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Oberursel Heute

Ehemaliges Casinogebäude im Camp-King
Foto Ehemaliges Casinogebäude im Camp-King

Das Camp King wurde nach dem Abzug der US-Streitkräfte aus Oberursel (1993) durch die städtische Tochtergesellschaft SEWO in ein neues "Stadt- und Wohnquartier" umgewandelt.

Den II. Weltkrieg überstand Oberursel einigermaßen unzerstört - und das hatte einen besonderen Grund: Im Norden der Stadt, auf dem Gebiet des ehem. „Reichssiedlungslehrhofs“ (dem späteren „Camp King“) wurden im „Durchgangslager Luftwaffe“ (DuLag Luft) Offiziere der Alliierten, die über der „Westfront“ abgeschossen wurden, nach kriegswichtigen Informationen verhört. Trotz der Existenz von kriegswichtiger Industrie (= Motorenfabrik) war es den Briten und Amerikaner daher zu gefährlich, bei Bombardierungen u.U. das in der Nähe gelegene Internierungslager zu treffen.

Am 30.03.1945 ging für Oberursel (Taunus) der Krieg zu Ende:
Amerikanische Truppen rückten über die „Königsteiner Chaussee“ in der Stadt ein, die sich kampflos ergab (dem späteren Bürgermeister Kappus sowie dem katholischen Stadtpfarrer Josef Hartmann war es zu verdanken, dass die Stadt entgegen eines Befehls nicht gegen die US-Armee verteidigt wurde). In der Folgezeit wurde das „DuLag Luft“ zur Basis der US-Streitkräfte (seit 1946: „Camp King“, benannt nach Colonel King, der 1944 bei der Invasion in Frankreich gefallen war). Dort wurden durch amerikanische Sicherheitskräfte auch hochrangige Nazis verhört, bevor sie zum Internationalen Kriegsverbrechertribunal nach Nürnberg überstellt wurden.

1964 konnte - im Zuge der Entspannung mit dem Nachbarn Frankreich - die erste Städtepartnerschaft ins Leben gerufen werden: Epinay-sur-Seine (ein Vorort von Paris). Dieser Partnerstadt folgten noch weitere: Ursem/Wester-Koggenland (Niederlande, 1971 mit Stierstadt), Rushmoor (Großbritannien, 1989) und Lomonossow (Russland, 2004).

Nachdem bereits im Jahr 1929 der erste der heutigen Stadtteile Oberursels, Bommersheim, eingemeindet wurde, folgten am 01.04.1972 im Zuge der (großen) hessischen Gebietsreform die bis dahin selbstständigen Gemeinden Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen als Stadtteile von Oberursel (Taunus).

Die somit über Nacht auf über 37.000 Einwohner gewachsene Stadt musste ihre (gemeindliche) Infrastruktur verbessern; dies geschah insbesondere durch:
1972 Beginn der Altstadtsanierung (weitgehend abgeschlossen bis 1992)
1976 Neubau des Rathauses und Zusammenführung der Verwaltung in einem Gebäude
1977 Fertigstellung des neuen Feuerwehr-Stützpunktes der FFW Oberursel-Mitte
1978 Einweihung der unteren Fußgängerzone („Bärenkreuzung“ bis Kumeliusstr.)
1984 Einweihung der Oberurseler Stadthalle
1985 Einweihung der oberen Fußgängerzone (bis zur „Unteren Hainstr.)

Im Jahr 1991 konnte - mit zahlreichen Veranstaltungen - die „1200-Jahr-Feier“ der Ersterwähnung begangen werden. 1994 schloss sich hieran das Jubiläum „550 Jahre Stadtrechte“ an (dieses doch etwas „unrunde“ Jubiläum wurde relativ groß gefeiert, da die 500 Jahr-Feier [1944] bedingt durch den II. Weltkrieg ausgefallen war).

Heute, im Jahr 2009, präsentiert sich Oberursel (Taunus) als liebens- und lebenswerte Stadt - im „Spannungsbogen“ zwischen der Banken-Metropole Frankfurt am Main und dem Naturpark Hochtaunus: Eben als „Tor zum Taunus“ ! 
 

Weitere Informationen:

Die Bürgermeister von Oberursel (Taunus) - seit dem II. Weltkrieg

  • 1946-1960  - Heinrich Kappus (CDU)
  • 1960-1972  - Heinrich Beil (CDU)
  • 1972-1978  - Karlheinz Pfaff (SPD)
  • 1978-1990  - Rudolf Harders (CDU)
  • 1990-1996  - Thomas Schadow (CDU)
  • 1996-2003  - Gerd Krämer (CDU)
  • seit 2003     - Hans-Georg Brum (SPD)

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