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Projekt "Klimafreundlicher Schulweg"

Foto: bb22 architekten+stadtplaner

Die Verkehrssituation rund um Schulen ist in vielen Orten für alle Beteiligten ein Ärgernis, dies gilt auch in Oberursel (Taunus). Sowohl zur Verbesserung der Schulwegsicherheit, aber auch aus verkehrs- und umweltpolitischen Gesichtspunkten sind nachhaltige Lösungen gefragt.

Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hatte die Stadt daher das Projekt „Klimafreundlicher Schulweg“ auf den Weg gebracht. Dabei ging es – kurz beschrieben – um die Frage, ob eine nachhaltige Änderung des heutigen Mobilitätsverhaltens von Schülerinnen und Schülern, ihrer Eltern, der Lehrerschaft, aber auch von Sportlerinnen und Sportlern, weg vom Auto und hin zu Fuß, Fahrrad und ÖPNV möglich ist und wenn ja, welche Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen.

Für dieses Projekt wurde der Schulstandort Stierstadt ausgewählt, weil hier eine Grundschule und eine weiterführende Schule in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. Daraus werden Erkenntnisse erwartet für die anderen Schulstandorte in der Stadt.
Ausgeführt wurde das Projekt von bb22 architekten + stadtplaner mit Hilfe von R+T, Ingenieure für Verkehrsplanung.

Nationale Klimaschutzinitiative: Projekt des Monats Juni 2017

Das Projekt "Klimafreundliche Schulwege" in Oberursel ist Projekt des Monats Juni der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Sachstand

Diagramm Modal Split Grundschule
Diagramm Modal Split IGS

Das Projekt „klimafreundliche Schulwege“ in Stierstadt ist beendet. Nach der Analyse und Beteiligung wurden die verschiedenen Ergebnisse zusammengefasst und in Form eines Konzepts aufbereitet.

Die beiden Diagramme, zwei Auszüge aus der Analyse, zeigen den sogenannten Modal Split der beiden Schulen, d. h. zu wie viel Prozent die verschiedenen Verkehrsmittel für den Schulweg genutzt werden.

Als Probleme, welche den Kindern auf dem Schulweg begegnen, wurden unter anderem die folgenden genannt:

  • Verhalten der Autofahrer: rücksichtsloses Verhalten, Unaufmerksamkeit, zu schnell, hohes Verkehrsaufkommen
  • StVO-Verstöße: Geschwindigkeitsübertretung, Überfahren von Ampel / Zebrastreifen, Fahren über Bürgersteige, Parken auf Bürgersteigen
  • Sonstiges: Sicherheit, Dunkelheit, Gefahr durch Fremde, Mobbing durch ältere Schüler, Wetter, Alter („er/sie ist zu jung“)
      

Das Konzept soll sowohl Oberursel als auch anderen Kommunen in Deutschland zeigen, welche Schritte für einen klimafreundlichen Schulweg gegangen werden müssen, welche Probleme auftauchen und welche Lösungsideen es geben kann. Die Stadt Oberursel, die bereits maßgeblich an der Erstellung des Konzeptes beteiligt war, wird dieses auf den üblichen Wegen prüfen und Stück für Stück in die Umsetzungsphase übergehen.

Abschlussbericht mit Maßnahmenvorschlägen

Das 2015 bewilligte Projekt „klimafreundliche Schulwege in Stierstadt“ ist beendet, der Stadt Oberursel (Taunus) liegt das Ergebnis in Form eines Abschlussberichtes mit Maßnahmenvorschlägen vor.

Der Bericht fasst alle Ergebnisse des Projektes zusammen. Zu finden sind einerseits die Erkenntnisse zum Verkehrsverhalten der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Andererseits wird eine Reihe an Maßnahmen genannt, die den Schulweg für alle Beteiligten verbessern und diesen dadurch sicherer und interessanter gestalten würden, was zu einer vermehrten Nutzung von CO2-armen Verkehrsträgern führen soll.

Die Maßnahmen sind in die Gruppen „Probleme und Maßnahmen - allgemein“ und „Maßnahmenkatalog für Stierstadt“ unterteilt.

Maßnahme am Fasanenweg realisiert

Im Zuge des Projekts „Klimafreundlicher Schulweg“ wurde der Kreuzungsbereich Fasanenweg/Schulparkplatz mit Buswendeschleife an der IGS Stierstadt und der Grundschule Stierstadt neu und damit vor allem für die Schülerinnen und Schüler sicherer gestaltet.
Zusätzlich wurden zur Sicherung des Querungsbereiches 14 Verkehrshelfer aus den IGS-Schuljahrgängen 7, 9 und 10 von der Polizei ausgebildet und verrichten nun ihren Dienst.

  

Das vom Bundesumweltministerium und der Jülich Stiftung geförderte Projekt „Klimafreundlicher Schulweg“ ist inzwischen beendet.

Logo Projektträger und Forschungszentrum Jülich

Zwei Ziele standen im Mittelpunkt des Projekts:

  • Verbesserung der Verkehrssituation am Schulstandort Stierstadt und
  • nachhaltige Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch Verringerung des Anteils „motorisierter Individualverkehr“ am Gesamtverkehrsaufkommen.
      

Grunddaten zum Verkehrsverhalten von SchülerInnen und Lehrerinnen wurden erhoben und bewertet, Schülerinnen und Schüler der IGS wurden aktiv beteiligt.

Nationale Klimaschutz Initiative gefördert durch Bundesministerium für Umwelt Naturschutz Bau und Reaktorsicherheit

Modellprojekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

„Das Projekt „Klimafreundlicher Schulweg“ im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative dient als Modell und soll in Zukunft auch auf andere Schulstandorte in Oberursel übertragen werden können. Sowohl methodisch als auch durch die Wahl der Lösungsstrategien, wollen wir andere Schulen anregen, die verkehrliche Situation vor Ort durch ein nachhaltig verändertes Mobilitätsverhalten zu verbessern, insbesondere die Anzahl der Autofahrten zu reduzieren und damit gleichzeitig einen eigenen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, so Erster Stadtrat Christof Fink bei der Vorstellung der Planung zur Alternativwoche „Klimafreundlicher Schulweg“.

Ortsbeiratssitzung | Abschluss der Alternativwoche

Als Abschluss der Alternativwoche trugen die Schülerinnen und Schüler am Montag nach den Herbstferien ihre Ergebnisse dem Ortsbeirat Stierstadt im kleinen Rahmen vor der eigentlichen Sitzung vor. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Breinl sowie den Ortsbeiratsvorsitzenden Herrn Jung konnten sie ihr neu gelerntes Wissen mit den Anwesenden teilen.

So informierten sie die anwesenden Mitglieder über den CO2-Fußabdruck, den „Modal Split“ der Klasse und über gefundene Probleme auf ihren Schulwegen. Sie hatten zu diesem Zweck Poster erstellt und erläuterten diese in kleinen Gruppen. Außerdem bewerteten sie das Projekt allgemein und sprachen sich dafür aus, häufiger oder mehr über das Thema zu erfahren. Die Schülerinnen und Schüler legten den Anwesenden nahe, einmal selbst den CO2-Rechner auszuprobieren.

Der Vorsitzende des Ortsbeirats, Herr Jung, bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für die interessanten Informationen und besonders für ihre Teilnahme am Projekt. Er betonte die Wichtigkeit, Schülerinnen und Schüler in Planung einzubeziehen und bemerkte, dass dies häufiger passieren sollte.

Die von den Schülerinnen und Schülern bemängelten Probleme waren vor allem auf der Strecke zwischen Stierstadt und Oberursel entlang des Gattenhöferwegs sowie in der Nähe des Stierstädter Bahnhofs zu finden.
Auch Lob hatten die Beteiligten übrig, sowohl für den Bahnhof selbst, als auch für den neuen verkehrsberuhigten Abschnitt direkt daneben.

Alternativwoche IGS Stierstadt - Projekt "klimafreundliche Schulwege in Stierstadt"

In der Alternativwoche vor den Herbstferien beschäftigte sich die Klasse 9a mit dem Thema „klimafreundliche Mobilität“ auf ihrem Schulweg. Dafür skizzierten die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Schulweg, bevor es an die Berechnung des eigenen CO2-Fußabdruckes mit Hilfe eines Online-Tools ging. Der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ von und mit Al Gore vermittelte einen Überblick über die Probleme und Fragestellungen, die mit der Klimaerwärmung aufkommen und leistete einen ersten Einstieg in die Frage, was man selbst tun kann, um die Erde zu schützen.

Anschließend lieferten bb22 architekten + stadtplaner und R+T, Ingenieure für Verkehrsplanung tiefere Einsichten. Nach einer Darstellung der Berufsbilder Stadtplaner und Verkehrsplaner, erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über die Idealvorstellungen im Wandel der Zeit: von der autogerechten Stadt hin zu multimodalem Verkehr mit Car-Sharing oder autofreiem Wohnen und dem heutigen „Modal-Split“.

Anschließend wurde über die Gründe gesprochen, aus denen sich die Schülerinnen und Schüler für bestimmte Verkehrsmittel entscheiden – sind es die Eltern, die den jungen Menschen eine Fahrt im Auto anbieten, oder fragen diese danach? Probleme, die es auf dem Weg zur Schule geben kann, wurden gemeinsam gesammelt und an Hand konkreter Beispiele erläutert. Zum Abschluss wurden Lösungsideen aus ganz Deutschland dargestellt, sei es eine kleine Verbesserung oder eine deutschlandweite Kampagne.
Nach dem Vortrag ging es daran, den eigenen Schulweg zu kartieren, Problemstellen zu finden und gemeinsam Lösungen zu finden. Dies geschah während einer „Stadt-Raylle“ und in einer anschließenden Gruppenphase.
Die Ergebnisse werden nach den Ferien dem Ortsbeirat Stierstadt vorgestellt und fließen auch als Expertenmeinungen in die Analyse und Handlungsvorschläge der Planer ein.

Foto: Stadt Oberursel
Foto: Stadt Oberursel
Foto: bb22 architekten+stadtplaner

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