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Lebensraum "Obstwiese"

Verlassen wir mal auf Schusters Rappen unsere Städte, dann begegnen uns schnell diese hektargroßen Streuobstwiesen.

Fast immer, wenn wir uns dabei einem Dorf nähern, sehen wir schon von weitem hochstämmige Obstbäume, die das Dorf umsäumen. Sie lassen ihre einstige Pracht und Bedeutung nur noch erahnen, da sie heute fast ausnahmslos vernachlässigt erscheinen, mit ihren ungeschnittenen Ästen, struppig aussehenden Kronen und abgebrochenen bzw. umgestürzten Stämmen.

Einst waren sie der Stolz der Landwirte und stellten ein prägnantes Element in der Landschaft dar. Auch um Einzelgehöfte standen Obstbäume. Sie boten Ernte und Schutz vor rauen Winden. Heute werden sie vielerorts durch fremdländische Zypressenarten ersetzt - ein Verfälschung unserer Flora, gewissermaßen ein Stilbruch in der Landschaft.

Ökologische Bedeutung

Längst hat man die ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen und -anlagen erkannt. Sie sind und waren Heimstätte für bestimmte Tier- und Pflanzenarten, von denen heute nicht wenige als bedroht gelten.
Höhlenbrütende Vogelarten, z.B. Steinkauz und Gartenrotschwanz, sind auf sie angewiesen. Ebenso Fledermäuse oder Garten- und Siebenschläfer. Viele spezialisierte Insektenarten brauchen diesen Lebensraum zum Überleben. Blühende Obstbäume sind eine wichtige Bienenweide. Obstbäume wirken sich außerdem auf unser Klima positiv aus und schützen den Boden vor Erosion.

Da außer der Obsternte die Fläche nur extensiv bewirtschaftet wird, allenfalls ein ein- oder zweimaliges Mähen im Jahr erfolgt, wird auch der Boden geschützt, Düngerzugaben werden in der Regel nicht durchgeführt. So können sich dort noch Pflanzen halten, die man auf anderen Grünflächen nicht mehr findet.

Die Streuobstwiesen nehmen immer mehr ab. Dafür gibt es mehrere Gründe. Für den Landwirt sind hochstämmige Obstbäume als Wirtschaftsfaktor unrentabel geworden. Die Bestände verkommen oder die meist alten Bäume werden entfernt und der Boden wird intensiv für Maisanbau oder andere monotone "Wirtschaftspflanzen" genutzt. Die Anpflanzung von Halbstamm- und Spindelobstarten für eine intensive Obstbewirtschaftung in Verbindung mit Düngung und chemischer Keule gegen Schädlinge bedeuten dann das Ende für einen ökologisch wertvollen Lebensraum.

Pflanztipp für Obstbäume

Ein gutes Pflanzloch ist unerlässlich.
60 bis 70 cm wird der Boden ausgehoben, dann wird erst der Baumpfahl gesetzt.

Noch Fragen? - Umweltberatung, Tel. 502-306

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