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Jakobs-Greiskraut

Das Jakobs-Greiskraut, auch Jakobs-Kreuzkraut genannt, ist eine in Mitteleuropa einheimische Pflanze. Das meist zweijährige aus etwa 20 cm lagen Grundblättern bestehende Jakobs-Kreuzkraut bildet seine gelben Blütenköpfe schon ab Anfang Juni aus, wobei der volle Blütenstand erst im Hochsommer voll ausgebildet wird. Insbesondere zu finden ist sie an Straßenrändern, Bachrändern und Streuobstwiesen. Das Jakobs-Kreuzkraut zählt zu den summierend wirkenden Giftpflanzen. 

Dies bedeutet, dass erst nach immer wiederkehrendem Genuss von Pflanzenteilen eine Vergiftung der Leber auftritt. Das Pflanzengift findet sich verstärkt in den Blättern und Trieben. Die Berührung der Pflanze führt zu keinen Schädigungen beim Menschen. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass möglichst keine Exemplare im Bereich von Spielplätzen, Kindergärten oder Schulen vorkommen.

Das Gefahrenpotenzial dieser Pflanze geht von der Toxizität bei kumulierender Wirkung für Weidetiere, insbesondere bei Pferden, aus.

Der Verzehr durch das grasen auf Weideflächen birgt die größte Gefahr für die Weidetiere, da der Gehalt des Giftes in den Blüten doppelt so hoch ist wie im Kraut. Anders als bei anderen giftigen Pflanzen verliert das Gift bei der Konservierung in Heu oder Silage nicht seine Wirkung.

Um eine wirksame Bekämpfung der Pflanze zu erreichen, ist es geboten so früh als möglich Einzelpflanzen auszustechen oder größere Ansammlungen regelmäßig abzumähen. Die Bildung von Samenständen kann durch das Abschneiden der Blüten erreicht werden. 

Neophyten

Als Neobiota oder Neophyten bezeichnet man Pflanzenarten, die sich nach dem Jahr 1492 n. Chr., also seit der Entdeckung des amerikanischen Kontinents, in Gebieten etabliert haben, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren.  Dies bezeichnet man als Einschleppung. Die immer schnellere Verbreitung bzw. Etablierung dieser Pflanzen ist unter anderem auch eine Folge des Welthandels.

Hierzu gehören die Herkulesstaude sowie die Ambrosie.

Die Herkulesstaude ist eine Bärenklau-Art, die etwa um die Jahrhundertwende nach Europa eingeführt wurde. Sie wird auch Bärenklau oder Herkuleskraut genannt.

In erster Linie bereitet sie dem Menschen starke gesundheitliche Probleme.  Rötungen und Schwellungen bishin zu Verbrennungen bei direktem Kontakt mit der Pflanze sind die Folge.

Es wird dringend geraten, bei der Bekämpfung der Herkulesstaude Schutzkleidung zu tragen.

Eine Bekämpfung von Einzelpflanzen kann auf geeigneten Flächen durch mehrfaches Mähen und Mulchen, Fräsen oder die Beweidung mit Kühen erfolgen. Der größtmögliche Erfolg kann bis zu Beginn des Frühlings durch Ausgraben bzw. das Abstechen der Wurzel ca. 15 cm unter der Oberfläche erreicht werden. In den Sommermonaten kann ein guter Erfolg durch das Abschneiden der Samenstände erzielt werden.

Herkulesstaude

Weitere wichtige Hinweise zum Umgang mit der Herkulesstaude finden Sie hier
 

Aufrechte Ambrosia

Ebenfalls zu den Neophyten zählt die Aufrechte Ambrosia (lat. Ambrosia artemisiifolia) auch Beifußblättriges Traubenkraut genannt. Ursprünglich beheimatet in Nordamerika wird die Verbreitung durch den Menschen unabsichtlich durch Anhaftung des Blütenstaubes an den Reifen oder über verunreinigtes Vogelfutter gefördert. Die häufigsten Vorkommnisse dieser Pflanze wurden im Südwesten und Osten Deutschlands sowie in Österreich bekannt.

Sie wächst häufig auf gestörtem Boden, so beispielsweise an Straßenrändern, in Kiesgruben, an Bahndämmen, auf Baustellen und Schutthalden. Die häufigsten Wuchsorte sind aber Gärten, besonders unter Vogelfutterplätzen, weil mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter der Haupteinfuhrweg ist.

In der Blütezeit von Juli bis Oktober produziert sie große Mengen an Blütenstaub, der starke Allergien auslösen kann. Auch das Berühren kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Es wird daher empfohlen, die Pflanze nur mit Handschuhen zu berühren. Bei größeren Beständen oder in der Blütezeit sollte ein Atemschutz getragen werden.

Bei der Bekämpfung von Einzelpflanzen ist der größtmöglichste Erfolg vor der Blütezeit gegeben. Es sollte möglichst die gesamte Pflanze einschließlich der Wurzeln entfernt werden. Da jede Pflanze rund 3.000 Samen produziert, ist es bei größeren Beständen sinnvoll, bald möglichst mehrmals tief abzumähen.

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