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Pressemitteilung
Projektstart Integriertes Klimaschutzkonzept Oberursel

13. 12. 2017

Nach mehreren Wochen Vorbereitung, Datensammlung und Bestandsanalyse geht das Klimaschutzkonzept Oberursel jetzt in die heiße Phase.


Ausgangslage


Klimaschutz ist eine globale Aufgabe – auch die kommunale Ebene ist angesprochen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum globalen Klimaschutz beizutragen.

Im Zuge einer neuen Klimaschutzinitiative wird aktuell ein zukunftsfähiges Klimaschutzkonzept für Oberursel entwickelt, das zunächst aus den drei folgenden Teilkonzepten besteht:

  • Klimafreundliche Mobilität
  • Integrierte Wärmenutzung und
  • Erneuerbare Energien.

Übergeordnetes Ziel ist es, für die Bereiche, bei denen die Kommune die größten Handlungsspielräume hat, ein vernetztes Entwicklungskonzept zu beschreiben und dieses mit Maßnahmen zu unterlegen. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit soll dieser Maßnahmenplan inhaltlich und zeitlich klar definiert werden. Die Umsetzung der Maßnahmen kann dann nach entsprechenden Stadtverordnetenbeschlüssen erfolgen.

Im Zusammenhang mit den bereits heute praktizierten Klimaschutzaktivitäten kann Oberursel sich damit in hohem Maße richtungsweisend präsentieren. Dabei ergeben sich sowohl für die Bevölkerung Vorteile durch eine auch zukünftig hohe Lebensqualität (z.B. mit gut verträglichem Stadtklima) als auch für Firmen und sonstige Akteure durch Standortvorteile, die sich z.B. aus einem zukunftsfähigen Verkehrskonzept (inkl. ÖPNV und Radverkehr) oder einer umfassenden Beratung (Ausbau Energieberatungsstandort) und Inanspruchnahme von Fördermitteln ableiten.

„Im Ergebnis kann auch die künftige Stadtgestaltung den Schwerpunkt ‚Klima‘ nicht ignorieren. Der Spagat zwischen Flächennutzung und Flächenschonung bekommt zunehmend eine wichtigere Bedeutung. Überwärmung verhindern, Versiegelung begrenzen, aber auch Freiräume mit hohem Grünanteil angemessen gestalten sind diesbezügliche Aufgaben der Kommune. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen für den Organismus Stadt die Themen Energieeinsparung und die Veränderung der Mobilität“, so Erster Stadtrat Christof Fink.


Zeitlicher Ablauf


Mit der fachlichen Ausarbeitung ist seit Oktober 2017 das Büro Infrastruktur & Umwelt – Professor Böhm und Partner (Darmstadt) in Zusammenarbeit mit „Verkehr mit Köpfchen“ aus Heidelberg beauftragt. Die Konzeptbearbeitung erfolgt in der Zeit von September 2017 bis Juni 2018. 

Die Kosten betragen rund 114.000 Euro. Die Konzepterarbeitung wird aus Bundesmitteln gefördert; Zuwendungsbescheide über 50% der Summe liegen vor.

Eine breite Beteiligung der Bevölkerung wird im Rahmen eines Klimaforums Anfang 2018 stattfinden, wobei auch kommunale wie regionale Akteure eingebunden werden. Ergänzend erfolgen

  • thematische Workshops
  • Online-Befragung
  • Interviews und Einzelgespräche.

In den klimarelevanten Handlungsfeldern können so auf breiter Basis stehende Entscheidungsgrundlagen und Planungshilfen für zukünftige Handlungsoptionen in Sachen Klimaschutz entwickelt werden.

Über den weiteren Projektverlauf wird regelmäßig auf der Internetseite der Stadt Oberursel informiert.


Inhalte der Teilkonzepte


„Klimafreundliche Mobilität“


Das Teilkonzept „Mobilität“ beginnt mit einer Bestandsaufnahme über die Nutzung der verschiedenen Verkehrsträger sowie einer Bewertung der vorhandenen Ansätze zur klimafreundlichen Mobilität.

Darauf aufbauend zeigen z.B. Konzepte zur Verkehrslenkung des motorisierten Individualverkehrs, der Förderung des Radverkehrs, der Optimierung des ÖPNV und der Verbindung von Verkehrsträgern untereinander Entwicklungsansätze.

Hierauf basierend werden die Handlungsempfehlungen in Form einer Prioritätenliste als Umsetzungsempfehlungen für die einzelnen Akteure und Zielgruppen inklusive Zeitrahmen und Priorisierung ausgeführt. Weitere Inhalte sind Darstellungen, welches Potential organisatorische Maßnahmen, wie Bildung eines Car/Bike-Sharing-Pools, die Förderung von Job-Ticket-Angeboten etc. erschließen könnten und mit welchem Aufwand dies verbunden wäre. Gerade diese Fragestellungen stehen im engen Zusammenhang mit dem Thema „Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“; hier spielen auch die Kosten für Abstellplätze (ggf. in Tiefgaragen) eine wesentliche Rolle. Gelingt es, Alternativen zur Nutzung des Pkws verbindlich aufzuzeigen, könnten sich für die Thematik Schaffung von Abstellplätzen im Zusammenhang mit dem Neubau von Wohnungen neue Optionen ergeben.

Für mögliche Lösungsansätze werden dabei Energie- und CO2-Bilanzen ermittelt, die Investitionskosten abgeschätzt und die Wirtschaftlichkeit diskutiert.

„Integrierte Wärmenutzung“


Ausgehend von den Ermittlungen innerhalb der Potenzialanalyse und zur Energie- und CO2-Bilanz werden Optionen zur Wärmeversorgung aufgezeigt und Investitions-, Betriebs- und Energiekosten sowie CO2-Minderungspotenziale ausgewiesen. Das Wärmeangebot aus den möglichen Wärmeversorgungsoptionen wird anschließend dem Wärmebedarf gegenübergestellt. Daraus wird ersichtlich, zu welchem Anteil der Wärmebedarf über die Wärmeversorgungsoptionen gedeckt werden kann.

Anhand dieser Kriterien können anschließend in Form einer Prioritätenliste konkrete Handlungsempfehlungen abgegeben und künftige Ziele hinsichtlich Ausbau und Klimaschutz in der Wärmeversorgung aufgezeigt werden. Die Themen Wärmeenergie (Fernwärmepotential in Erzeugung und Nutzung, BHKWs) und die Förderung von Energieeinsparpotentialen bieten sich ebenfalls als Untersuchungsinhalt an. Wichtige Akteure bei diesem Thema könnten:

  • der Bau und Service-Eigenbetrieb BSO mit Blick auf die energetische Sanierung der städtischen Liegenschaften verbunden mit dem Aufbau eines effizienten Energiemanagements und
  • die Stadtwerke Oberursel mit Blick auf den Aufbau entsprechender Strukturen der Wärmeversorgung werden.

„Erneuerbare Energien“


Ausgehend von einer Bestandsaufnahme und einer Erhebung von Potentialen der erneuerbaren Energien (u.a. Sonne, Wind, Wasser) wird in diesem Teilkonzept die Förderung der Erneuerbaren Energien (Energieerzeugung) thematisiert. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und rechtliche Prüfung (bspw. Genehmigungsfähigkeit von Kleinwindanlagen) kann ebenfalls Teil der Inhalte sein.

Im Ergebnis werden dann die CO2-Minderungspotenziale einzelner Ziele in Energie- und CO2-Bilanzen aufgezeigt, zu erwartende Investitionskosten (soweit quantifizierbar) und Finanzierungsmöglichkeiten inkl. Untersuchung der Wirtschaftlichkeit beschrieben, sowie die Wirkung von Vorhaben z.B. auf das Landschaftsbild oder die regionale Wertschöpfung betrachtet.


Christof Fink
Erster Stadtrat

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