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Pressemitteilung
Aus dem Stadtarchiv: Runde Jubiläen im Jahr 2018 – Teil 1

07. 12. 2017

Das Stadtarchiv hat sich wieder mal auf Spurensuche begeben – und ist fündig geworden! Hier ist sie wieder, die alljährliche Vorschau auf die besonderen Jubiläen im kommenden Jahr. Wegen der Fülle an Daten hat Stadtarchivarin Andrea Bott nur die herausragenden „runden Jubiläen“ ausgewählt für ihre dreiteilige Vorschau. Wir beginnen heute mit Teil 1, Teil 2 und 3 folgen in den nächsten Tagen.

Herausragendes Ereignis ist das 1200-jährige Jubiläumsdatum von Weißkirchen, das auf das Jahr 818 festgelegt wurde. Man kann es schon erahnen… ganz einfach ist die Sache nicht! Es existiert nämlich keine urkundliche Ersterwähnung aus dem Jahr 818. Vielmehr wurde am 18. Januar 1982 durch den Oberurseler Magistrat in Absprache mit dem Ortsbeirat ein „Jubiläumsdatum“ festgelegt, und zwar auf den 24. Juni 818.

Bekanntlich sagt auch ein Ersterwähnungsdatum nichts über den Zeitpunkt der Ortsgründung – sie liegt für Weißkirchen wie bei den meisten Orten im Dunkel der Vergangenheit.

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung von Weißkirchen befindet sich in einer nach 1290 angefertigten Abschrift des Lehensverzeichnisses Gerhards III. von Eppstein. Das Lehensverzeichnis wurde 1250/60 angelegt und nennt die Ortsbezeichnung „Wizenkirchen“. Gerhard III. von Eppstein besaß dort einen Hof (curia) als Lehen der Grafen von Nida. Andererseits ist in einem zwischen 1282/83 angelegten Verzeichnis für Gottfried III. von Eppstein ein Landgut oder Haus verzeichnet, das vor ihm Wortwin von „Hoenberch“ innehatte. Wortwin wiederum hatte es erst von den Grafen von Nürings und nach deren 1171 erfolgten Aussterben vom König als Lehen erhalten.

Der Ortsname lässt die Vermutung zu, dass der Namensbestandteil „-kirchen“ karolingische Wurzeln hat und somit in das 8. bis 11. Jahrhundert weist. Die geographische Lage von Weißkirchen spricht nach R. Rosenbohm und W. Kolb dafür, dass die Ortsgründung später als die der anderen Ortsteile Oberursels erfolgte. So wählte man das Jahr 818 (817 war die urkundliche Ersterwähnung von Oberstedten) und als Jubiläumstag den 24. Juni. Der Namenstag des Kirchenheiligen „Johannes der Täufer“ erinnert an den Kirchenpatron der ehemaligen Weißkirchener Kirche.

Haben Sie Ergänzungen zu diesem Jubiläumsdatum? Dann nehmen Sie bitte Kontakt auf zum Stadtarchiv, Schulstr. 32. Sie erreichen Archivarin Andrea Bott und die Archivmitarbeiterin Linda Rischar während der Öffnungszeiten: 

Montags
08:00 - 12:00 und 14:00 - 17:30 Uhr

mittwochs
08:00 - 12:00 und 13:00 - 16:00 Uhr

und nach Vereinbarung, telefonisch unter 06171 581481 oder per E-Mail an: stadtarchiv(at)oberursel.de.

Hans-Georg Brum

Bürgermeister

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