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Baugrundstück

Im Rahmen der Kaufentscheidung für ein Grundstück – egal ob bebaut oder unbebaut - sollten verschiedene Informationen für das Grundstück und die nähere Umgebung eingeholt werden.

Nähere Umgebung

Um die nähere Umgebung des Grundstücks gut einschätzen zu können, sind Ortstermine zu verschiedenen Tageszeiten, Wochentagen oder auch Jahreszeiten hilfreich. Der Blick auf die Bäume in der Nachbarschaft helfen, die Verschattung des Grundstücks einzuschätzen. Gespräche mit zukünftigen Nachbarn sind hilfreich, um die Beschaffenheit des Untergrunds und mögliche Störungen im Wohnumfeld in Erfahrung zu bringen. Auch die Entfernung zu den nächstgelegenen Infrastruktureinrichtungen wie Kinderbetreuung, Schule, Einkauf, Sportverein, Verkehrsanbindung an Straßen und öffentlichen Nahverkehr usw. sind von Bedeutung.

Empfohlen wird auch, sich zu erkundigen, ob in der näheren Umgebung des Grundstücks in den nächsten Jahren größere bauliche Veränderungen zu erwarten sind, wie z.B. der Bau einer Straße oder eines neuen Wohn- oder Gewerbegebiets. Hierzu gibt u.a. der Regionale Flächennutzungsplan Informationen, zu dem Sie im InfoCenter der Stadtentwicklung Auskunft erhalten.

Bauen auf dem Grundstück

Um zu erfahren, was auf einem Grundstück an Gebäuden und Nebenanlagen realisiert werden kann, ist eine frühzeitige Einholung von Informationen zum Planungsrecht unabdingbar. Nur so kann in Erfahrung gebracht werden, ob sich die individuellen Wünsche auf dem Grundstück auch realisieren lassen. Diese Information gibt es im InfoCenter der Stadtentwicklung unter anderem mit der Übersicht über die rechtskräftigen Bebauungspläne für das Stadtgebiet.

Liegt das Grundstück im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Bebauungsplans nach § 30 BauGB, sind die Festsetzungen über Art und Maß der Nutzung, die überbaubaren Grundstücksflächen von zentraler Bedeutung.

Liegt das Grundstück in einem baulichen Zusammenhang, es gibt aber für den Bereich keinen Bebauungsplan, ist das Vorhaben nach § 34 BauGB zu beurteilen, ob es sich in die Umgebung einfügt.

Für den Fall, dass das Grundstück am Ortsrand oder außerhalb liegt, ist das Vorhaben nach § 35 BauGB zu beurteilen. Im sogenannten Außenbereich sind Vorhaben nur unter bestimmten engen Voraussetzungen zulässig.

In allen Fällen empfiehlt sich ein Anruf oder ein Besuch im InfoCenter Stadtentwicklung.

Erschließung / Erschließungsbeiträge

Wichtig für ein unbebautes Grundstück ist die gesicherte Erschließung. Das Grundstück muss in angemessener Breite an eine ausreichend ausgebauten Verkehrsfläche liegen oder mit einer öffentlich-rechtlich gesicherten Zufahrt daran anschließen. Außerdem müssen Ver- und Entsorgungsanlagen vorhanden und benutzbar sein.

Wenn das Grundstück noch nicht erschlossen ist, sind hier noch entsprechende Erschließungsbeiträge für den erstmaligen Straßenausbau, Kanalbau und Wasserversorgung zu erwarten. Hierfür ist u.a. die Erschließungsbeitragssatzung von Bedeutung.

Die Kanal- und Wasserversorgungsbeiträge richten sich nach der Grundstücksgröße und dem Gebäudevolumen. Aktuelle Informationen sind bei Bau & Service Oberursel (Kanal) und von den Stadtwerken Oberursel (Wasser) zu erfragen.
Die anfallenden Abwassergebühren lassen sich durch eine niedrige Flächenversiegelung des Grundstücks und Nutzung des anfallenden Niederschlagswassers reduzieren.

Hausanschlusskosten

Weitere Kosten über die genannten Erschließungskosten hinaus fallen durch die Herstellung der Hausanschlussleitungen zwischen der Hauptleitung von Kanal und Wasser und dem Gebäude an. Darüber hinaus sind Kosten für den Anschluss an Leitungen von Strom-, Gas- und Telekommunikation zu berücksichtigen.

Die Hausanschlusskosten werden durch die Entfernung zwischen Hauptleitung und Gebäude bestimmt.

Über die folgenden Ver- und Entsorgungsträger sind weitere Informationen zu bekommen:

  • Strom:
    SÜWAG Energie AG, Urseler Straße 44-46, 61348 Bad Homburg, 06172 962-0
  • Telefon:
    Deutsche Telekom, Alter Rückinger Weg 55, 63452 Hanau, 06196 914838
  • Gas:
    Taunagas Oberursel (Taunus) GmbH, Oberurseler Straße 55-57, 61440 Oberursel, 06171 509-0
  • Wasser:
    Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH, Oberurseler Straße 55-57, 61440 Oberursel, 06171 509-0
  • Kanal:
    Bau & Service Oberursel, Oberurseler Straße 54, 61440 Oberursel, 06171 704-392

Liegenschaftskataster

Informationen zum Liegenschaftskataster sind ausschließlich beim Amt für Bodenmanagement Limburg a. d. Lahn (AfB) zu erhalten. Es werden vom AfB grundsätzlich keine telefonischen Auskünfte über Grundstückseigentümer an Dritte gegeben. Wer eine Auskunft benötigt und ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, muss entweder persönlich bei einer der Dienststellen des AfB vorsprechen oder seine Anfrage schriftlich oder per E-Mail an das AfB Limburg stellen. Schriftliche Auskünfte sind grundsätzlich kostenpflichtig.

http://www.hvbg.hessen.de/
Der Kundenservice beinhaltet telefonische Beratung, allgemeine Auskünfte und Katasterauszüge.
Tel: 06431 9105-813, E-Mail: kundenservice.afb-limburg(at)hvbg.hessen.de 

Kontakt:
Amt für Bodenmanagement Limburg a. d. Lahn
Berner Straße 11 (gegenüber ICE-Bahnhof)
65552 Limburg an der Lahn
Tel.: 06431 9105-0 
Fax: 06431 9105-901
E-Mail: info.afb-limburg(at)hvbg.hessen.de

Öffnungszeiten: 
Montag bis Donnerstag   8:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 15:30 Uhr
Freitag                             8:00 bis 12:00 Uhr oder nach Vereinbarung

oder 

Außenstelle Hofheim
Nassaustraße 28
65719 Hofheim-Wallau
Telefon, E-Mail sowie Öffnungszeiten s.o.

Erweiterte Erreichbarkeit:
Donnerstag, 8:00 - 12:00 Uhr
im Landratsamt Bad Homburg, Raum 2 - 203
Ludwig-Erhard-Anlage 1 - 5
61352 Bad Homburg

Denkmalschutz

Jede bauliche Veränderung, aber auch Instandhaltungsmaßnahmen (z. B. eine neue Fassadenfarbe) an Kulturdenkmälern oder in Gesamtanlagen ist genehmigungspflichtig. Daher sollten Sie bauliche und gestalterische Absichten frühzeitig mit der Denkmalschutzbehörde – auch aus finanziellen  Erwägungen – abstimmen. Denn nur für Maßnahmen, die vorab mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt und von ihr genehmigt worden sind, können Denkmaleigentümer eine steuerliche Abschreibung bzw. Förderung oder in Einzelfällen eine Zuwendung aus Landesmitteln in Anspruch nehmen.

Aber nicht nur Maßnahmen an Kulturdenkmälern selbst sind abstimmungsbedürftig, sondern auch Bauvorhaben in der Nähe von Denkmälern, soweit diese beeinträchtigt und im Denkmalwert herabgesetzt werden (Umgebungsschutz).

Für den Fall, dass ein Kulturdenkmal in der Nachbarschaft Ihres Baugrundstücks vorhanden ist, ist vorab mit der Denkmalschutzbehörde zu klären, ob das Bauvorhaben das Kulturdenkmal beeinträchtigt und daher ggf. unzulässig ist. Im Boden eines Grundstücks – ob bebaut oder unbebaut – können auch Bodendenkmäler (z. B. Reste historischer Besiedlung) aus unterschiedlichen Kulturepochen verborgen sein. Eingriffe in Bodendenkmäler sind ebenfalls genehmigungspflichtig. In Verdachtsfällen kann die Denkmalschutzbehörde Voruntersuchungen verlangen.

In allen Fällen berät die zuständige Denkmalschutzbehörde der Stadt Oberursel, Tel. 06171 502-417, jeweils im Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen.

Artenschutz

Das Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Tierarten, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG geschützt sind (wie z. B. die Umsiedlung oder Abtötung eines Hornissenstaates), ist ohne Genehmigung unzulässig.
Ebenso ist die Entnahme, Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von solchen Tierarten (z. B. von Schwalbennestern) genehmigungspflichtig.
Geschützte, wild lebende Pflanzen dürfen ebenfalls nicht ohne Genehmigung entnommen oder beschädigt werden.  

Diese gesetzlichen Vorgaben zum Artenschutz sind grundsätzlich auch bei der Durchführung von Bauvorhaben zu beachten. Nur im Ausnahmefall ist eine Befreiung möglich, in jedem Fall unterliegt die Bauherrschaft der Verpflichtung, vorab sämtliche möglichen Maßnahmen von „Vermeidung“, „Minimierung“ und „vorgezogenem Ausgleich“ auszuschöpfen, bevor die Möglichkeit zur Befreiung aufgegriffen wird.

Welche Arten geschützt sind, wer zuständig ist und welche Ausnahmen möglich sind, ist hier zu finden: Homepage des Hochtaunuskreises, Untere Naturschutzbehörde.

Weitere Informationen zum Artenschutz finden Sie auch auf der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz.

Altlasten

Wichtig in Zusammenhang mit einer Kaufentscheidung ist auch die Klärung, ob sich auf dem Grundstück im Boden Verunreinigungen aus der Vergangenheit befinden. Solche Informationen werden in einem Kataster über Flächen mit bekannten oder zu vermutenden Altlasten geführt. In der Abteilung Umwelt gibt es Auskünfte darüber, ob für ein Grundstück Informationen zu Altlastenverdachtsflächen vorliegen.

EHRENAMT

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