Kastanienallee - Adenauerallee und Anlage
Die zunehmende Erkrankung der Kastanien in der Adenauer Allee war seit Jahren klar erkennbar. Bereits ab Juni traten deutliche Verfärbungen der Blätter auf, das Laub fiel bereits im Spätsommer, deutlich zu früh.
Versuche, in den zurückliegenden Jahren durch Nachpflanzungen den Charakter der Allee zu erhalten, haben nicht zum Erfolg geführt. Die nachgepflanzten Bäume haben im Schatten der großen Bestandsbäume keine ausreichenden Lebensbedingungen gefunden.
Restaurierung und Umgestaltung
Nach eingehender Untersuchung des aktuellen Zustandes der Wegebeläge, des Erdreichs und des Baumbestandes der historischen Parkanlage und ihrer prägenden Allee fiel die Entscheidung zur Neubewertung in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde.
Ein Baumgutachten ergab ein im Gesamtergebnis für jeden Baumfreund niederschmetterndes Ergebnis:
Nahezu alle Kastanien des oberen Abschnittes der Allee zwischen Vorstadt und Bahnhof waren geschädigt, einige so schwer, dass die Verkehrssicherheit gefährdet war. Der Boden im Bereich der Allee zusätzlich hochgradig verdichtet, mit deutlich erhöhtem Salzgehalt (Streusalzschäden).
Daten und Fakten
Bäume:
Nachgepflanzt wurden Rosskastanien der Sorte ‚Baumannii’, da diese gegenüber der vorherigen Art eine größere Toleranz gegenüber negativen Einflüssen des Stadtklimas (Streusalzeintrag, Trockenheit) und der Miniermotte aufweist. Die Sorte Baumanii blüht gefüllt, es kommt eher selten zur Fruchtbildung.
Bei einem zu erwartenden Jahreszuwachs von ca. 50 cm im Durchmesser pro Jahr, kann man vom Kronenschluss über dem Weg in bereits 6 Jahren ausgehen (vgl. Planbild 3 Kastanienallee Entwicklung bis 2015)
Wesentliche Punkte der Restaurierung
- Ersatz der geschädigten Bäume durch bereits große neue Kastanien zur Wiederherstellung des Gesamtbildes einer eindrucksvollen Allee.
- Erneuerung des Wegebelages im Alleenweg im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und farblich angepasster Gestaltung.
Wesentliche Punkte der Umgestaltung
Das Wasserbecken wurde zugänglich gemacht, die Bepflanzung rückt vom Beckenrand ab, so dass Aufenthaltsraum direkt am Wasser entsteht, das Wasser aber auch betreten werden kann
Die Mittelachse der Aumühlenstraße wird im Park fortgeführt und etwas verbreitert, so dass Raum als Aufenthaltsfläche entstand. Die Fläche wäre zukünftig für eine in einem kleinen Pavillon untergebrachte Sommerbewirtschaftung geeignet.
Der Übergang über die Straße an die Aumühlenstraße wurde geteilt und aus dem Kreuzungsbereich verlegt, so dass eine sichere Querung besser möglich wird.



















