
Die bauliche Fertigstellung ist für Sommer 2012 geplant, anschließend erfolgt die Möblierung durch die Mieter wie auch individuelle Arbeiten an der Beleuchtungstechnik. Die Eröffnung des Bahnhofsgebäudes ist für 2012 geplant.
100 Parkplätze werden im Umfeld des Bahnhofes errichtet, Mietinteressenten für Dauerparkplätze können sich bereits jetzt bei der SEWO, Tel. 06171/ 26 89 65 melden. Weitere Parkflächen entstehen am Schrankenwärterhäuschen.
Der neue Multifunktionssaal mit einer Fläche von ca. 100 Quadratmetern, im Obergeschoss des Gebäudeostflügels, wird zukünftig verwaltet von der Helen Doron-Sprachschule. Genutzt werden soll dieser als dritter Tanzsaal für die Tanzschule. Der Saal kann aber auch für private Veranstaltungen von Bürgern, Vereinen, Firmen etc. angemietet werden. Auskünfte hierzu gibt es bei der Helen Doron Schule.
Die neuen Mieter
Die neuen Mieter für das Bahnhofsgebäude sind die Tanzschule Pritzer, der gastronomische Betrieb von Markus Rose mit „Erlebnislounge“ und Biergarten, das Helen Doron Early English Learning Centre von Gabi Krappe und der Feinkostladen und Bistro Soylu. Bereits während des Hessentages im Juni 2011 eröffnete der DB-Service Store im modernen Anbau des Bahnhofsgebäudes.
Die Lounge im alten Bahnhof Oberursel wird sich auf eine Fläche von ca. 750 m² ausdehnen, die Tanzschule Pritzer, derzeit im KDM-Gebäude in der Adenauerallee ansässig, mietet eine Fläche von ca. 500 m² an. Der DB Service-Store sowie die öffentlichen WC’s und der Behinderten-WC-Bereich werden eine Fläche von ca. 250 m² einnehmen, das Helen Doron Centre – im Moment auch noch im KDM-Gebäude untergebracht – zwei Etagen à ca. 300 m². Der türkische Feinkostladen mit Bistro erhält Flächen im Erdgeschoss und Untergeschoss von ca. 200 m².
Gesamtplanung „Bahnhofsprojekt“ entsprechend dem Beschluss der Stadtverordneten vom 24. April 2008.
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Gesamtplanung Bahnhofsprojekt
Gesamtplanung Bahnhofsprojekt (pdf, 1 MB) für eine größere Darstellung als mit der Grafik.











