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Kastanienallee - Adenauerallee und Anlage

Die zunehmende Erkrankung der Kastanien in der Adenauer Allee war seit Jahren klar erkennbar. Bereits ab Juni traten deutliche Verfärbungen der Blätter auf, das Laub fiel bereits im Spätsommer, deutlich zu früh.
Versuche, in den zurückliegenden Jahren durch Nachpflanzungen den Charakter der Allee zu erhalten, haben nicht zum Erfolg geführt. Die nachgepflanzten Bäume haben im Schatten der großen Bestandsbäume keine ausreichenden Lebensbedingungen gefunden.

Restaurierung und Umgestaltung

Nach eingehender Untersuchung des aktuellen Zustandes der Wegebeläge, des Erdreichs und des Baumbestandes der historischen Parkanlage und ihrer prägenden Allee fiel die Entscheidung zur Neubewertung in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde.

Ein Baumgutachten ergab ein im Gesamtergebnis für jeden Baumfreund niederschmetterndes Ergebnis:
Nahezu alle Kastanien des oberen Abschnittes der Allee zwischen Vorstadt und Bahnhof  waren geschädigt, einige so schwer, dass die Verkehrssicherheit gefährdet war. Der Boden im Bereich der Allee zusätzlich hochgradig verdichtet, mit deutlich erhöhtem Salzgehalt (Streusalzschäden).

Bild der Kastanienallee, aufgenommen ca. 1936
Die Kastanienallee, ca. 1936

Die neuen Kastanien

Foto von den ausgesuchten Bäumen in der Baumschule
Die ausgesuchten Bäume in der Baumschule

Daten und Fakten

Bäume:

Nachgepflanzt wurden Rosskastanien der Sorte ‚Baumannii’, da diese gegenüber der vorherigen Art eine größere Toleranz gegenüber negativen Einflüssen des Stadtklimas (Streusalzeintrag, Trockenheit) und der Miniermotte aufweist. Die Sorte Baumanii blüht gefüllt, es kommt eher selten zur Fruchtbildung.

Bei einem zu erwartenden Jahreszuwachs von ca. 50 cm im Durchmesser pro Jahr, kann man vom Kronenschluss über dem Weg in bereits 6 Jahren ausgehen (vgl. Planbild 3 Kastanienallee Entwicklung bis 2015)

Kastanienallee - Entwicklung bis 2015

Kronenschluss der Bäume über den Alleenweg

Grafik zur Entwicklung der Kastanienallee bis zum Jahr 2015

Wesentliche Punkte der Restaurierung

  • Ersatz der geschädigten Bäume durch bereits große neue Kastanien  zur Wiederherstellung des Gesamtbildes einer eindrucksvollen Allee.
  • Erneuerung des Wegebelages im Alleenweg im Hinblick auf  Benutzerfreundlichkeit und farblich angepasster Gestaltung.
Grafik zum bisherigen Baumbestand der Kastanienallee
Kastanienallee bisheriger Bestand
Grafik zur Neubepflanzung
Kastanienallee Neupflanzung

Wesentliche Punkte der Umgestaltung

Das Wasserbecken wurde zugänglich gemacht, die Bepflanzung rückt vom Beckenrand ab, so dass Aufenthaltsraum direkt am Wasser entsteht, das Wasser aber auch betreten werden kann

Die Mittelachse der Aumühlenstraße wird im Park fortgeführt und etwas verbreitert, so dass Raum als Aufenthaltsfläche entstand. Die Fläche wäre zukünftig für eine in einem kleinen Pavillon untergebrachte Sommerbewirtschaftung geeignet.

Der Übergang über die Straße an die Aumühlenstraße wurde geteilt und aus dem Kreuzungsbereich verlegt, so dass eine sichere Querung besser möglich wird. 

Aufnahmen von den Fällarbeiten

Sie können die Bilder durch Anklicken vergrößern

Baumfällung
Die letzte Kastanie wird gefällt
Der Kran hebt die Krone der Kastanie weg

Stammholz der Kastanien

Das gefällte Astwerk und Stammholz zeigt deutlich die bereits vorhandene Schädigung.
Deshalb wurden Äste und Starkholz geschreddert und der Wiederverwertung als Holzhäcksel zugeführt. Umgerechnet fielen insgesamt ca. 510 Schüttraummeter Biomasse an.

Das Foto zeigt die Schädigung des Stammholzes
Das Foto zeigt die abgesägten Stämme und Äste
Das Foto zeigt die Schädigung des Stammholzes
Mit dem Schredder wird das Astwerk zerkleinert

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