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Jugendschutz im Internet

Die nachstehenden Informationen sowie die weiterführenden Links und Literaturhinweise auf dieser Seite sind mit freundlicher Genehmigung des Autors folgendem Artikel entnommen:

Andreas Gleis*:   "Technischer Schutz vor Internetschmutz"

- Filterprogramme: die effektive Lösung für den Jugendschutz im Internet? -

Gewaltdarstellungen im Internet sind mittlerweile zu einem Thema von gesamtgesellschaftlichem Interesse geworden. Eltern und pädagogische Fachkräfte stehen vor der Frage, wie sie mit dem Medium zukünftig umgehen sollen: Den Computer wegschließen oder Passwortschützen ist keine Lösung, denn früher oder später werden Kinder mit dem Medium konfrontiert. Vielmehr ist Internetkompetenz heute eine wichtige Schlüsselqualifikation in Beruf und Privatleben. Schließlich bietet die Internetindustrie technische Schutzmöglichkeiten an, die Minderjährige vor Gewalt- und Pornographiedarstellungen schützen und die "jugendfreien" Internetinhalte offen lassen soll.

Immer mehr Kinder verbringen immer mehr Zeit im Internet. Bei Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen gibt es gleichermaßen Unsicherheit und ein Bedürfnis nach Schutz.
Auf dem Markt befinden sich daher mittlerweile zahlreiche Softwareprodukte, mit denen es möglich ist, Webseiten mit jugendgefährdenden Inhalten automatisch heraus zu filtern.

In dem Beitrag von Herrn Gleis werden Funktionsweisen dieser Filtersoftware, ihre Vor- und Nachteile sowie pädagogische Strategien aufgezeigt.

Was können pädagogische Fachkräfte und Eltern tun?

Kindern und Jugendlichen im Internet sollte immer eine erwachsene Begleitung zur Verfügung stehen. Und zwar nicht als Aufsicht, sondern als Berater und Ansprechpartner.

Die Auseinandersetzung der Erziehenden mit Kindern und Jugendlichen ist von zentraler Bedeutung. Sie sollten gemeinsam das Internet erkunden, es verstehen lernen und unbequemen Fragen nicht ausweichen. Eltern und pädagogische Fachkräfte sollten gemeinsam mit den Kindern surfen, über das Internet sprechen und dabei Sexualität, Gewalt und politische Ideologien nicht tabuisieren.

Kinder benötigen zudem klare Anweisungen, wo sie sich im weltweiten Netz bewegen dürfen.

Kindern muss die Gelegenheit gegeben werden, sich selbständig im Internet zu bewegen. Eltern, Jugendhilfe, Schule und andere öffentliche Institutionen müssen sie dabei unterstützen und ihnen Medienkompetenzen vermitteln. Unabding-bar ist es, ihnen die Fähigkeit mitzugeben, zwischen wertvollen und unnützen Informationen unterscheiden zu können.

Eltern und Fachkräfte sollten den Kindern und Jugendlichen Tipps mitgeben, die sowohl in der realen, als auch in der virtuellen Öffentlichkeit sinnvoll sind: "Sprich nicht mit Fremden und "Gib keine Informationen über Dich und Deine Familie nur weil Du danach gefragt wurdest., "Gib niemandem, den Du nicht kennst Deine (E-Mail-) Adresse.

Für Fachkräfte in Jugendhilfe und Schule ist es besonders wichtig, sich intensiv mit dem Medium auseinanderzusetzen. Sie müssen beispielsweise wissen, welche Sprache und Strategien Pädophile im Internet benutzen, um Kinder zu locken.

Eltern und Einrichtungen können auch strukturelle soziale Kontrolle schaffen: Der Computer kann so platziert werden, dass es für Kinder nicht möglich ist, alleine den Bildschirm zu betrachten. Einige öffentliche Bibliotheken gehen sogar so weit, einen zusätzlichen Monitor mit gleichem Bildschirminhalt, der für alle Bibliotheksbesucher einsehbar ist, über dem Internetarbeitsplatz aufzuhängen. Aus fachlicher Sicht ist es nicht notwendig, Kindern und Jugendlichen ständig über die Schulter zu gucken. Viel wichtiger ist es, dass den Kindern und Jugendlichen kontinuierlich ein Berater und Ansprechpartner für das Medium zur Verfügung steht.

Es gibt auch kleine, ganz pragmatische Möglichkeiten für Kinder, die Begegnung mit dem Internet sicherer zu gestalten: So kann die Startseite des Internetbrowsers auf eine kinderfreundliche Suchmaschine gelegt werden (z.B. www.blindekuh.de/).

Am 08.05.2002 wurde vom Bundeskabinett die Neuregelung des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) beschlossen. Kinder und Jugendliche sollen stärker vor Gewaltdarstellungen, vor allem in den neuen Medien, geschützt werden.
Kindern und Jugendlichen wird der Zugriff auf schwer jugendgefährdende Medien, insbesondere mit Gewaltdarstellungen, verboten.
Inhalte, die von der "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien" auf die Indizierungsliste gesetzt wurden, dürfen Kindern und Jugendlichen nicht mehr zugänglich gemacht werden. Dies gilt auch für Internet-Seiten. Kriegsverherrlichende oder die Menschenwürde verletzende Medien sind wegen ihrer schweren Jugendgefährdung den indizierten Medien gleichgestellt und unterliegen daher weitreichenden Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten.

*Andreas Gleis
Diplom-Sozialarbeiter, Fachberater Jugendarbeit, verantwortlich für den Internetauftritt des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe

Der vollständige Artikel als PDF-Dokument

Weiterführende Links

Jugendschutz.net
die Zentralstelle der Länder für Jugendschutz in Mediendiensten

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)

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