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Wohnquartier Erich-Ollenhauer-Straße

Bebauungsplanverfahren

Auf dem Grundstück Erich-Ollenhauer-Straße 37-41 soll eine Wohnanlage mit ca. 104 Wohneinheiten errichtet werden. Der Bebauungsplan Nr. 22 A 1. Änderung wurde aufgestellt, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für dieses Projekt zu schaffen.

Verkehrsuntersuchung Erich-Ollenhauer-Straße

Die Stadt Oberursel (Taunus) hat sich im Rahmen der Neubebauung des Grundstücks Erich-Ollenhauer-Straße umfassend mit dem Verkehr im angrenzenden Wohngebiet auseinandergesetzt.

Dabei spielten folgende Aspekte eine wesentliche Rolle:

  • die aktuelle Verkehrsbelastung in der Oberstedter Straße, der Erich-Ollenhauer-Straße und „Im Diezen“
  • die zusätzliche Verkehrsbelastung durch das Projekt mit 104 Mietwohnungen in der Erich-Ollenhauer-Straße und die voraussichtlichen Auswirkungen auch auf die Verkehrsknotenpunkte zur Hohemarkstraße
  • die Frage nach dem Anteil des Durchgangsverkehrs im Wohnquartier und
  • die bestehenden Optimierungspotentiale der Verkehrsführung im Quartier.
      

Mit der Erstellung des Verkehrsgutachtens wurde das Büro R+T Verkehrsplanung aus Darmstadt beauftragt. Aus dem inzwischen vorliegenden Gutachten ergeben sich folgende – für die weitere Planung wichtige – Erkenntnisse:

Aktuell wurden folgende Verkehrsmengen in 24 Stunden (Zählung wochentags Dienstag bis Donnerstag / keine Ferienzeiten) gezählt:

Erich-Ollenhauer-Straße   450 Fahrzeuge
Im Diezen   1.100 Fahrzeuge
Oberstedter Straße  2.100 Fahrzeuge

  
Die geplanten 104 Wohneinheiten würden im Quartier zu voraussichtlich 560 zusätzlichen Fahrten in 24 Stunden führen; in den Spitzenstunden am Morgen und am Nachmittag wäre mit rund 40 bis 60 Fahrten zu rechnen, die sich wie folgt verteilen würden:

Erich-Ollenhauer-Straße50 Fahrzeuge
Im Diezen   40 Fahrzeuge
Oberstedter Straße  20 Fahrzeuge

  
Eine Abwicklung einschließlich der beschriebenen Mehrverkehre innerhalb des Wohnquartiers und an den angrenzenden Knotenpunkten Hohemarkstraße und Lahnstraße wäre nach Einschätzung der Gutachter problemlos möglich.

Mit Hilfe einer Kennzeichenerfassung an zwei Erfassungspunkten (Im Diezen, Herzbergstraße/Liebfrauenstraße) wurde am 19.04.16 (Dienstag) die Frage des Durchgangsverkehrs beurteilt. Unter Durchgangsverkehr versteht man Fahrten, die weder Ziel noch Quelle im Wohnquartier haben, dieses also nur durchfahren. Nach Aussage der Gutachter ist im Ergebnis festzustellen, dass der Anteil des Durchgangsverkehrs am Gesamtverkehr von untergeordneter Bedeutung ist.

Im Ergebnis kommt das Gutachten zu folgenden Feststellungen:

  • Die vorhandene Verkehrsbelastung ist wohngebietsverträglich, auch unter Berücksichtigung der zusätzlichen Verkehre durch den Neubau von 104 Mietwohnungen. Die in den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen beschriebenen Verkehrsmengen für Wohnstraßen werden in keinem Fall erreicht oder gar überschritten. Die betroffenen Knotenpunkte sind auf die Verkehrsbelastung ausgelegt.
  • Der Anteil des Durchgangsverkehrs spielt bei der Beurteilung der Verkehrsbelastung im Wohnquartier keine wesentliche Rolle, sondern ist von untergeordneter Bedeutung.
  • Optimierungspotentiale bei der Verkehrsführung innerhalb des Wohngebiets durch Einbahnregelungen bestehen nicht. Einbahnregelungen führen zu zusätzlichen Fahrten im Quartier und erhöhen dadurch die Verkehrsbelastung. Der geringe Anteil des Durchgangsverkehrs rechtfertigt eine solche Maßnahme nicht, sondern wäre  eher kontraproduktiv.
  • Die Anbindung der Gewerbeeinheiten auf dem Gelände der Alten Leipziger erfolgt in der Hauptsache direkt über eine Privatstraße und die Kreuzung Lahnstraße. Gleichzeitig besteht über die Oberstedter Straße auch eine Anbindung an die Innenstadt, deren Kappung aus Sicht der Verkehrsplaner nicht sinnvoll ist. Dadurch könnte es zu zusätzlichen Belastungen insbesondere des Knotens Lahnstraße/Hohemarkstraße kommen.
      

Aus verkehrsplanerischer Sicht bietet sich aber eine Optimierung des öffentlichen Verkehrsraums in den drei genannten Straßen mit folgendem Ziel  an:

  • Durch eine gezielte Strukturierung des Verkehrsraums (Fahr- und Parkplatzflächen, Fahrwege Radverkehr) ist die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren. Dies wird den Anteil des Durchgangsverkehrs weiter reduzieren.
  • Die bestehende Tempo30-Zone sowie die vorhandenen Verkehrsbeschränkungen (Anliegerverkehr Rheinstraße) müssen durch eine gezielte Verkehrsüberwachung stärker ins Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer gebracht werden.
      

Die Stadt Oberursel (Taunus) sieht in den beschriebenen Optimierungsmaßnahmen einen
sinnvollen Ansatz und wird diesen gezielt weiterverfolgen.

Präsentationen im Bau- und Umweltausschuss am 01.06.2016

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